News Bild „Ohne Erneuerung der Ordensgemeinschaften keine Erneuerung der Kirche“

„Ohne Erneuerung der Ordensgemeinschaften keine Erneuerung der Kirche“

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(pdr) Am vergangenen Sonntag hat Bischof Gerhard Ludwig im Hohen Dom St. Peter eine Pontifikalvesper mit den Ordensleuten und Geistlichen Gemeinschaften zum Tag des gottgeweihten Lebens gefeiert. Zugleich wurden der neue Domdekan, Finanzdirektor Robert Hüttner, der neue Domkapitular, Generalvikar Michael Fuchs, und der neue Domvikar, Rainer Schinko, in ihre Ämter eingeführt. Dompropst Dr. Wilhelm Gegenfurtner gab die Ernennungen im Rahmen des Vespergottesdienstes bekannt. Domdekan Hüttner, Domkapitular Fuchs und Domvikar Schinko bekannten öffentlich den katholischen Glauben und legten den Treueeid ab. Bischof Gerhard Ludwig überreichte den Ernannten die Zeichen ihres neuen Amtes. Zusammen mit dem Dompropst und dem Senior des Domkapitels, Domkapitular Hermann Hierold, gab der Regensburger Bischof ihnen sodann den Friedensgruß. Anschließend nahmen der neue Domdekan, der neue Domkapitular sowie der neue Domvikar ihre Plätze im Chorraum ein.

Im Rahmen der Predigt während der Vesper griff Bischof Gerhard Ludwig das Thema Liebe auf, das Papst Benedikt XVI. in seiner ersten Enzyklika „Deus Caritas est“ behandelt. „Die Liebe ist kein äußerliches Gebot, das uns überfordern würde, vielmehr wärmt sie die Menschen und entzündet die Charismen, damit die Gläubigen sie annehmen können. Die Charismen dienen dem Aufbau der Kirche und der Ausbreitung des Reiches Gottes in der Welt“, erklärte der Regensburger Bischof. Anhand der verschiedenen Dimensionen der Liebe – Eros, Philia und Agape – zeigte Bischof Gerhard Ludwig auf, dass diese drei Ausformungen der Liebe wiederholt gegeneinander gestellt wurden, „als ob Glaube und Nächstenliebe, Sakramente und soziales Tun ein Widerspruch wären“.

Der Bischof verwies auf die Aktualität des Lebens gemäß den evangelischen Räten der Ehelosigkeit, der Armut und des Gehorsams: „Der Gehorsam ist nichts anderes als die Angleichung an den Gehorsam Jesu Christi am Ölberg, die Angleichung unseres Willens an den Heilswillen Gottes.“ Die Ehelosigkeit wiederum sei mehr als ein Nicht-Verheiratetsein. Vielmehr gebe der Unverheiratete um des Himmelreiches willen alles, was in ihm ist, um das Wachsen des Gottesreiches zu fördern. „Ohne eine innere Erneuerung der Ordensgemeinschaften gibt es keine Erneuerung der Kirche“, fasste Bischof Gerhard Ludwig den Tag des gottgeweihten Lebens zusammen.