News Bild „Nachhaltig und mit Leidenschaft“ – Prälat Peter Hubbauer wurde aus dem Seelsorgeamt verabschiedet

„Nachhaltig und mit Leidenschaft“ – Prälat Peter Hubbauer wurde aus dem Seelsorgeamt verabschiedet

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Generalvikar Michael Fuchs sagte: „Die Seelsorge ist die Muttersprache der Kirche.“ Bischof Rudolf Voderholzer erklärte: „Die innerste Triebfeder eines Seelsorgesamtes ist es mitzuhelfen, alle Kräfte und Kompetenzen zu bündeln, alle denkbaren Hilfestellungen zu finden, dass die getauften und gefirmten Gläubigen über ihren Glauben reden können.“

23 Jahre an der Spitze des Seelsorgeamtes

Prälat Peter Hubbauer, der 23 Jahre an der Spitze des Seelsorgeamtes stand und am Mittwochnachmittag im Alter von 70 daraus verabschiedet wurde, beschrieb sein stetes Anliegen in der Rückschau mit den Worten: „Ich wollte immer ein Seelsorger bleiben. Die Gefahr eines Amtes ist, dass der Amtsschimmel mitunter überhand nimmt. Ich habe versucht, kein Verwalter zu werden.“ Eine sehr große Anzahl an Mitarbeitern aus der – so jetzt neubenannten – Hauptabteilung Seelsorge war gekommen sowie nicht zuletzt viele Polizisten, darunter ein aktiver wie auch ein Polizeipräsident i.R.

Zahlreiche Tätigkeitsfelder

In einem Festakt im Diözesanzentrum Obermünster hat Bischof Voderholzer Prälat Hubbauer für sein Wirken bedankt und einen „nicht zu unruhigen Ruhestand“ gewünscht. Er erinnerte an die zahlreichen Tätigkeitsfelder und Einsatzorte des Verabschiedeten, die ein breites Spektrum umfasst: etwa die Umsetzung der Ergebnisse des Diözesanforums in den 1990er Jahren oder die Einteilung künftiger Seelsorgeeinheiten – überall habe Prl. Hubbauer „mit Leidenschaft und nachhaltig gewirkt sowie Spuren hinterlassen“.

Die Wallfahrt: Ein Herzensanliegen

Eigens hob Bischof Voderholzer die Organisation der Feier der Ehejubiläen im Hohen Dom St. Peter sowie anschließend im Kolpinghaus Regensburg hervor, bei der der Leiter des Seelsorgeamtes regelrecht ins Schwärmen geraten sei. Ähnliches gelte für die Feier der Aufnahme der Erwachsenen in den Kreis der Taufbewerber. „Das hat uns selbst sehr ermutigt.“ Nicht zuletzt verwies Dr. Voderholzer auf die Tatsache, dass der Prälat an einem 13. Mai und damit an einem zentralen Fátima-Tag geboren wurde. Auch das Thema Wallfahrt liegt Prl. Peter Hubbauer sehr am Herzen.

Bereits in seiner Predigt hatte Bischof Dr. Rudolf Voderholzer die nachdenklich stimmende Frage gestellt, ob „wir“ noch heute die Bezeichnung „Christen“ von Menschen außerhalb erhalten würden. Im Gegensatz zu den Selbstbezeichnungen der Christen als „die Heiligen“ oder „der neue Weg“ in der Antike war ihnen der Begriff „Christen“ von außen her zugekommen. Bischof Voderholzer: „Frühe Christen ließen sich lieber totschlagen als dass sie sich von Christus losgesagt hätten. Würden uns die Menschen heute noch Christen nennen?“

Für das Pontifikalamt, das der Bischof zuvor in der Hauskapelle des Diözesanzentrums Obermünster gefeiert hatte, war das Formular „Für die Ausbreitung des Glaubens“ herangezogen worden, um, wie der Bischof sagte, „uns zu stärken“. Domkapitular Thomas Pinzer wünschte der Bischof für sein weiteres Wirken als Leiter der Hauptabteilung alles Gute.

Hier hören Sie, was Prälat Peter Hubbauer persönlich über seinen Ruhestand sagt:

Prälat Peter Hubbauer: Sein Leben und Wirken

13.05.1946 geboren in Frauensattling (Pfarrei Binabiburg)

01.07.1972 Priesterweihe in Regensburg

01.09.1972 Kaplan in Weiden-Herz Jesu

01.05.1977 Bundesgrenzschutzseelsorger, nebenamtlich Benefiziumsprovisor in Ganacker

01.09.1984 Pfarrer in Deggendorf-St. Martin

1988-1993 Dekan im Dekanat Deggendorf

19.10.1992 Regionaldekan in der Region III Straubing-Deggendorf (bis 31.08.1993)

01.09.1993 Domvikar

01.09.1993 Leiter des Seelsorgeamtes (Forumssekretär für die Dauer des Diözesanforums)

01.08.1997 Wahl durch das Domkapitel und Ernennung durch den Bischof zum Domkapitular

01.09.1997 Beauftragter für die Polizeiseelsorge in der Diözese Regensburg

01.09.1997 Beauftragter für die Männerseelsorge (bis 31.08.2015)

01.09.1997 Geistlicher Beirat der katholischen Männergemeinschaften Diözesanverband Regensburg (bis 31.12.2015)

01.09.1997 Geistlicher Beirat des päpstlichen Missionswerks der Frauen in Deutschland (PMF) (bis 31.12.2015)

20.11.2006 1. Vorsitzender des Institutum Marianum Regensburg e.V.

01.09.2014 Rector ecclesiae für die Hauskapelle im Diözesanzentrum Obermünster

Weitere Ämter und Aufgaben:

Vertreter des Bistums in der Mitgliederversammlung des Bayerischen Pilgerbüros und

Vizepräsident des Bayerischen Pilgerbüros e.V.

Mitglied im Bauausschuss

Mitglied im Diözesan-Vermögensverwaltungsrat und Brauereiverwaltungsrat

Mitglied der Kommission für kirchliche Kunst

Diözesanreferent für Weltkirche

Mitglied der Konferenz "Weltkirche" der Deutschen Bischofskonferenz

Diözesandirektor des Kindermissionswerkes "Die Sternsinger"

Diözesandirektor von Missio - Internationales Katholisches Missionswerk (Ludwig Missionsverein) KdöR

Mitglied im Zentralrat von Missio München

Diözesanvertreter im Raphaelswerk e.V.

Diözesanvertreter bei Renovabis

Geborenes Mitglied im Priesterrat (Bistumsleitung)

Mitglied im Ständigen Ausschuss des Priesterrats

Mitglied im Diözesanpastoralrat (von Amts wegen)

Vorsitzender der Liturgiekommission

Mitglied im Stiftungsrat der Hochschule für Kirchenmusik und Musikpädagogik

Mitglied in der Prüfungskommission für Kapläne und pastorale Mitarbeiter/innen

Ausländerseelsorge

Mitglied in der zentralen Prüfungskommission von Theologie im Fernkurs (ThiF) in der Domschule Würzburg

Ehrenkommissar der Polizei