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Neue Orgel in Wörth a. d. Donau geweiht

Sie ist die Königin der Instrumente

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Wörth a. d. Donau, 06.06.2022

„Ein ganzes Orchester wirkt hier zusammen“, hat Bischof Rudolf Voderholzer am Pfingstmontag in der Stadtpfarrkirche St. Petrus in Wörth an der Donau gesagt. Er war zum Pastoralbesuch in die Stadtpfarrei gekommen und weihte mit großer Freude die neue Orgel. Pfarrer Johann Baier hatte herzliche Begrüßungsworte für den Bischof, den Bischöflichen Kaplan Konrad Maria Ackermann, den Ruhestandspfarrer Lorenz Schnitt, für Pastoralreferentin Marion Dauerer, Bürgermeister Josef Schütz, die Orgelbaufirma Jann, den Orgelbauvereinsvorsitzenden Heinz Hohmeier, Kirchenpfleger Ekkehard Hollschwandner sowie Vertreter von Stadtrat, Kirchenverwaltung und Pfarrgemeinderat.

Gleich nach der liturgischen Eröffnung fand die Weihe der neuen „Formklang-Orgel“ statt. Dazu ging Bischof Rudolf Voderholzer mit dem liturgischen Dienst auf die Empore, sprach die Gebete, erteilte den Segen mit Weihwasser und inzensierte mit Weihrauch. Direkt im Anschluss erklang die Orgel das erste Mal im Rahmen des Gottesdienstes. Norbert Ziegler nutzte dabei die ganze Bandbreite des Instruments und so waren die ganz hohen und die ganz tiefen Töne zu hören.

Ein ganzes Orchester wirkt zusammen

In seiner Predigt betonte Bischof Rudolf, dass der Pfingstmontag ein guter Tag für die Weihe der neuen Orgel sei. Denn ein Sinnbild für den Heiligen Geist sei der Atem und der Wind. Ohne das Atmen kann der Mensch nicht leben. Und so wie der Mensch die Atemluft brauche, um zu leben, zu sprechen und zu singen, so brauchen auch Instrumente den Atem. Der Bischof führte dabei besonders die Blech- und Holzblasinstrumente auf. „Dazu gehört auch die Orgel. Ein ganzes Orchester wirkt hier zusammen“, betonte er.

Die Orgel sei nicht einfach nur irgendein Instrument neben anderen, sondern sie werde hoch geschätzt in der Liturgie. Dies habe auch das II. Vatikanische Konzil bekräftigt mit dem Wunsch, dass ihr Klang den Glanz der kirchlichen Zeremonien wunderbar steigern und die Herzen mächtig zu Gott und zum Himmel emporheben möge.

Die Orgel als Königin der Instrumente

„Die Orgel erfüllt den Kirchenraum wie kein anderes Instrument“, bekräftigte der Bischof und nannte die Orgel ein Symbol für das Zusammenwirken – so wie auch Pfingsten ganz im Zeichen des Zusammenkommens steht. Die Orgelbaukunst nannte er ein „wunderbares Handwerk“ und sprach seinen Dank an die Mitarbeiter der Firma Jann aus, die all ihr handwerkliches Können und all ihre Liebe in den Bau und das Stimmen der Orgel eingebracht haben. 1.454 Pfeifen verleihen nun den gottesdienstlichen Feiern eine besondere Würde und Festlichkeit. Auch Pfarrer Johann Baier, der ein leidenschaftlicher Orgelspieler ist, freute sich sehr über das neue Instrument.

Bei der neuen Orgel wurden die Lisenen sowie Teile der Ornamentik des alten Orgelgehäuses integriert. Das Instrument verfügt über 24 Register und fünf Transmissionen. Mechanische Tontraktur und elektrische Registeranlage sind integriert. Für einen modernen, zukunftsweisenden Bedienkomfort wurde die Orgel mit einer elektronischen Setzeranlage mit 4.0000 Kombinationen ausgestattet. Orgelspiel vom leisesten Flüstern bis hin zum großartigen Brausen des ganzen Instruments ist möglich. Der Feinschliff der Intonation konnte erst am Samstag abgeschlossen werden und wurde von Organist Norbert Ziegler gewürdigt, der sagte: „Ich habe selten so eine gut intonierte Orgel gespielt.“

Die mitfeiernden Jugendlichen ermutigte der Bischof zum Erlernen des Orgelspielens und betonte: „Musiker werden nie arbeitslos.“ „Wenn alles zusammenstimmt, erleben wir ein Stück vom Himmel“, sagte der Bischof desweiteren.

Pfarrer Johann Baier nannte es eine Aufgabe aller Pfarrangehörigen, dass die Orgel nun zum Strahlen kommt. Sie sei ein Geschenk an die künftigen Generationen.

Dank für alle Mühen in der Pfarrei

Der Dank des Bischofs ging an Norbert Ziegler, der die Orgel spielte, sowie an den Kirchenchor unter der Leitung von Renate Hirschberger und an die Bläserformation „Blechtett“ unter der Leitung von Klaus Ixmeier. Pfarrer Johann Baier dankte er im Besonderen für seine seelsorgliche Arbeit. Sein Dank ging aber auch an Pastoralreferentin Marion Dauerer, die Ministranten, Mesner, an Kirchenverwaltung und Pfarrgemeinderat, an alle, die Sorge tragen um die Kirche und Zeugnis vom Glauben und der Hoffnung geben, die sie erfüllt.

 

Text und Fotos: Irmgard Hilmer