News Bild Prälat Peter Hubbauer zum Ehrenkommissar der Bayerischen Polizei ernannt - Polizeipräsident Kraus: „Ein Weggefährte, der immer da ist, wenn man ihn braucht, der sich aber nicht in den Vordergrund drängt“

Prälat Peter Hubbauer zum Ehrenkommissar der Bayerischen Polizei ernannt - Polizeipräsident Kraus: „Ein Weggefährte, der immer da ist, wenn man ihn braucht, der sich aber nicht in den Vordergrund drängt“

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(pdr) Der Regensburger Prälat Peter Hubbauer ist zum Ehrenkommissar der Bayerischen Polizei ernannt worden. Am Montagvormittag überreichte Polizeipräsident Rudolf Kraus die Ernennungsurkunde an den Domkapitular und Bischöflichen Beauftragten für die Polizeiseelsorge in der Diözese Regensburg.

Damit wurde Prälat Hubbauer für seine Verdienste um die Polizeiseelsorge sowie für seine langjährige Verbundenheit mit der Polizei geehrt. Die Urkunde war vom bayerischen Innenminister Joachim Herrmann unterzeichnet worden. Anwesend während des Festaktes im Polizeipräsidium Oberpfalz waren auch Weihbischof Bernhard Haßlberger, Beauftragter der Freisinger Bischofskonferenz für die Polizeiseelsorge in Bayern, sowie Prälat Dr. Josef Ammer im Auftrag von Diözesanadministrator Prälat Dr. Wilhelm Gegenfurtner. Auch der evangelische Regionalbischof Dr. Hans-Martin Weiss war gekommen. Mitglieder des Polizeiorchesters Bayern und der Polizeichor Weiden sorgten für eine gelungene musikalische Gestaltung der feierlichen Veranstaltung. Aus der Hand von Polizeipräsident Rudolf Kraus erhielt Prälat Hubbauer die Insignien des Ehrenkommissars: Dienstmütze, Handfesseln, Trillerpfeife, Schlagstock, Schulterklappen und Dienstausweis.

Prälat Hubbauer ist seit beinahe 15 Jahren Bischöflicher Beauftragter für die Polizeiseelsorge. Von 1977 bis 1984 wirkte der 66 Jahre alte Priester bereits als Pfarrer im Bundesgrenzschutz (jetzt Bundespolizei). Letztmals war die hohe Auszeichnung dieser Art in Ostbayern Bischof em. Manfred Müller zuteil geworden. Weitere prominente Ehrenkommissare der bayerischen Polizei sind Udo Wachtveitl, Miroslav Nemec, Charlotte Knobloch und Barbara Rudnik (+). Ausschlaggebend sind für die Vergabe der Auszeichnung allein die Verdienste um die bayerische Polizei und deren Belange.

Präsident Kraus sprach in seiner Festrede von der „langjährigen Verbundenheit und Freundschaft“ des Geehrten. Er nannte ihn einen „Weggefährten, der immer da ist, wenn man ihn braucht, der sich aber nicht in den Vordergrund drängt“. Prälat Hubbauer sei mehr als nur ein Angehöriger eines Netzwerks von Betreuern der Polizei. Der Präsident erinnerte an die zahlreichen Veranstaltungen wie Gottesdienste und Einkehr- und Besinnungstage, die Prälat Hubbauer seit vielen Jahren mit den Beamtinnen und Beamten feiert und durchführt. Er, der Seelsorge in christlicher Nächstenliebe betreibe, habe Autorität allerdings auch ohne Schlagstock und Mütze.

Weihbischof Haßlberger zog aufschlussreiche Parallelen zwischen dem Dienst der Seelsorge wie auch dem Dienst der Polizei: „In verschiedener Weise sorgen wir uns um die Menschen. Uns allen geht es darum, dass die Gemeinschaft der Menschen leben kann.“ Prälat Dr. Ammer würdigte den Geehrten mit den Worten, dass ihm jeder Polizeibeamte und jede Polizeibeamtin im Bistum ein aufrichtiges Anliegen sind. Dabei seien Polizisten keine Roboter noch Exekutivmaschinen, sondern Mitbürger. An die Polizei gewandt, dankte Dr. Ammer herzlich für die viele Unterstützung der Polizei, etwa bei der Begleitung von Prozessionen. Dies sorge dafür, dass die Religion nicht in den Privatbereich abgedrängt wird. Es stehe für das Recht, dass Bürger ihre Überzeugungen nach außen tragen.
Prälat Hubbauer dankte den Verantwortlichen für die Auszeichnung. Er erinnerte in seiner Ansprache, dass Polizisten unter der Uniform Menschen mit Herz, Gefühlen, Sorgen und Problemen sind.