Pressemitteilung der Verlagsgruppe Weltbild

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Die Bemühungen um den Umbau der Verlagsgruppe Weltbild in ein digitales Handelsunternehmen unter Einschaltung externer Berater hat nicht zum Erfolg geführt.

 

Die Digitalisierung und das veränderte Nutzer- und Konsumverhalten stellen den gesamten Buchmarkt und Versandhandel vor große Herausforderungen. Dieser Marktsituation konnten in den vergangenen Jahren viele Buchhandlungen und Versandhäuser nicht standhalten. Die Verlagsgruppe Weltbild versucht, sich den fundamental und rasant verändernden Rahmenbedingungen zu stellen, den Umbau verträglich zu gestalten und einen Neuaufbau im digitalen Handel voranzutreiben, um sich als modernes Medien- und Internet-Handelsunternehmen zu positionieren. Diese Neuausrichtung wurde durch externe Berater und ein entsprechendes Sanierungskonzept intensiv begleitet. Bereits im Herbst des vergangenen Jahres haben die Gesellschafter in diesem Zusammenhang entschieden, die Ihnen von der Geschäftsführung zur Unterstützung der Neuaufstellung als notwendig, aber auch ausreichend genannten 65 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen. Nunmehr wird nach dem Weihnachtsgeschäft und einer erneuten Überprüfung des Konzepts der notwendige finanzielle Beitrag der Gesellschafter auf 135-160 Millionen Euro für die Sanierung des operativen Geschäfts in den kommenden drei Jahren beziffert; für die sich hieran anschließende Entschuldung wäre darüber hinaus ein weiterer dreistelliger Millionenbetrag erforderlich. Ein derart hoher finanzieller Aufwand kann zumal angesichts verbleibender erheblicher Unsicherheiten hinsichtlich der künftigen Entwicklung des Unternehmens von den Gesellschaftern nicht verantwortet werden.

 

Die Gesellschafter der Verlagsgruppe Weltbild bedauern diese Entwicklung sehr. Sie haben Weltbild aufgebaut und zu einem der größten deutschen Buchhandelsunternehmen entwickelt. Die Gesellschafter stehen in dieser schwierigen Situation zu ihrer sozialen Verantwortung gegenüber den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Sie werden die für die Abfederung sozialer Härten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die erforderlichen finanziellen Mittel im Rahmen der ursprünglich für eine Restrukturierung eingeplanten aufbringen.

 

DDr. Peter Beer

Aufsichtsratsvorsitzender