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Unsere Gesichter der Woche - Heute: Mesnerin Lucia Gehringer

Mesnerin Lucia Gehringer: „Den Menschen dienen, und Gott“

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Regensburg / Bamberg, 22. Dezember 2022.

Es beginnt hiermit die neue Serie  „Mitarbeiter der Woche“ - in diesem Falle allerdings genauerhin:  „Mitarbeiterin der Woche“, denn Prof. Dr. Veit Neumann hat dafür Mesnerin Lucia Gehringer eine ganze Zeit lang bei ihrem Tun begleitet. In Bild und Buchstabe sollen die vielfältigen Tätigkeiten der Mesnerin in der Pfarrei St. Albertus Magnus in Regensburg annähernd wiedergegeben oder doch, soweit es Bild und Buchstabe ermöglichen, vorgestellt werden. Aber lesen Sie selbst ...

Sie war einst so viel in der Kirche, dass sie dachte: „Da könnte ich gleich ganz für sie da sein.“ Das sagt, rückblickend, Frau Lucia Gehringer, die in der Pfarrei St. Albertus Magnus Regensburg seit Januar 2022 Mesnerin ist und außerdem auch wiederholt im Dom St. Peter einen Aufsichtsdienst versieht. Und so hat die Kirche sie von Bamberg nach Regensburg geführt. In der Oberfranken-Metropole war sie zuvor anderen Tätigkeiten nachgegangen, zuletzt auch schon als Mesnerin. In diesem Rahmen hatte Frau Gehringer einen dreiwöchigen Mesnerkurs in Freising besucht. Aus diesem Kurs ergab sich ihr Engagement in Regensburg. „Jetzt ist das eine Berufung“, ergänzt die Oberfränkin, die sich an der Donau merklich wohlfühlt, die Beschreibung ihres eigenen Werdegangs: „Das ist jetzt meine Welt.“ Überhaupt empfindet es L. Gehringer als eine „ganz große Ehre“, in den genannten Kirchen „den Menschen dienen zu dürfen, und auch Gott“.

Auf Fühlung mit Gewändern

Das kommt nicht von ungefähr, denn: „Das Schönste ist der Kontakt mit den Menschen.“ Allerdings gibt es über den Menschen hinaus einiges Weitere konkret zu bewegen; in St. Albertus Magnus die Vorbereitung der Gottesdienste und das anschließende „Aufräumen“, stets auf Fühlung mit Gewändern und Büchern.

Ohne Uhr und Handy

Was sie sonst noch bewegt? „Ich bin gerne in der Natur“, sagt Frau Gehringer und fährt mit der Beschreibung fort: „Es ist so ein Aufnehmen der Natur Gottes. Daraus schöpfe ich Kraft für den Alltag, was ich übrigens sehr genieße.“ Geistliche Zugänge sucht bzw. hat Lucia Gehringer auch nicht wenige. Wiederholt geht sie im unterfränkischen Münsterschwarzach auf Exerzitien bei dem bekannten Benediktiner P. Anselm Grün, und eine unvergessliche Erfahrung waren auf alle Fälle ihre Wüstenexerzitien 2016 in Jordanien, die die geistliche Gemeinschaft Emmanuel veranstaltete. „Zwölf Tage ohne Uhr und Handy, das war schon was!“, erinnert sich L. Gehringer, die gewiss gerne an Bamberg (und seinen Dom) denkt, „Regensburg“ aber nicht minder schätzt. Dem Wallfahrtsort Vierzehnheiligen unweit von Bamberg ist sie von Herzen verbunden - dem „Gottesgarten“ am Obermain, als welcher der geistlich geprägte Landstrich traditionell besungen wird.

Tatort-Fan

Doch zurück zur „Wüstenerfahrung“, die prägend für die aufgeschlossene Neu-Regensburgerin war. Geschlafen wurde im Freien. Anfang März kann es dort recht kühl werden. So lässt sich Gott näher kommen, schließlich beeindruckt auch die Natur, Gottes Schöpfung, und ihre Vielfalt uns Menschen sehr. A propos Natur: Hunde mag Frau Gehringer, Katzen dagegen eher weniger. Sie wandert und schwimmt recht gerne. Sie ist ein Fan des „Tatort“, aber nicht der neuen Folgen, wie sie sich ausdrückt.

Zwischen Dom und Donau

Nochmal: Bamberg oder Regensburg? „Ich weiß nicht, was schöner ist.“ Jede Stadt habe ihren eigenen Charme, weiß die engagierte Mesnerin, die zwischen Dom und Donau wohnt. Auf alle Fälle sagt Lucia Gehringer schon jetzt, nach weniger als zwei Jahren: „Die Menschen, die ich in Regensburg kennengelernt habe, sie sind für mich Kirche.“ Prof. Dr. Veit Neumann