News Bild Neues Niederwinklinger Pfarrheim durch Bischof Rudolf gesegnet

Neues Niederwinklinger Pfarrheim durch Bischof Rudolf gesegnet

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Groß und klein war am Sonntag auf den Beinen, um Bischof Rudolf Voderholzer zu begrüßen. Der Regensburger Diözesanbischof war gekommen, um das neue Pfarrheim zu segnen. Wehende Fahnen, Blasmusik von den Winklinger Musikanten, singende Kindergartenkinder und herzliche Begrüßungsworte durch Ministranten, Pfarrer Franz Wiesner, Kirchenpfleger Xaver Gilch und Bürgermeister Ludwig Waas waren die äußeren Zeichen des Festtages. Das neue Pfarrheim präsentierte sich im strahlenden Sonnenlicht mit einem farbenfrohen Blumenteppich, gelegt durch den Obst- und Gartenbauverein, festlich geschmückt für die kirchliche Segnung.

Beim Gottesdienst freute sich Bischof Rudolf über die außerordentlich schöne Ausmalung der Pfarrkirche mit biblischen Szenen sowie über die brennenden Apostelleuchter, die darauf hinweisen, dass heute der Bischof als Nachfolger der Apostel gekommen ist.

In seiner Predigt nahm Bischof Rudolf Bezug auf das Sonntagsevangelium vom Gleichnis des Samens, der auf unterschiedlichen Boden fällt. Dabei erläuterte er ein Relief aus seiner "Kaplanskirche" in Traunreuth, die einen Sämann zeigt, der mit ausladenden Armen den Samen aussät. Bischof Rudolf verwies auf den Ambo, an dem das Wort Gottes als Same ausgestreut wird. "Und auch der Bischof muss Hörer des Wortes Gottes sein" betonte er und erklärte damit, warum er sich bei der Verkündigung des Evangeliums unterhalb des Ambos gestellt hatte. "Es ist kein Zufall, dass der Schöpfergott es so eingerichtet hat, dass wir zwei Ohren aber nur einen Mund haben" zitierte er den erst kürzlich verstorbenen Kardinal Joachim Meisner. "Erst hinhören, dann sprechen - darum geht es im Evangelium" resümierte der Bischof. Das Wort Gottes möchte die Menschen erreichen und so wie der Boden Mineralien hat, so möchte auch das Samenkorn des Wortes wachsen.

 

Anhand verschiedener Beispiele gab Bischof Rudolf praktische Hinweise was passiert, wenn der Samen auf felsigen Boden fällt oder kleine Pflänzchen aufgehen, dann aber aufgrund mangelnder Pflege wieder umfallen. Als Vorbild in der Kirche nannte er Maria, durch deren Jawort Jesus, der Sämann, geboren wurde und sein Wort ausstreuen konnte. "Seid ebenso wie Maria ein fruchtbarer Humus, damit das Wort Gottes keimen, wachsen  und Frucht bringen kann, um in die Welt hinausgetragen zu werden" rief Bischof Rudolf seinen Zuhörern zu. Das neue Pfarrheim solle zur Gemeinschaft der Pfarrei beitragen und Heimat sein für alle. Allerdings sei die Pfarrkirche das erste Pfarrheim, das bergende Heim, und die sonntägliche Eucharistiefeier sei das wichtigste Pfarrfest. Damit die sonntägliche Aussaat auf fruchtbaren Boden fällt, sei es für Gruppen und Verbände wichtig sich zu treffen. Im neuen Pfarrheim können sie "Bodendüngung", geistliche Bodenpflege betreiben und dabei die Erfahrung machen "Wer glaubt ist nie allein". Bischof Rudolf freute sich und zeigte seine Dankbarkeit, dass es in Niederwinkling auch einen Bibelkreis gibt, der die Heilige Schrift liest und dem Evangelium auf die Spur kommen will. Er dankte allen Planern, Arbeitern und Finanzierern des neuen Pfarrheims und wünschte, dass die Winklinger ein guter Boden für die Aussaat des Evangeliums werden und reiche Frucht bringen.

Die Eucharistie feierte Bischof Rudolf am Altar mit Pfarrer Franz Wiesner, Pater Witold vom Bogenberg, Pfarrvikar Andreas Ring und Pfarrer Georg Prösl (ehemals Niederwinkling). Anschließend führte der Kirchenzug zum neuen Pfarrheim, das sich harmonisch an Kirche und Friedhof mitten in der Ortsmitte anschließt. In seinem Segensgebet bat Bischof Rudolf, dass dieses Haus helfe, den Auftrag Gottes zu erfüllen und dass alles, was in diesem Haus geschieht, dem geistlichen Wachstum der Gemeinde dient. Kirchenpfleger Xaver Gilch wünschte, dass das neue Pfarrheim ein Ort des Zusammentreffens von Alt und Jung werden soll und mit Leben erfüllt wird. Er freut sich, dass der veranschlagte Kostenrahmen von 875.000,-- Euro nicht überschritten wurde und die Maßnahme mit einem Zuschuss von 400.000,-- Euro durch die Bischöfliche Finanzkammer und 150.000,-- Euro seitens der Gemeinde Niederwinkling finanziert werden konnte.