Pressemitteilung - Generalvikar Michael Fuchs: „Verein könnte Gaststätte auf dem Lamberg erwerben“

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1. Die Diözese kann sich ein Gasthaus auf dem Lamberg unter nichtkirchlicher Trägerschaft vorstellen und würde dem auch zustimmen. So hätte die Wallfahrt zur heiligen Walburga auf dem Lamberg (Pfarrei Chammünster) eine gute Unterstützung.

2. Dazu gibt es seit Jahren Gespräche zwischen der zuständigen Kirchenverwaltung Chammünster unter der Leitung von Pfarrer Markus Nees und Stellen des Bischöflichen Ordinariats, unter anderem mit Generalvikar Michael Fuchs, der Stiftungsaufsicht (Finanzkammer) und dem Baureferat.

Dabei wurde eine Lösung durchgesprochen, bei der die Kirchenstiftung die Gaststätte auf Erbpacht an einen Dritten – etwa einem Verein – zur Renovierung und zum Betrieb überlässt. Der Verein wurde vor einiger Zeit bereits gegründet, die Verhandlungen der Diözese mit der Kirchenverwaltung in dieser Richtung waren im Sommer 2012 bereits weit fortgeschritten.

3. Auch einem Verkauf der Gaststätte an einen Dritten (Verein, Privatperson, Gesellschaftsform) hätte die Diözese zugestimmt.

4. Leider hat die Kirchenverwaltung im Winter 2012/2013 durch die nicht genehmigten Baumaßnahmen mit kirchlichen Geldern vollendete Tatsachen geschaffen und damit juristische Folgen ausgelöst, die wir vor kurzem mit den Kirchenverwaltungsmitgliedern durchgesprochen und ihnen schriftlich mitgeteilt haben. Dies macht aber eine Lösung für die Gaststätte nicht unmöglich.

5. Der Verein könnte nun die renovierte Gaststätte käuflich erwerben und betreiben. Wenn etwa ein großer Teil der Unterzeichner der Unterschriftenaktion Mitglied des Vereins würde, könnte mit den Mitgliedsbeiträgen der Kaufpreis zusammen kommen. Dann könnten auch bereits angedachte kirchliche Maßnahmen für die Wallfahrt, etwa ein Meditationsweg, wieder in Erwägung gezogen werden.

6. Von einer pfarrlichen Trägerschaft von Gaststätten ist die Diözese in den letzten Jahren grundsätzlich abgekommen, hauptsächlich aus pastoralen Gründen.  Eine solche Trägerschaft beansprucht nämlich Pfarrer und Gremien unverhältnismäßig. Darüber hinaus läuft sie in der Regel auch defizitär. Wo noch einzelne pfarrliche Wirtshäuser in Betrieb sind, laufen sie aus, spätestens wenn Renovierungen anstehen. Schwerpunkte der Pfarreiarbeit sollten die Seelsorge und die caritative Arbeit sein, nicht der Erhalt von Wirtschaftsbetrieben. Dem widerspricht jedoch nicht, wenn sich einzelne Christen der Pfarrei für eine Gaststätte engagieren, sie erwerben und selbstständig betreiben.

 

Für die Stellungnahme

Michael Fuchs, Generalvikar für die Diözese Regensburg