Pastoralbesuch in Burgweinting am Tag des heiligen Franziskus

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Bischof Rudolf Voderholzer stattete der Pfarrei St. Franziskus in Regensburg Burgweinting zum zehnjährigen Patrozinium einem Pastoralbesuch ab. Die Kirche war dicht gefüllt, als der Bischof in einer feierlichen Prozession einzog. Pfarrer Franz Ferstl von St. Franziskus hieß den Bischof in der Pfarrkirche willkommen und dankte ihm für seinen Pastoralbesuch. Der Bischof stellte zu Beginn fest, dass ihm der moderne Bau mit den besonderen Lichtverhältnissen besonders gut gefalle und gab seiner Freude Ausdruck, dass so viele Gläubige an diesem Tag zur Messe gekommen seien.

 

Besonders herzlich begrüßte er die jungen Familien. Bischof Rudolf lobte besonders die noch sichtbare Mauerstruktur, die durch den Wandputz nicht völlig verdeckt worden sei. So könne man sehen, aus wie vielen Steinen diese Kirche errichtet worden sei. Ebenso verhalte es sich auch mit den Christen, die jeder einen Stein an der Kirche Jesu Christi darstellten. „In der Gegenwart haben wir die schönsten und am besten hergerichteten Kirchen aller Zeiten. Umso mehr gilt es jetzt, den Ruf des Heiligen Franziskus zu folgen, der gesagt hat: Sorgt euch die lebendigen Steine der Kirche!“ predigte der Bischof. Er ging auf das Leben des heiligen Franziskus ein, der in seiner Christus Nachfolge radikal gewesen sei. Begonnen habe Franziskus nach seiner Gottesbegegnung damit, das Gotteshaus vor Ort wieder aufzurichten. Später habe er wesentlich dazu beigetragen, die Kirche im übertragenen Sinne zu festigen. Der heilige Franziskus sei zur Urzelle der franziskanischen Bewegung und Gemeinschaft geworden. Bischof Rudolf betonte, dass Kirche in der christlichen Ehe und Familie begänne. Die Eltern seien es, die ihren Kindern davon berichteten, dass es Gott gebe, der sie durchs Leben trage. In den Familien könne Kirche wachsen und gedeihen, stellte Bischof Rudolf fest.

 

Er betonte, dass die außerordentliche Bischofssynode zum Thema Ehe und Familie, die derzeit in Rom stattfinde, sich damit befasse, dass „Geschenk von Ehe und Familie aus der biblischen Tradition heraus zum Leuchten zu bringen“, so der Bischof. „Was in der Familie nicht Grund gelegt ist, ist kaum nachzuholen. In den Familien kann Kirche wachsen und gedeihen“, stellte er fest. Er appellierte an die Gläubigen, regelmäßig zur Sonntagsmesse zu gehen. Hier könne man sich in der Gemeinschaft von Schwestern und Brüdern im Glauben stärken. Bischof Rudolf lud die Gläubigen eindringlich ein, am 10. Oktober um 19 Uhr in den Dom St. Peter zum Rosenkranzgebet und der anschließenden Lichterprozession zu kommen. In diesem Jahr werde mit der Prozession ein Friedensappell verbunden und für verfolgte Christen und andere Minderheiten im Irak und in Syrien gebetet. „Sie sollen sich nicht allein gelassen fühlen“, sagte der Bischof und bezeichnete das gemeinsame Gebet und die Prozession als ein Zeichen der Solidarität. Am Nachmittag segnete Bischof Rudolf im Rahmen seines Pastoralbesuches die Kinder der Pfarrei.