News Bild Neues Pfarrhaus in Regensburg Schwabelweis erhält den deutschen Ziegelpreis

Neues Pfarrhaus in Regensburg Schwabelweis erhält den deutschen Ziegelpreis

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Bereits zum zweiten Mal schrieb das Ziegel Zentrum Süd in Kooperation mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit bundesweit den Deutschen Ziegelpreis aus. Die Preisverleihung fand am 6. Februar 2015 im Haus der Architektur in München statt. In der Kategorie Sonderpreise wurde unter anderem  der Neubau des Pfarrhauses in Regensburg Schwabelweis durch den Architekt Michael Feil prämiert. Denn die Förderung des Nachwuchses war einer der Schwerpunkte. Der junge Architekt Michael Feil erhielt den Sonderpreis Nachwuchs für sein symbolhaft bedachtes und auch im Grundriss kreuzförmig ausgelegtes Pfarrhaus. Es wurde von der Jury als kraftvolles Beispiel eines sorgfältig konzipierten und detaillierten Gebäudes ausgewählt. Der Verfasser wurde als vielversprechendes Nachwuchstalent gefeiert.

Die Begründung der Jury: „Bei 7 Projekten, die für einen Nachwuchspreis in Frage kamen, entschied sich die Jury einstimmig für dieses markante Pfarrhaus, das im Stadtteil Schwabelweis nördlich der Donau im Nordosten Regensburgs anstelle des alten Pfarrhauses entstand. Zentral gelegen zeigt es seine sakrale Nutzung symbolhaft durch die Kreuzform des mit Ziegeln eingedeckten Daches und dokumentiert sie mit firsthohen Giebeln in alle vier Himmelsrichtungen. Der Grundriss des Pfarrhauses, das auch das Pfarramt aufnimmt, ist streng kreuzförmig und erlaubt flexible Nutzung im Erd- und Obergeschoss in allen acht, gleich großen Räumen.

Auch die mit Putzfaschen versehenen Öffnungen ordnen sich einem beeindruckend schlüssigen System unter: Alle Öffnungsflügel sind durchgehend aus Holz, ebenso die Eingangstür, während die Belichtung aller Räume durch festverglaste Elemente bewerkstelligt wird. Die handwerkliche Ausprägung der sorgfältig detaillierten Bauteile nimmt Bezug auf regionale Tradition, zeit sich jedoch klar und modern. 42,5 cm dicke, hochwärmedämmende Ziegelaußenwände, beidseitig verputzt, erreichen bei diesem kompakten Haus, kombiniert mit einer Wärmepumpe mit Geothermie mit traditioneller Fensterlüftung einen Energieeffizienzstandart, der etwa dem eines Effizienzhauses 70 entspricht.

Die Jury ist sehr angetan von der Kraft des sorgfältig durchdachten Bauwerks und schätzt den bei diesem einfachen Gebäude zum Ausdruck kommenden ausgeprägten Gestaltungswillen des jungen Architekten. Die Förderung von Nachwuchstalenten ist ein besonderes Anliegen dieser Jury.“

Nähere Informationen zum Deutschen Ziegelpreis