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Zur Neuigkeit
Neuer Wolfgangweg von Pfullingen nach Regensburg nun als Radttour möglich
Ein Weg, der Geschichten erzählt
Regensburg, 24. Juni 2026
Der heilige Wolfgang ist Patron des Bistums und wurde vor 1100 Jahren in Pfullingen geboren. In der ganzen Region wird er besonders verehrt. In der Emmeramsbasilika befindet sich sein Grab und eine ihm geweihte Krypta. 2024 feierten Gläubige seinen 1100. Geburtstag. Damals wurde bereis ein neuer Pilgerweg eröffnet, der den Geburtsort des Heiligen in Pfullingen mit Regensburg verbindet. Nun konzipierten engagierte Gläubige diese Route auch für Fahrräder.
Zahlreiche Pilger gingen den rund 330 Kilometer langen Weg bereits ganz oder in Etappen zu Fuß. Sie besuchten dabei Wolfgangsorte und Wolfgangskirchen entlang der Route. Die Kleinstadt Pfullingen in Baden-Württemberg liegt auf der schwäbischen Alb, in direkter Nachbarschaft zu Reutlingen. Auch in Pfullingen steht eine Kirche, die dem heiligen Wolfgang geweiht ist. Einige Gläubige und erfahrene Pilger und Wanderer aus dem Ort hatten die Idee, einen Pilgerweg bis Regensburg zu erstellen.
Erste Pilgertour mit Bischof
Die Verantwortlichen rund um Wolfgang Bothe arbeiteten bereits seit 2022 an der Route. Der erfahrene und begeisterte Pilger legte mit seiner Frau schon mehr als 10.000 Kilometer auf Pilgerwegen zurück. Mit weiteren Gläubigen plante er den neuen Wolfgangweg akribisch und fachkundig. Dabei reaktivierten sie ein seit dem Mittelalter bestehendes Wegenetz und wanderten an diesen uralten Strecken entlang. Zum Erfahrungsaustausch trafen sie sich vorab mit den Betreibern anderer Pilgerstrecken, etwa in St. Wolfgang in Österreich. Die erste Pilgertour fand im Oktober 2024 statt und endete am Grab des Heiligen Wolfgang in Regensburg. Bischof Rudolf Voderholzer begleitete die Pilger damals auf der letzten Etappe und feierte einen Gottesdienst in der Wolfgangskrypta.
Fahrradweg orientiert sich am Fußweg
An Fahrradfahrer dachte das Pilgerteam aus Pfullingen zunächst nicht. Doch von Anfang an traten Freunde mit der Idee an sie heran, auch eine Pilgerradtour zu ermöglichen. Die orientiert sich nun am Fußweg und führt an zahlreichen Kirchen und Kapellen entlang. 20 Impulstafeln werden auch von den Radlern angesteuert. „Es gibt Wege, die Geschichten erzählen“, schwärmt Jürgen Fritsch. Der Lichtensteiner wandert nicht so gerne, fährt aber begeistert auf seinem E-Bike. Er fuhr den neuen Wolfgang-Radweg bewusst alleine in fünfeinhalb Tagen. „Man würde die Strecke auch in drei Tagen schaffen, aber es geht um Komteplation und Genuss, nicht um Schnelligkeit.“
Der Radpilgerweg führt über die schwäbische Alb mit einigen Anstiegen und Ausblicken. Die Tagesetappen umfassen maximal 70 Kilometer und liegen dann weitgehend an der Donau. Genutzt wird der Donauradweg, die Radler streifen Kehlheim und Weltenburg und nähern sich schließlich Regensburg. „Die Einfahrt nach Regensburg gehört zu den schönsten Momenten der Reise“, schwärmt Jürgen Fritsch. Er kennt und liebt die mittelalterliche Altstadt sowie die Ermmeramsbasilika. „Der Wolfgang-Radweg verbindet vieles, was eine gelungene Mehrtagestour ausmacht“, erklärt Fritsch. Ruhige Radwege würden hier verbunden mit kulturellen und religiösen Schätzen. Die ausgearbeitete Tour enthält Informationen zur fahrradfreundlichen Hotels. Für den Rückweg wird die Bahn empfohlen. Ambitionierte Radpilger schildern die Fahrt auf dem neuen Pilgerradweg als rundherum schöne Erfahrung.

Text: Claudia Erdenreich
(kw)
Weitere Infos
Alle Informationen sind verfügbar auf: www.wolfgangweg.eu






