News Bild Pfarrei St. Peter und Paul in Ergoldsbach feiert Abschluss der Generalsanierung

Pfarrei St. Peter und Paul in Ergoldsbach feiert Abschluss der Generalsanierung

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Bischof Dr. Rudolf Voderholzer und Pfarrer Stefan Anzinger strahlten angesichts des vollen Gotteshauses beim Dankgottesdienst für die abgeschlossene Generalsanierung der Pfarrkirche. Mit großer Freude und Dankbarkeit erlebte die Pfarrgemeinde den festlichen Tag. Bischof Voderholzer gratulierte zum gelungenen Werk, dem wunderschönen hellen „Festsaal Gottes“. Er dankte allen, die bei der Planung, Durchführung und Finanzierung dieser großen Maßnahme mitgewirkt haben.

 

„Firmung hat gefruchtet“

Die Erneuerung des Glaubens müsse beim Bischof und den Geistlichen beginnen um zusammen mit den Gläubigen um die Stärkung zu beten, dass der Glaube immer wieder neu entfacht werde, so Bischof Rudolf in seiner Ansprache: Oftmals sei das Glaubensverständnis wie die Glut unter einer Schicht Asche verborgen und warte darauf, wieder brennen zu dürfen. Wer seinen Glauben teile, ihn weiter vermittelte, beschenke andere und sich selbst. Eine besondere Rolle komme dabei den Eltern und Großeltern zu, sie seien die ersten Missionare, die den Grundstein für  eine gute Glaubensbasis der Kinder legen sollten.

Der Bischof dankte den Ministranten, ganz besonders den jungen Erwachsenen unter ihnen und meinte „hier hat die Firmung gefruchtet“. Er freute sich über die vielen anwesenden Familien mit Kindern, über die Jugend und kirchlichen Verbände, sie alle wirkten mit an der Vertiefung des Glaubens. Ein ganz besonderes Lob zollte er den vier Chören für die künstlerisch hochstehende musikalische Gestaltung.

Trockenlegung der Turmmauern, Restauration der Kirchturmspitze

Die Pfarrkirche St. Peter und Paul  mit ihrem fast 50 Meter hohen Turm wurde 1729 erbaut, sie erfuhr mehrere Umgestaltungen und Renovierungen, zuletzt 1986. Mit der nun abgeschlossenen, zehn Jahre währenden Generalsanierung vollzog Pfarrer Stefan Anzinger mit seiner Kirchenverwaltung, dem Pfarrgemeinderat und der ganzen Pfarrei das gelungene Werk einer liturgisch, künstlerisch und technisch zukunftsfähigen Kirche. Die Instandsetzungsarbeiten begannen bereits 2007 mit der Sanierung des Kirchturms.  Diese umfasste Trockenlegung der Turmmauern, Restauration der Kirchturmspitze, Fassadenkorrekturen und Neukonzipierung des Glockenstuhls.

 

Neue Glasfenster tauchen Kirche in warmes Licht

Im zweiten Bauabschnitt von 2009 bis 2011 wurde das Kirchendach saniert, der Dachboden erneuert, neue Fensterbleche eingesetzt und die Fassade passend zum Turm gelb und weiß gestrichen. Ab Ostermontag 2015 erfolgte die große Innenrenovierung. Die Kirche musste komplett leer geräumt werden und die Gottesdienste fanden ein Jahr lang in der „Parkkirche“, einem würdig liturgischen Raum statt. Als Aufgabenstellung der umfassenden Instandsetzung galt es, den älteren Teil der Kirche, das Langschiff mit dem Querschiff und der Apsis zu einem harmonischen Ganzen zu verbinden. In warmes Licht tauchen zwei vorgesetzte Glasfenster in gelb-braunen Tönen das Presbyterium und verwandeln es je nach Tageszeit in einen feierlich, mystischen Raum. Bemerkenswert ist die schwebende Verbindung zwischen dem neuen Altarfuß und der bisherigen Altarplatte.

 

Die Gesamtkosten der drei Bauabschnitte lagen bei mehr als 2,4 Millionen Euro, gut 40 Prozent steuerte die Bischöfliche Finanzkammer bei, 10 Prozent die Marktgemeinde. Stolze 300 Tausend Euro wurden gespendet und das übrige musste die Kirchenstiftung in Eigenleistung erbringen.



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