News Bild Prälat Johann Neumüller offiziell in das Amt als Domdekan eingeführt

Prälat Johann Neumüller offiziell in das Amt als Domdekan eingeführt

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Im Rahmen der Vesper zum Hochfest der Erscheinung des Herrn (Heilig-Dreikönig) im Hohen Dom zu Regensburg wurde Prälat Johann Neumüller von Bischof Dr. Rudolf Voderholzer und Dompropst Prälat Anton Wilhelm offiziell in sein Amt als Domdekan eingeführt. Dabei erhielt er nach dem von ihm vorgetragenen Glaubensbekenntnis und dem Treueeid das Kreuz des Domdekans und den Friedensgruß.

 

Nach altersbedingten Wechseln an der Spitze des Domkapitels im Herbst vergangenen Jahres war am 29. November Domkapitular Prälat Johann Neumüller zum neuen Domdekan gewählt und anschließend von Diözesanbischof Voderholzer bestätigt worden. Mit der offiziellen Amtseinführung im sakralen Rahmen wurden nun bei der Vesper am Nachmittag des Dreikönigstages diese Personalwechsel abgeschlossen.

 

Dompropst Wilhelm wies in seinen kurzen Eröffnungsworten auf die Ernennung hin und bat dann den neuen Domdekan, vor den Bischof zu treten und vor allen Anwesenden das Glaubensbekenntnis und den Treueeid abzulegen. Zum Schluss dieser Gebete berührte Prälat Neumüller mit der rechten Hand das vom Diakon gehaltene Evangeliar. Als äußeres Zeichen erhielt der neue Domdekan das sein Amt kennzeichnende Kreuz. „Empfange das Kreuz des Domdekans. Christus hat sein Leben hingegeben für die Seinen. Er sei dir Vorbild und Ansporn im Dienst für die Kirche.“ Mit diesen Worten übergab Bischof Voderholzer das Kreuz. Der Friedensgruß durch den Bischof und den Dompropst  beendete die Zeremonie. Danach nahm Domdekan Neumüller den für ihn vorgesehenen Platz im Chorgestühl ein.

 

Die Addition von „3“ und „4“ ergibt die heilige Zahl „7“

In seiner Predigt ging Bischof Voderholzer vor allem auf die christliche Zahlensymbolik ein, da ja auch das Wort „Dekan“ aus dem Lateinischen („decem“ = zehn) kommt und auf den Vorsitzenden eines Zehnerrates verweist. Natürlich nannte der Oberhirte in diesem Kontext zunächst die Zahl „3“ als „göttliche Zahl der Dreieinigkeit“, der vollkommenen Liebe, des Austausches und Schenkens (Ich – Du – Wir), aber auch – am 6. Januar – als Zahl der Heiligen Drei Könige bzw. der drei ihnen zugewiesenen Gaben Gold, Weihrauch und Myrrhe. Aber auch die Zahl „4“ habe, so der Bischof, viele weltliche und sakrale Zuordnungen: so die vier Evangelisten, die vier Himmelsrichtungen und Jahreszeiten. Die Addition von „3“ und „4“ ergibt die heilige Zahl „7“, die besonders die Verbindung zwischen Gott und dem Menschen zum Ausdruck bringt: die sieben Gaben des Heiligen Geistes, die sieben Sakramente, die sieben ersten Diakone, die sieben Wochentage (und der achte als Hinweis auf die Ewigkeit). Die Multiplikation von „3“ und „4“ bringe die Zahl „12“, ebenso eine symbolträchtige: zwölf Söhne Israels, zwölf Stämme des Gottesvolkes, zwölf Apostel bis hin zu den zwölf Tierkreiszeichen.

 

Domkapitel geht auf die betende Gemeinschaft mit dem Bischof zurück

Das Amt des Dekans hänge aber mit dem Wort „decem“, also „zehn“ zusammen – die zehn Finger oder auch die zehn Gebote weisen auf die Bedeutung dieser Zahl hin. Aber bereits der Heilige Benedikt habe, so der Oberhirte, in seinen Ordensregeln empfohlen, dass für zehn Mönche ein Dekan bestellt werden sollte. Bis heute habe sich die bereits im Judentum und im Römischen Reich praktizierte Zehner-Regelung in der Kirche erhalten, wenn zehn Pfarreien zu einem Dekanat zusammengefasst werden. Daher bestehe auch das Domkapitel aus zehn Domkapitularen, dem der Dompropst und der Domdekan vorstehen. „Das Domkapitel geht auf die betende Gemeinschaft mit dem Bischof zurück“, erläuterte Bischof Voderholzer die Geschichte dieses Gremiums.