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Zur Neuigkeit
Erzbischof Linus Neli aus der indischen Diözese Imphal zu Besuch
Viele Katholiken, viele Herausforderungen
Regensburg, 12. Oktober 2026
Erzbischof Dr. Linus Neli aus Indien hat Bischof Dr. Rudolf Voderholzer am Freitagvormittag in Regensburg besucht. Er ist Erzbischof der Diözese Imphal im Bundesstaat Manipur im nordöstlichen Teil Indiens. Zuletzt hatte er sich im Frühjahr 2025 mit dem Regensburger Bischof ausgetauscht.
Seit 2023 ist Linus Neli Erzbischof von Imphal. Bischof Rudolf Voderholzer machte sich zuallererst ein Bild von der geografischen Lage der Diözese. Das Erzbistum Imphal umfasst den durch Bangladesch vom Rest des Landes weitgehend isolierten Bundesstaat Manipur. Manipur grenzt im Südosten und Osten an Myanmar und ist weiterhin geprägt durch die Nachbarschaft zu China, Bhutan und Tibet. Vor allem der Konflikt in Myanmar ist in der indischen Diözese zu spüren, so ist seitdem die Kriminalitätsrate angestiegen. Im Erzbistum Imphal wird deshalb auf Förderung der Bildung viel Wert gelegt, insbesondere des Englischunterrichts.
Katholiken in der Minderheit
Keine leichte Aufgabe: Die christliche Minderheit ist in Indien in 22 von insgesamt 28 Staaten von Verfolgung betroffen. Bischof Neli berichtete beispielsweise von der Verbrennung von Kreuzen und Kirchen in seinem Bistum. Christen, so die indischen Gäste, würden in Indien als Feinde der Kultur angesehen und hätten deshalb mit Restriktionen zu kämpfen. Das Bistum Imphal hat einen der größten Anteile an Katholiken an der Bevölkerung, mit Trend nach oben: 48 Priesteramtskandidaten gibt es allein in diesem Jahr. Viele der Neupriester werden in andere indische Bistümer und nach Europa, Afrika und in die USA gesendet. Diese steigende Beliebtheit des Christentums ist mitunter ein Grund, weshalb die indische Regierung den Katholiken so wenig wohlgesonnen ist. Gleichwohl ist die Regierung in Indien auf die caritative Arbeit der Katholiken angewiesen, denn sie unterhält viele Schulen und Krankenhäuser, die auch von Mitgliedern anderer Religionen besucht werden.
Zum Abschluss des Treffens erhielt Bischof Rudolf von den Besuchern noch einen Schal als Geschenk.
Text: Katharina Winterlich
(kw)





