News Bild „Mit Mut Partei gegen den Zeitgeist und für die Menschen ergriffen“ - Bischof erinnert an die Enzyklika „Mit brennender Sorge“

„Mit Mut Partei gegen den Zeitgeist und für die Menschen ergriffen“ - Bischof erinnert an die Enzyklika „Mit brennender Sorge“

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(pdr) In seiner Predigt am Palmsonntag im Hohen Dom zu Regensburg erinnerte der Regensburger Bischof an Pius XI. Enzyklika „Mit brennender Sorge“, die vor 70 Jahren von 12.000 katholischen Kanzeln im Deutschen Reich verlesen wurde und die eindrucksvoll die „grundsätzliche Feindschaft“ der nationalsozialistischen Reichsregierung gegen Christus und die Kirche feststellte. Bischof Gerhard Ludwig drückte seine Dankbarkeit dafür aus, dass damals Papst Pius XI., sein Staatssekretär Eugenio Pacelli, der spätere Papst Pius XII., sowie weitere Mitarbeiter an der Enzyklika wie der Münchner Erzbischof Michael Kardinal Faulhaber „mit Mut Partei gegen den Zeitgeist und für die Menschen ergriffen“.

Der Regensburger Bischof erklärte, die totalitäre Auffassung von Staat, Volk und Rasse im Nationalsozialismus widerspreche der kirchlichen Verkündigung von der Liebe Gottes des Vaters, von der Gnade des Sohnes und von der Gemeinschaft des Heiligen Geistes völlig. „Über aller staatlichen Macht steht Gottes Gebot“, so der Bischof. Das Neuheidentum im 20. Jahrhundert mit seiner Gottlosigkeit, Gnadenlosigkeit und Lieblosigkeit gebe es auch heute, allerdings in anderer Gestalt. Die Gottlosigkeit des Neuheidentums führe in allen Bereichen stets zu einem „mangelnden Respekt vor der Würde des Menschen“. Dagegen verkünde die Kirche die gleiche Würde aller Menschen, egal welcher Herkunft und Rasse, so der Bischof.

Dem Pontifikalamt voraus ging die Feier des Einzugs Christi in Jerusalem mit einer Palmprozession aus dem Hof des Niedermünsters zum Dom. Zuvor hatte Bischof Gerhard Ludwig die Palmzweige gesegnet.