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Zur Neuigkeit
Mittelpunkt der Wirtschaft ist der arbeitende Mensch – nicht der Algorithmus
KAB fordert verbindliche Leitlinien für den Umgang mit KI
Regensburg, 03.06.2026.
Die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung Deutschlands (KAB) begrüßt die erste Enzyklika von Papst Leo XIV. „Magnifica humanitas – Über die Bewahrung des Menschen im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz“ als wichtigen Beitrag zur menschenwürdigen Gestaltung digitaler Arbeit.
Die KAB beschäftigt sich seit längerem mit den Auswirkungen Künstlicher Intelligenz auf die Arbeitswelt und hat dazu eine eigene Projektgruppe KI eingerichtet. Bereits im vergangenen Jahr hat der Verband eine Diskussionsgrundlage dazu erarbeitet und veröffentlicht.
Hervorzuheben ist aus Sicht der KAB, dass Papst Leo XIV. die Enzyklika ausdrücklich als Gesprächsangebot versteht. Auch die katholische Soziallehre verfüge nicht über „ewige Wahrheiten“, sondern müsse ihre Antworten immer wieder neu im gesellschaftlichen Dialog entwickeln.
„Dies versteht die KAB als klaren Appell, sich aktiv in die Debatte um Künstliche Intelligenz einzubringen. KI muss dem Gemeinwohl dienen und darf nicht vorrangig Konzerninteressen folgen. Technische Entwicklungen bleiben immer eine Frage gesellschaftlicher Verantwortung“, so Kurt Schmidt, Sprecher der Projektgruppe KI.
Die KAB fordert deshalb verbindliche soziale Leitlinien für KI: Starke, aktiv mitgestaltende Beteiligung an der gesellschaftlichen Diskussion über eine wertebasierte Regulierung von KI, Schutz vor digitaler Überwachung, Transparenz im Umgang mit Daten sowie eine konsequent gemeinwohlorientierte Regulierung digitaler Plattformen und Systeme, etwa auf Grundlage des europäischen AI Acts. Ziel ist die Übersetzung sozialethischer Grundprinzipien wie Solidarität und Gerechtigkeit in die digitale Arbeits- und Lebenswelt.
Künstliche Intelligenz ist Werkzeug, aber nicht der Maßstab menschlicher Würde.
Text: KAB Deutschland
Foto: AdobeStock_greenbutterfly
(chb)
Weitere Infos
Die KAB ist ein kirchlicher Sozial- und Berufsverband mit 175-jähriger Geschichte. Bundesweit und in internationalen Netzwerken macht sie sich für die Interessen und Rechte von Arbeitnehmer stark – unabhängig von deren Konfession.




