News Bild Ordensleute im Bistum bereiten sich mit Ordenstag auf die Seligsprechung von Eustachius Kugler vor

Ordensleute im Bistum bereiten sich mit Ordenstag auf die Seligsprechung von Eustachius Kugler vor

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(pdr) Am vergangenen Samstag hat in Regensburg erneut der Ordenstag stattgefunden, an dem rund 160 Ordensleute und Mitglieder geistlicher Gemeinschaften teilnahmen. In diesem Jahr lautete das Thema „Leben und Wirken des Dieners Gottes. Frater Eustachius Kugler (1867-1946). Ein Zeuge der barmherzigen Liebe Gottes“. Organisiert wurde das Ereignis vom Referat Orden-geistliche Gemeinschaften im Bischöflichen Ordinariat.

Am 4. Oktober 2009 wird der Diener Gottes Frater Eustachius Kugler in Regensburg selig gesprochen. Papst Benedikt XVI. hatte am 17. Januar 2009 die Anerkennung des Wunders ratifiziert, das auf die Fürsprache Eustachius Kuglers zurückgeführt wird. Er beautragte die Kongregation für Heilig- und Seligsprechungsverfahren, dies in einem Dekret zu verkünden. Dies ist die erste Seligsprechung in Bayern, seitdem Benedikt XVI. 2005 entschieden hat, dass er Seligsprechungsfeiern in der Regel nicht mehr selbst leitet und diese in den Heimatdiözesen der neuen Seligen stattfinden sollen.

Ziel des diesjährigen Ordenstages war es nun, das Leben und Wirken des Barmherzigen Bruders näher kennenzulernen und sich auf die Seligsprechung vorzubereiten. Das Treffen der Ordensleute fand am Gedenktag der seligen M. Teresa von Jesu Gerhardinger, Gründerin der Armen Schulschwestern, statt. Außerdem beteten die Ordensleute an diesem Tag für den Heiligen Vater, der „als Pilger des Friedens im Heiligen Land eine schwierige Mission hat“, so Ordinariatsrätin Maria Luisa Öfele, die das Referat Orden leitet.

Zunächst wurde am Samstag in der Basilika St. Emmeram in Regensburg die Eucharistie mit Pater Leodegar Klinger OH als Hauptzelebranten gefeiert. Pater Leodegar sprach in mehreren Vorträgen über das Leben und Wirken Eustachius Kuglers, der 1867 im oberpfälzischen Neuhaus bei Nittenau geboren wurde und sich 1883 beim Sturz von einem Baugerüst eine lebenslange Behinderung zuzog. 1925 wurde Frater Eustachius zum Provinzial der Bayerischen Ordensprovinz gewählt. Das Amt füllt er 21 Jahre lang bis zu seinem Tod 1946 aus. Nach 30 Verhören durch die Gestapo brach Eustachius Kugler zusammen.

Er habe mit Ernsthaftigkeit das Ziel verfolgt, sich nicht mit einem Weg der Mittelmäßigkeit in der Nachfolge Christi zu begnügen. „Er wollte in Treue und Liebe die Spuren Jesu nachgehen“, so Pater Leodegar. Er sei zwar ein schweigsamer Mensch gewesen. Aber er habe sich vor Gott ausgesprochen und alles mit ihm besprochen, bevor er Entscheidungen traf. „Sein Verantwortungsbewusstsein als Barmherziger Bruder, als Prior und als Provinzial gegenüber den kranken und pflegebedürftigen Menschen war ihm ins Herz geschrieben“, erklärte Pater Leodegar weiter.