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Zur Neuigkeit
Bischof Rudolf betet den Kreuzweg zur Regensburger Dreifaltigkeitskirche
Christi Kreuz als Zeichen und Auftrag
Regensburg, 29. März 2026
Zusammen mit den Mitgliedern des Domkapitels, den Seelsorgern der Stadtpfarreien und vielen Gläubigen hat Bischof Rudolf am Abend des Palmsonntags die traditionelle Kreuzwegandacht hinauf zur Dreifaltigkeitskirche gefeiert. Der Regensburger Kreuzweg bildet den Abschluss der Fastengebetsaktion im Bistum, die zuvor auch in Gotteszell, Dünzling und Rottendorf begangen wurde.
Im Mittelpunkt der Gebete an den Kreuzwegstationen standen Worte des heiligen Franziskus von Assisi, dessen Todestag sich 2026 zum 800. Mal jährt. Die ersten Franziskanerbrüder sind wandernd umhergezogen und für ihr gemeinsames Beten unterwegs hat Franziskus aus Psalmversen und eigenen Worten das sogenannte „Votivoffizium vom Leiden des Herrn“ zusammengestellt. Diese Texte standen auch am Sonntag an den 14 Stationen im Zentrum des Gebets.
Die Prozession fand ihren Abschluss in der Vorhalle der Dreifaltigkeitskirche, wo Bischof Rudolf an die persönlichen Kreuzwege erinnerte, die Menschen in diesem Augenblick in den Krisengebieten der Welt, aber auch angesichts von Krankheit erleiden. Diesen Zusammenhang habe auch Papst Leo XIV. bei seiner Predigt am heutigen Tag vor Augen geführt, der Blick auf den Gekreuzigten sei zugleich der Blick auf die Weinenden, Verwundeten und Hoffnungslosen unserer Zeit. Der Herr am Kreuz, so Bischof Rudolf, der den Hass der Welt an sich austoben lässt, zeige, dass Gott Liebe sei, zum Erbarmen aufrufe und eine Menschheitsfamilie geschaffen habe. Die Kreuzwegandacht sei durchdrungen gewesen von der Spiritualität des heiligen Franziskus und habe die Perspektive auf die weltweite Kirche gelenkt, die überall Christus als die Frucht des Kreuzes in der Eucharistie anbetet. Der Sonnengesang verbinde alle und alles zu einer familiären Einheit, spürbar in den Begriffen „Bruder Sonne“, „Schwester Mond“ und „Mutter Erde“. Das Franziskuskreuz erinnert an die Berufung des Heiligen und bildet ein besonderes Hoffnungszeichen, da es nicht nur von der Passion, sondern auch von der österlichen Perspektive der Auferstehung kündet. Der Querbalken stellt das leere Grab dar, wo die Engel den Betrachter fragen „Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten?“, am oberen Längsbalken wird Christus von den Chören der Engel empfangen, wenn er zu seinem Vater heimkehrt. Für ihn besonders eindrücklich, so Bischof Rudolf, sei das Paradox der Darstellung der geöffneten Seitenwunde, aus der Blut und Wasser fließen. Jesus ist tot und doch lebt er, die geöffneten Augen blicken auf den Betrachter. Franziskus habe sich vom Herrn anblicken lassen und wurde zu einem seiner überzeugendsten und glaubwürdigsten Boten des Glaubens, der Liebe und der Hoffnung.
Text und Fotos: Martin Jäger
(jas)












