Neue sakrale Architektur in historischer Substanz - Exkursion nach Augsburg

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Am Samstag, 26. Oktober hatte die Katholische Erwachsenenbildung (KEB) Kelheim, Regensburg-Stadt und Regensburg Land unter dem Thema „Neue sakrale Architektur in historischer Substanz“ zu einer Exkursion nach Augsburg eingeladen. Anhand von drei ausgewählten Beispielen sakraler Architektur in Augsburg wurde exemplarisch der Umgang mit historischer Bausubstanz veranschaulicht. Die fachliche Begleitung und eine Einführung im Bus auf dem Weg nach Augsburg übernahm Bischöflicher Baudirektor Paul Höschl.

 

St. Anna und Lutherstiege

St. Anna ist nicht nur aufgrund seiner besonderen Bedeutung für die Ökumene ein Ort von herausragendem historischen Format. Auch im Hinblick auf die Kunstwerke, die in der Kirche beheimatet sind, stellt die Kirche ein Kulturerbe von europäischem Rang dar. So findet sich dort die Grablege der Fugger als erster Renaissancebau nördlich der Alpen. Seit Mai 2013 versammelt sich die Gemeinde in der Mitte des Hauptschiffes um einen neu gestalteten Abendmahlsaltar, gestaltet vom Künstlerehepaar Lutzenberger aus Bad Wörishofen. Referenten waren die Künstlerin Frau Lutzenberger und Brunhilde Thomae.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

St. Max

Der Auftrag zum Wiederaufbau der katholischen Stadtpfarrkirche St. Max wurde nach Kriegsende an einen der renommiertesten Kirchenbaumeister vergeben, der in Regensburg die Wolfgangskirche gebaut hat. Dominikus Böhm entwarf zunächst einen Kirchenbau mit 4 Türmen. Ein zweiter, kostengünstigerer Entwurf sah einen quadratischen Grundriss vor. Realisiert wurde schließlich ein schlichter, längsgerichteter Kirchenbau, der sich bis heute in seiner ursprünglichen Gestaltung in der Handschrift Dominikus Böhms erhalten hat. Die Führung dort hatte Bischöflicher  Baudirektor Paul Höschl.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

St. Moritz

Von 1945 bis 1950 realisierte Dominikus Böhm gleichzeitig zum Projekt St. Max auch den Wiederaufbau der katholischen Stadtpfarrkirche St. Moritz in der Augsburger Innenstadt. In zehnjähriger Planungszeit wurde die Kirche nun zum Knotenpunkt der Cityseelsorge Augsburgs. Für die umfassende Neugestaltung wurde der Londoner Stararchitekt John Pawson beauftragt. Pawson ist ein Meister des Minimalismus - dies konnte er mittlerweile bereits mehrfach auch im Sakralbau unter Beweis stellen. Die Neugestaltung der Moritzkirche ist stark beeinflusst durch das von Pawson im Jahr 2004 fertiggestellte Trappistenkloster im tschechischen Novy Dvur. Dorthin plant die KEB im kommenden Jahr bereits die vierte Fahrt. Renate Braun vom Pfarrgemeinderat St. Moritz, die das Projekt von Anfang an mitbegleitet hat, führte durch die Kirche und berichtete von der engen und interessanten Zusammenarbeit der Pfarrei mit dem Stararchitekten.