News Bild Pontifikalgottesdienst  zum Patroziniumsfest St. Erhard in Rainertshausen - Bischof Rudolf Voderholzer feiert mit der Pfarrei den Abschluss der Kirchenrenovierung

Pontifikalgottesdienst zum Patroziniumsfest St. Erhard in Rainertshausen - Bischof Rudolf Voderholzer feiert mit der Pfarrei den Abschluss der Kirchenrenovierung

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Am Sonntag feierte Bischof Dr. Rudolf Voderholzer in der Pfarrkirche St. Erhard in Rainertshausen, Landkreis Landshut Niederbayern, den Abschluss der Innenrenovierung. Auf dem Vorplatz zur Kirche wurde der Diözesanbischof auf das herzlichste empfangen. Die Kinder Lena und Vinzenz überraschten ihn mit Blumen und einem Gedicht. Mit Pfarrer Günter Müller und Pfarrvikar Paul Gebendorfer entboten ihm Landrat Peter Dreier, Stellvertreter Alfons Satzl, Bürgermeister Karl Scharf, Landtagsabgeordnete Ruth Müller, Kreisrätin Elisabeth Fuß und zahlreiche Vertreter der Kirchenverwaltung, des Pfarrgemeinderates und der politischen Gremien einen Willkommensgruß. Eine große Ministrantenschar, sechs indische Seminaristen und Vereine mit ihren Fahnenabordnungen standen für den hohen Gast Spalier.

Beim Kircheneinzug zeigte sich der Bischof überwältigt von den vielen Menschen im übervollen Gotteshaus. Mit großer Freude feiere er den Pontifikalgottesdienst zu Ehren des Heiligen Erhard und zum Abschluss der Kirchenrenovierung, so der Bischof. Er sei dankbar, die Krippe noch in der Kirche zu sehen. Sie hätte mit Teilen der Kirchenausstattung einen wunderbaren Bezug zum Leben des Heiligen Erhard. Die drei Könige deuten die Sehnsucht aller Menschen auf die Begegnung mit dem Heilsbringer. Sie drücken die Symbolik Greis, Mittelalter und Jugend aus, sind Vertreter der Völkerwelt. Wiederzufinden auf dem Kanzelschalldeckel in Gestalt der vier Putten für die Erdteile Europa, Asien, Afrika und Amerika.

Rainertshausen: Region mit höchstem Kirchenbesuch

"Hier in dieser wunderbaren Kirche gehen einem die Augen über, euere Kirche ist wie eine Predigt", sagte Bischof Rudolf.  Er forderte die vielen Gläubigen auf, ihre Kirche immer wieder bewusst zu betrachten, die barocken Kreuzwegstationen, das ausdrucksstarke Deckengemälde, die Kanzel und die Altäre. Zur Freude über die gelungene Sanierung gehöre das große Anliegen, den Glauben weiter zu tragen, darüber auskunftsfähig zu sein. Bischof Rudolf sagte "herzlich Vergelts Gott" zu Pfarrer Günter Müller. Er wirke, wie an der Kanzel dargestellt,  als  Sämann, Winzer und guter Hirte in der Pfarreiengemeinschaft und für die indischen Seminaristen.  Dem Kirchenchor Rainertshausen mit Unterstützung von  Pfeffenhausen  dankte er für die schöne Kirchenmusik. Es sei besonders erfreulich, dass die Kirche am Tag aufgesperrt werde und offen bleibe. "Menschen entzünden gerne eine Kerze, die ihr Gebet weiter trägt. Vielleicht gibt es dafür noch eine Möglichkeit", regte Bischof Rudolf an.  Ein ganz großes Lob sprach er der Pfarrgemeinde aus, er wisse, dass Rainertshausen zu der Region mit dem lebendigsten und höchsten Kirchenbesuch gehöre.

Innenrenovierung zügig durchgeführt

Die Innenrenovierung begann nach Ostern 2019. Die restauratorischen Arbeiten umfassten die Reinigung und Konservierung aller Ausstattungsgegenstände, des Deckengemäldes und das Tünchen der Raumschale. Schreiner-Schlosser- Elektro- und Natursteinarbeiten vervollständigten die Maßnahme. Architekt Franz Zettl bestätigte, dass die vorgesehenen Kosten von 627 Tausend Euro eingehalten wurden. Diese trägt die Bischöfliche Finanzkammer aus Kirchensteuermitteln mit 49, die Gemeinde mit zehn Prozent. Der Rest wird von der Pfarrei selbst finanziert. Pfarrer Günter Müller lobte die große Spendenbereitschaft und Verbundenheit mit der Kirche St. Erhard.

Patrozinium: Einhunderttausend Zeltl aus 400 Kilogramm Brotteig

Die Pfarrei Rainertshausen feiert ihr Kirchenpatrozinium immer schon als ganz besonderes Fest. Zum "Erhardifest" entstehen aus 400 Kilogramm Brotteig etwa Einhunderttausend Zeltl. Viele fleißige Frauen stechen sie von Hand aus, ehe sie in der Bäckerei Hatzl in Münster gebacken werden. Vor dem Festtag werden sie in der Pfarrkirche gesegnet. Die Menschen nehmen sie anschließend für sich und das Vieh mit nach Hause. Der Heilige Erhard wird als Patron der Tiere verehrt. So wie früher in vielen anderen Orten der Diözese, ist in Rainertshausen der Pferdeumritt mit anschließender Segnung noch fest mit den Patroziniumsfeierlichkeiten verbunden. Gesegnet wird auch das "Erhardiwasser", das in der kleinen Erhardkapelle entspringt. Es soll vor Augenleiden bewahren - entsprechend der Heilung der Heiligen Odilia - und Tiere vor Krankheiten schützen.