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Osternacht 2006 im Regensburger Dom

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(pdr) „Der Herr, er ist auferstanden. Ja, er ist wahrhaft auferstanden. Halleluja“ rief Bischof Gerhard Ludwig über 2000 Gläubigen in der Osternacht im Hohen Dom Sankt Peter zu. Vier Erwachsene wurden durch das Sakrament der Taufe in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen, empfingen die Firmung und gingen erstmals zur Heiligen Kommunion.
Die feierliche Osternacht wurde mit dem Entfachen des Osterfeuers vor dem Dom begonnen. In einer festlichen Prozession wurde die entzündete Osterkerze in den dunklen Dom mit dem dreimaligen Lichtruf „Lumen Christi“ getragen. Dies wurde mit dem„Deo gratias“ der Gläubigen bestätigt. Im Glanz unzähliger Lichter sang der Diakon das Exsultet, den großen Lobgesang auf die Osternacht: „Dies ist die selige Nacht, in der Christus die Ketten des Todes zerbrach und aus der Tiefe als Sieger emporstieg“. In den alttestamentlichen Lesungen erinnerten die Lektoren an Gottes Führung bevor die ganze Festgemeinde in das feierliche Gloria einstimmte. Nach der Epistel erklang mit dem Halleluja der Ruf vor dem Evangelium. „Lumen Christi. Das Licht strahlt auf“ betonte Bischof Gerhard Ludwig in seiner Predigt. Christus sei aufgeleuchtet in der Kirche und in unseren Herzen. Dieses Osterlicht leuchte hinein in den Morgen. Jetzt sei das Neue endgültig geworden, der Ostermorgen breche an und das Halleluja werde gesungen. Ostern, die Auferstehung Jesu von den Toten sei kein Mythos oder eine Legende, die zu schön ist um wahr zu sein. Vielmehr sei die Auferstehung Jesu Christi ein reales Ereignis, das nur Gott bewirken konnte. Aus der Gottverlorenheit seien wir hinein genommen in die Auferstehung. Und dies werde am Jüngsten Tag vollendet. Zuvor aber müsse der Auferstandene in unser Leben, in unser Herz kommen. Was vor 2000 Jahren geschehen sei, das werde konkret in einer Zeichenhandlung, in der Sendung des Heiligen Geistes durch die Taufe und Firmung. Alle Gläubigen im Dom könnten im Anschluss miterleben, wenn vier Erwachsene das Sakrament der Taufe empfangen. „Sie sind Söhne und Töchter Gottes“ betonte der Bischof. Die Widergeburt aus Gott zeige: „Wir heißen Kinder Gottes und sind es“. Das sei das Mysterium der Taufe. Bei der anschließenden Firmsalbung werde der Name des Firmlings ausgesprochen und gesagt: „Sei besiegelt mit der Gabe Gottes, dem Heiligen Geist“. Bei der Eucharistiefeier dürfen die Neugetauften und Neugefirmten erstmals zum Tisch des Herrn gehen. „So werden sie ganz und gar in das österliche Geschehen miteinbezogen“ resümierte Bischof Gerhard Ludwig und wies darauf hin: „Wir sind die geliebten Kinder Gottes. Gott hat uns in diesen Sakramenten in die Gemeinschaft seines Lebens und seiner Liebe aufgenommen. “. Alle Gläubigen hier im Dom würden in dieser Nacht ihren Glauben erneuern und die Neugetauften mit hineinnehmen in die Familie der Kirche, in die Gemeinschaft von Brüdern und Schwestern. Jesus als der gute Hirte führe seine Kirche. „Und alle sind wir verbunden durch das Band der Liebe, den Heiligen Geist“ erläuterte der Bischof. Als Kirche Gottes sollen wir bekennen, dass der Tod keine Macht mehr habe, sondern überwunden sei. „Der Herr, er ist auferstanden. Ja, er ist wahrhaft auferstanden. Halleluja. Amen“ rief der Bischof abschließend seinen Ostergruß.
Nach der Predigt traten die Täuflinge Li-Na Chang-Posch (Regensburg, Dompfarrei St. Ulrich), Mario Holweg (Hailing, Pfarrei Leiblfing Mariä Himmelfahrt), Steffen Jahn (Thalmassing, Pfarrei Sankt Nikolaus) und Annika Wilhelm (Mindelstetten, Pfarrei Sankt Nikolaus) zu Bischof Gerhard Ludwig. Nach der Heiligenlitanei sprachen die Täuflinge das Glaubensbekenntnis uns empfingen „im Wasser der Taufe das neue Leben“. Ihre Paten überreichten ihnen die brennenden Taufkerzen und begleiteten sie anschließend zur Firmspendung.
Musikalisch gestaltet wurde die Liturgiefeier von den Regensburger Domspatzen unter der Leitung von Domkapellmeister Roland Büchner und der Choralschola unter der Leitung von Karl-Heinz Liebl sowie Domorganist Prof. Franz Josef Stoiber an der Orgel.