News Bild Mitbrüderlicher Austausch beim Priesterseniorenstammtisch

Mitbrüderlicher Austausch beim Priesterseniorenstammtisch

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"Mit großer Freude bin ich zum Stammtisch der Ruhestandspfarrer in der Region Straubing in den Gäubodenhof gekommen. Danke für die Gastfreundschaft, die köstliche Agnes-Bernauer-Schnitte und den brüderlichen Austausch" schrieb Bischof Dr. Rudolf Voderholzer am Donnerstagnachmittag in das Gästebuch vom Hotel Gäubodenhof in Straubing und gab damit eine Kurzfassung über den Nachmittag. Erstmals war er zu den Priestersenioren gekommen, die sich jeden 3. Donnerstag im Monat zur geselligen Runde treffen. "Mal sind wir mehr, mal weniger" resümierte Pfarrer Michael Bauer, als Sprecher der Priesterseniorenrunde und betonte, dass jederzeit alle aus dem Großraum Straubing-Bogen kommen dürfen. Gerade im vergangenen Jahr seien mehrere Priester verstorben, die zum festen Stamm der Priesterseniorenrunde gehörten. Namentlich erinnerte er dabei an BGR Josef Schmaißer als "Senior" der Runde.

Dank für Engagement der Ruhestandspfarrer

Herzlich dankte der Bischof Pfarrer Michael Bauer für den wichtigen Dienst des "sich Kümmerns" um die pensionierten Priesterkollegen, die sich zum mitbrüderlichen Austausch treffen. Die Ruhestandsgeistlichen Berthold Helgert, Franz Schmid, Michael Bauer, Josef Hiebl, Adolf Nießner und Ludwig Bumes berichteten dem Bischof von ihren früheren Wirkungsstätten und zeigten auch, mit wieviel Engagement sie in den Pfarreien mithelfen. Einen ""Schnuppertag" absolvierten Regionaldekan Jakob Hofmann und Dekan Johannes Plank beim Seniorentreffen, wenn es auch bei letzterem noch lange dauern wird. In lockerer Runde wurden Themen wie die Straubinger Krippen oder auch BGR Franz Schmid als "Christbaumpfarrer von Wallersdorf" besprochen. Mit Sorge wurde auf die Pressenachrichten vom zurückgehenden Religionsunterricht, Kirchenaustritten oder auch dem Rückgang von Erstkommunion und Firmungen geblickt. Zentrales Straubinger Thema war das Karmelitenkloster und das Zusammenwirken mit der Universität. Bischof Rudolf betonte u.a. wie wichtig es sei, dass die indischen Patres ein gutes klösterliches Leben führen können und dafür auch die benötigten Räume zur Verfügung haben. Erfreut hörte der Bischof, dass sich die indischen Patres Jim, Anil und Paul sehr gut eingelebt haben und auch herzlich von der Straubinger Bevölkerung angenommen werden. Gerne erklärte Bischof Rudolf die Bedeutung einer "Universitätskirche", in der die Semestereröffnungs- und Schlussgottesdienste sowie Liturgiefeiern im Rahmen der Universität gefeiert werden. Dabei erinnerte er auch an so bedeutende Universitätsprediger an der LMU in München wie Romano Guardini, Eugen Biser und Prof.em.Dr. Ludwig Mödl.

 

Demonstration für das Leben

Über seine Erfahrungen beim "Marsch für das Leben" in Berlin berichtete der Bischof eindrucksvoll und betonte, dass hier nicht gegen jemanden demonstriert wird, sondern "für" das Leben, dass hier positiv gedacht wird und Hilfen aufgezeigt werden. Thematisiert wurden auch die Ermittlungen gegen einen Diözesanpriester wegen des Vorwurfs des sexuellen Missbrauchs, die im Juli 2019 bekannt wurden. Bischof Rudolf stellte klar, dass die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Regensburg eingestellt wurden, da sich die Anschuldigungen des Anzeigeerstatters nach der Durchführung intensiver Ermittlungen und zahlreicher Zeugenvernehmungen als haltlos und nicht bestätigt erwiesen haben. Es wurden erhebliche Zweifel an der Glaubhaftigkeit festgestellt. Am kommenden Sonntag wird der Pfarrer nach der Beurlaubung mit allen Vollmachten wieder in seiner Pfarrei durch den Generalvikar eingesetzt. "Seine Pfarrei hat in der Zeit der Beurlaubung regelmäßig den Rosenkranz gebetet. Das fand ich ein großartiges Zeichen" erklärte Bischof Rudolf und betonte, dass die Maßnahmen der Bistumsleitung mit der Beurlaubung und Anzeigenerstattung bei der Staatsanwaltschaft notwendig und richtig waren. Zum Abschluss des Priesterseniorenstammtisches dankte Pfarrer Michael Bauer dem Bischof für sein Kommen und den informativen Austausch. "Bei Gelegenheit gerne wieder einmal" sagte Bischof Rudolf bevor sich die Gruppe zum Erinnerungsfoto vor dem Stadtturm und der Dreifaltigkeitssäule positionierte