bernhard Meiler, Pfarrer Hannes Lorenz und Bischof Rudolf Voderholzer

Regensburger Fußwallfahrt nach Altötting startet wieder an Pfingsten

Ausblick auf 200. Jubiläum 2029


Regensburg, 21. Januar 2026

Am Donnerstag vor Pfingsten ist es wieder so weit: Tausende von Pilgern machen sich bei der Regensburger Fußwallfahrt auf den 111 Kilometer langen Weg nach Altötting zur Schwarzen Madonna, um dort am Samstag zusammen mit Bischof Dr. Rudolf Voderholzer in der Basilika die Heilige Messe zu feiern. Heuer jährt sich die Wallfahrt zum 197. Mal. 

Das Orga-Team um Pilgerführer Bernhard Meiler und Pilgerpfarrer Hannes Lorenz blickt aber nicht nur auf die aktuellen Herausforderungen, sondern auf das große 200. Jubiläum im Jahr 2029. Bei einem Besuch in Regensburg berichteten beide Bischof Dr. Rudolf Voderholzer über die Ideen und Planungen.

Die 197. Fußwallfahrt findet vom 21. Bis 23. Mai 2026 statt. Bereits heute sichert Pilgerführer Bernhard Meiler zu: „Jeder, der mitgeht, bekommt auch eine Unterkunft. Dafür setze ich mich persönlich ein“. Die Fußwallfahrt steht heuer unter dem Leitsatz „Sein Name ist heilig“ und nimmt damit Bezug auf Gott Vater. 2027 steht Jesus Christus im Mittelpunkt unter dem Motto: „Was er euch sagt, das tut“, 2028 nimmt den Heiligen Geist in den Blick: „Erfüllt vom Heiligen Geist“. Im großen Jubiläumsjahr soll sodann Deutschlands größte Wallfahrt unter dem Ruf „Meine Seele preist die Größe des Herrn“ stehen und bezieht sich damit auf das Magnificat Mariens.

14 Kreuze weisen den Weg nach Altötting

Ein weiteres Projekt konnten Meiler und Lorenz Bischof Voderholzer vorstellen: Bis zum Jubiläumsjahr 2029 sollen insgesamt 14 große Kreuze an verschiedenen Orten des Pilgerwegs zwischen Regensburg und Altötting aufgestellt werden. Die über 2,30 Meter hohen Stahlkreuze sollen an markanten Durchgangs- sowie Übernachtungsorten der Fußwallfahrt stehen und dort dauerhaft verbleiben. Das Kreuz soll es für Pilger zum Andenken auch als Anhänger geben. Der gesamte Pilgerweg, so Meiler, soll auf offiziellen Wanderwegen ausgeschildert werden, damit die Strecke das ganze Jahr über begangen werden kann. Heuer, noch vor Start der Fußwallfahrt an Pfingsten, sollen die ersten vier Kreuze installiert werden. 

Rosenkranz und Lichterprozessionen mit Pilger-Madonna

Insgesamt gibt es sechs Kopien des Gnadenbildes von Altötting. Die Madonnenfiguren wurden einst vom niederbayerischen Holzbildhauer Josef Neustifter sen. in den 1930er Jahren nach dem Vorbild des Originals gefertigt. Ein Exemplar hatte der ehemalige Bischöfliche Kapell-Administrator Prälat Alois Furtner an den Regensburger (Pilgerbischof) Weihbischof Karl Flügel übergeben. Nach seinem Tod ging die Madonna in den Besitz des Pilgervereins über. Nun soll auf Anregung von Pfarrer Hannes Lorenz und Pilgerführer Bernhard Meiler die Originalkopie jeweils im Oktober auf Reisen gehen: Im Rahmen verschiedener Formate, wie Rosenkränze, Andachten oder Lichterprozessionen soll die Madonna im Mittelpunkt stehen und neuen Pilgern die Gelegenheit zur Verehrung geben als auch die Wallfahrt nach Altötting besser kennenzulernen. Alten Pilgern, die gesundheitlich nicht mehr in der Lage sind, den Pilgergang nach Altötting mitzugehen, sollen solche Veranstaltungen dienen, ein „Stück Fußwallfahrt“ mitzuerleben. Aktuell erhält die Marienfigur aus künstlerischer Hand eine neue Krone und ein neues Gewand. 

Auch in technischer Hinsicht möchte sich der Pilgerverein neu aufstellen, berichtete Meiler dem Bischof von Regensburg. So soll ein neuer Internetauftritt und die Präsenz in den sozialen Medien umgesetzt werden, ein neues Pilgerbüchlein aufgelegt und ein neuer Image-Film (für Homepage und Pilgertreffen) produziert werden. Bis zum Jubiläumsjahr soll auch der notwendige Fuhrpark für die große Wallfahrt erneuert werden. Nun stehen aber zuerst die organisatorischen Vorbereitungen für die 197. Fußwallfahrt an, über die auf der Bistumshomepage zeitnah berichtet werden wird.

Text und Foto: Jakob Schötz
(jas)



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