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Zur Neuigkeit
Palmsonntag im Regensburger Dom: Bischof Voderholzer feiert den Einzug Christi in Jerusalem
Auferweckung Jesu ist Fundament des christlichen Glaubens
Regensburg, 29. März 2026
Am Morgen des Palmsonntags feierte Bischof Dr. Rudolf Voderholzer im Regensburger Dom St. Peter die feierliche Liturgie zum Einzug Christi in Jerusalem. Vor Beginn des traditionellen Gottesdienstes versammelten sich Priester, Gläubige und der Domchor im Hof des Bischöflichen Ordinariats. Hier segnete der Bischof die mitgebrachten Palmzweige.
Die feierliche Prozession zum Dom, die traditionell den Einzug Jesu in die Heilige Stadt symbolisiert, wurde von Kindern aus der Dompfarrei begleitet. Ein besonderer Höhepunkt war der hölzerne Palmesel mit Christusdarstellung, der zur Kathdrale St. Peter mitgeführt wurde. Die Figur des Palmesels wurde 2019 von Hans Störringer aus Großköllnbach bei Pilsting aus Lindenholz handgeschnitzt. Sie orientiert sich an der spätgotischen Palmesel-Christus-Darstellung in der Pfarrkirche St. Martin in Kasing, einer Kirche im Westen der Diözese.
In seiner Predigt dankte Bischof Dr. Rudolf Voderholzer den drei Solisten und dem Chor der Domspatzen, die zuvor in der Passion nach Matthäus in der Vertonung von Max Rädlinger den Leidensweg Jesu Christi vorgetragen hatten. „Sie haben uns mitgenommen in die Dramatik der letzten Stunden unseres Herrn Jesus Christus und uns eindringlich erleben lassen, wie die Begeisterung, die noch beim Einzug Jesu nach Jerusalem geherrscht hat, umgeschlagen hat in Ablehnung bis hin zum Ausruf ‚ans Kreuz mit ihm‘. Ja, so wankelmütig, so verführbar, so manipulierbar kann der Mensch sein, vor allem wenn er in der emotionalisierten Masse auftritt“, so der Bischof.
Zum Sondergut des Matthäusevangeliums, erklärte Bischof Voderholzer, gehöre unter anderem die Überlieferung, dass Wächter für das Grab Jesu bestellt wurden. Dabei wird auch ausführlich die Versiegelung des Grabes beschrieben. Dahinter stünde die Behauptung im Zusammenhang der Auffindung des leeren Grabes, die von gegnerischer Seite aufgestellt worden war, der Leichnam Jesu sei gestohlen worden. Das leere Grab an sich sei noch kein Auferstehungsbeweis. Die Wächter aber waren durch Bestechung zur Falschaussage bewogen worden. Basis des Auferstehungsglaubens der Christen, so der Bischof, sei nicht in erster Linie das leere Grab, sondern die Erscheinung des Auferstandenen. Ein Beleg für sein volles Grab andererseits hätte jede Auferstehungsbotschaft widerlegt und im Keim erstickt. Grund für die Auferstehungsbotschaft sind die Begegnungen des auferstandenen Herrn vor seinen Jüngern. Das leere Grab ist sozusagen das Symbol, die Siegestrophäe. Die Auferweckung Jesu von den Toten aber ist der Grund, das Fundament des christlichen Glaubens und unserer Hoffnung, erklärte Bischof Rudolf.
Weiter lud Bischof Voderholzer alle Gläubigen in der heiligen Woche ein, die Liturgie im Dom intensiv mitzufeiern: „Bringen Sie die Gebetsanliegen in diesen schweren Tagen der Erschütterungen und kriegerischen Konflikte mit uns vor Gott“. Zugleich dankte der Diözesanbischof für die großzügigen Spenden bei der Kollekte, die üblicherweise am Palmsonntag den Christen im Heiligen Land zugutekommt, die unter den großen Konflikten im Nahen und Mittleren Osten besonders zu leiden haben.
Am Abend des Palmsonntags betet der Bischof den traditionellen Kreuzweg am Regensburger Dreifaltigkeitsberg, am Montag der Karwoche feiert er die Chrisammesse mit der Weihe der heiligen Öle mit zahlreichen Priestern, die ihr Weiheversprechen erneuern und mehreren Hunderten Jugendlichen, die sich tagsüber in verschiedenen Workshops mit Glaubensthemen auseinandersetzen. Am Donnerstagsabend feiert Bischof Rudolf die Messe vom letzten Abendmahl mit Fußwaschung von 12 ausgesuchten Weltchristen, in der Osternacht am Samstag tauft Bischof Rudolf einen Domspatzen und weitere acht Erwachsene.
Die musikalische Gestaltung der Feier lag bei den Regensburger Domspatzen unter der Leitung von Max Rädlinger sowie Domorganist Prof. Franz Josef Stoiber. Am Altar feierten mit dem Regensburger Oberhirten, die Weihbischöfe Reinhard Pappenberger und Josef Graf sowie das Domkapitel.
Text und Fotos: Jakob Schötz
(jas)














