St. Peter in Rom, stilisiert, Papst Leo XIV.

Papst Leo XIV. über künstliche Intelligenz

KI kann menschliche Arbeit nie ersetzen


Rom / Regensburg, 12. Oktober 2026

Papst Leo XIV. hat gegenüber den Gewerkschaften des Vatikans die Unersetzbarkeit menschlicher Arbeit im Zeitalter der künstlichen Intelligenz (KI) bekräftigt. Er empfing am Montag eine Delegation der Vereinigung der Laienangestellten des Vatikans und der Vereinigung „Frauen im Vatikan“ zu einer Audienz.

Die beiden Vereinigungen sind die einzigen Gewerkschaften im Staat der Vatikanstadt. Die Vereinigung der Laienangestellten des Vatikans wurde 1979 gegründet, die Vereinigung „Frauen im Vatikan“ erst im Jahr 2016. In seiner Ansprache betonte Leo die Würde der menschlichen Arbeit in einer Zeit, in der Entwicklungen im Bereich der KI die Art und Weise verändern können, wie Arbeit geschätzt und verrichtet wird.

„Angesichts der heutigen Herausforderungen in der Arbeitswelt, insbesondere jener, die sich aus den Entwicklungen im Bereich der künstlichen Intelligenz ergeben, ist es wichtiger denn je, den Blick auf die unersetzliche zentrale Rolle des Menschen und die unveräußerliche Würde der Arbeit zu richten“, sagte Leo.

Unter Bezugnahme auf seine Enzyklika „Magnifica Humanitas“ erklärte Leo, dass Arbeit nicht bloß ein Mittel, sondern eine Voraussetzung für die persönliche Entfaltung sei: „Sie ist eine in der menschlichen Natur verankerte Notwendigkeit, ein ganz normaler Weg hin zu Reife, Entwicklung und persönlicher Entfaltung.“

Der Papst lud seine Zuhörer dazu ein, den Dialog zu fördern, und hob in diesem Zusammenhang insbesondere den Beitrag der Frauen hervor: „Die Präsenz von Frauen ist eine Bereicherung, die zunehmend anerkannt und geschätzt werden muss“, sagte der Papst. „Ihr Fachwissen, ihr Urteilsvermögen, ihre Kreativität und ihr Sinn für das Praktische bereichern das Leben der Institutionen und tragen zu einer umfassenderen Sichtweise auf die Realität und die auftretenden Probleme bei.“

Text: CNA Deutsch

(sig)



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