News Bild „Nicht nur virtuell, sondern real“ – wie der Heilige Geist verbindet

„Nicht nur virtuell, sondern real“ – wie der Heilige Geist verbindet

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„Der Heilige Geist ist das richtige social media. Er führt zur wahren Gemeinschaft, zum gelingenden Leben mit Gott“, hat Bischof Rudolf Voderholzer am Ende seiner Predigt zu den 59 Firmlingen der Pfarreien Sankt Konrad, Sankt Pius und Sankt Vin-zent aus Landshut erklärt. Sie empfingen am Freitag in der Pfarrkirche Sankt Konrad das Sakrament der Firmung. Die jungen Christen waren gut vorbereitet durch Pfarrer Thomas Kratzer, Pfarrer Stephan Rödl, Pfarrer Abraham Nellickal und Gemeinderefe-rentin Christina Zwick. Durch besondere Projekte und vor allem auch die intensive Beschäftigung mit den sieben Gaben des Heiligen Geistes in der heutigen Zeit hatten sie den Glauben tiefer kennengelernt. Nun waren sie in der festlich geschmückten Pfarrkirche versammelt und ihre Paten, Eltern, Geschwister und teilweise Großeltern hatten sie zu diesem besonderen Festtag begleitet.

„Leben in Fülle, das erbitten wir uns vom Heiligen Geist, um als frohe und mutige Zeugen des Glaubens durchs Leben zu gehen“, erläuterte Bischof Rudolf Voderholzer. Die Firmung bedeute auch die Vertiefung des Glaubens in der Kraft des Heiligen Geistes, der in der ganzen Welt weht. „Sperrt die Augen und Ohren des Herzens weit auf für die Botschaft Gottes“, lautete die Bitte des Bischofs an die Firmlinge, die er für die Vorbereitungszeit lobte. Auf die Bedeutung und Inhalte des Glaubens und den Bezug zur Firmung ging der Oberhirte in seiner Predigt detaillierter ein. Während mit der Taufe die Eltern den christlichen Glauben für ihr Kind festlegen, bekräftige die Firmung die Entscheidung des Jugendlichen selbst für eben diesen Glauben. Angesichts des italienischen Wortes „firma“, das übersetzt „Unterschrift“ oder „Bestätigung“ heißt, verdeutlichte der Bischof den Begriff Firmung. „Ihr setzt heute selbst eure Unterschrift unter das, was ihr von euren Eltern empfangen habt – ihr bekennt den Glauben an den lebendigen und dreieinigen Gott.“ Vieles werde kleinen Kindern in die Wiege gelegt, von den Eltern vorgegeben: der Name, der Wohnort, das Haus, der Kindergarten, die Muttersprache und eben auch der Glaube. „Es ist gut, es ist das Beste, dass wir unserem Kind auch den Glauben mitgeben, der mir wichtig ist“, resümierte der Bischof mit Blick auf die Entscheidungsfreiheit der Eltern.

Heute sei nun der Tag der eigenen Entscheidung, der Tag der „firma“, der Bekräftigung der die Vorgabe der Eltern gekommen. Es sei die Freiheit und Würde des beginnenden Erwachsenenlebens, nicht alles ungefragt zu übernehmen: sich zum Glauben bekennen, ja zu sagen. „Mit Herzblut, mit dem eigenen Glauben wird unterschrieben. Laut und vernehmlich, voller Dankbarkeit und Freude soll das Ja erschallen“, betonte der Regensburger Oberhirte und versicherte den Firmlingen, dass Gott ihren Namen kennt: „Er vergisst dich nicht, er hält seine schützende Hand über dich, komme was da mag.“ Und er teilte die Beobachtung den jungen Leuten mit, wenn er beispielsweise an Bushaltestellen vorbeikomme und sehe, dass jeder nur auf sein Handy schaut. „Ja warum redet man nicht miteinander, untereinander?“ fragte Bischof Rudolf. Er habe nichts gegen die „social media“, er frage sich aber, was da sozial sei. „Seid kritisch. Überlegt euch, was ihr dem Internet anvertraut“, warnte er, und sprach sich für einen vernünftigen Umgang mit den sozialen Medien aus. Eindringlich ermunterte Bischof Rudolf zur Gemeinschaft untereinander, zur Begegnung miteinander in Jugendgruppen, Gebetsgemeinschaften oder beim Ministrieren.

Es traten die Firmlinge und ihre Paten nach vorne. Bischof Rudolf tauchte den rechten Daumen in das geweihte Chrisam und zeichnete auf die Stirn des Firmlings das Kreuzzeichen, sprach den Vornamen des Firmlings sowie die Worte „Sei besiegelt mit der Gabe Gottes, dem Heiligen Geist“.

Die Firmlinge waren durch den Lektorendienst in die liturgische Gestaltung eingebunden, sprachen aber auch herzliche Begrüßungs- und Dankesworte. Den musikalischen Bestandteil der Liturgiefeier gestaltete die Band „Zeitlos“ mit dem Projektchor unter der Leitung von Gemeindereferentin Christina Zwick. Die Orgel hatte Christine Fürbaß übernommen. Nach dem Segnen der Andachtsgegenstände und dem Pontifikalsegen des Bischofs fand der feierliche Auszug statt. Hier sorgte der Pfarrgemeinderat für einen Sektempfang und für Firmlinge, Eltern und Paten bot sich die Gelegenheit zum Gespräch mit Bischof Rudolf.