News Bild Mit Christus Brücken bauen – nach Myanmar: Besuch von Bischof Felix Lian Khen Thang (Bistum Kalay, Myanmar) bei Bischof Rudolf Voderholzer

Mit Christus Brücken bauen – nach Myanmar: Besuch von Bischof Felix Lian Khen Thang (Bistum Kalay, Myanmar) bei Bischof Rudolf Voderholzer

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Myanmar zu Gast auf dem 99. Katholikentag in Regensburg - Stipendienprogramm des Bistums Regensburg für Myanmar – Vorträge zur Situation der Katholiken in der früheren Militärdiktatur u.a. am 18. März 2014 in Bad Gögging

Am vergangenen Freitag besuchte Bischof Felix Lian Khen Thang aus dem Bistum Kalay Bischof Rudolf Voderholzer und schilderte die gegenwärtige Situation für die Katholiken in seinem Bistum seit dem Beginn des politischen Transformationsprozesses in Myanmar. Seine Analyse: Nach Jahrzehnten der Militärdiktatur kommen aus Myanmar, dem früheren Birma, heute hoffnungsvolle Signale für eine Veränderung –denn auch für die Christen war unter vielerlei Hinsicht die Vergangenheit in diesem buddhistisch geprägten Land nicht einfach.

Gleichzeitig freute er sich darüber, dass das Land Myanmar auf dem 99. Katholikentag in Regensburg vertreten sein wird: Denn Erzbischof Charles Bo von Yangon wird beim Katholikentag auf Einladung von Bischof Rudolf teilnehmen. Er ist Teilnehmer am Podium „Christen bauen Brücken für die Zukunft in Myanmar. Ein Land im Umbruch und der Beitrag der Kirche“ am Freitag, 30. Mai von 11 bis 12.30 Uhr an der Universität im Hörsaal 4 im Zentralen Hörsaalgebäude.

Zum Hintergrund des Stipendienprogramms des Bistums Regensburg für Myanmar

Seit über zehn Jahren unterstützt das Bistum Regensburg bereits die Katholische Kirche in Myanmar mit einem Stipendienprogramm für Laien. Mit etwa 700.000 Katholiken bei einer geschätzten Bevölkerung von weit über 50 Millionen machen die Katholiken nur gut ein Prozent der Bevölkerung aus. Die Christen insgesamt kommen auf etwa 5 % Bevölkerungsanteil. Nicht nur die Minderheitensituation ist für die Christen ein Problem. Auch die Tatsache, dass die meisten Christen in entlegenen Bergregionen leben, die jahrzehntelang von Bürgerkriegen heimgesucht waren, und in denen sehr schlechte Schulbedingungen herrschen, bestimmt die Lebenssituation der Christen. Oftmals leben sie seit Jahrzehnten als Flüchtlinge in Lagern in Nachbarländern oder innerhalb der Landesgrenzen. Da in den vergangenen Jahrzehnten von Universitäten und Studenten immer wieder Widerstand gegen die menschenverachtende Regierung organisiert wurde, blieben die Universitäten manchmal jahrelang geschlossen und junge Menschen konnten ihr Studium nicht beginnen oder fortsetzen. Zudem wurden die Abschlüsse für ein Weiterstudium im Ausland nicht anerkannt. Da die katholischen Familien zum Großteil aus armen Verhältnissen stammen, war für viele trotz eines zum Studium qualifizierenden Schulabschlusses die Arbeit mit den Eltern auf den Reisfeldern die einzige Lebensperspektive.

Auf diesem Hintergrund startete das Bistum Regenburg zusammen mit den Bistümern in Myanmar, der kirchlichen Assumption-Universität der Montfort-Brothers in Bangkok und dem Katholischen Akademischen Ausländerdienst (KAAD) im Jahr 2001 ein gemeinsames Projekt. Katholische Laien sollten in Thailand die Möglichkeit zu einer qualifizierten akademischen Ausbildung erhalten. Die Universität erlässt die ansonsten sehr hohen Studiengebühren und das Bistum Regenburg übernimmt die Kosten für Unterkunft, Verpflegung und Begleitung der Studierenden in Bangkok. Der KAAD mit seinen Erfahrungen mit Stipendiaten aus aller Welt an deutschen Universitäten organsiert Auswahl und studienbegleitende Betreuung. Bisher kamen über 40 Studierende in den Genuss des Programms.

Drei Ziele des Projektes

Neben der Förderung der persönlichen Lebenschancen der Stipendiaten verfolgt das Programm zwei weitere Ziele. Die Unterstützung der Bistümer durch das erworbene Fachwissen und die Ausbildung von Laien, die qualifiziert an der Entwicklung der Gesellschaft mitwirken sollen. Die Stipendiaten verpflichten sich, nach Studienabschluss zwei Jahre als "Freiwillige" für ihre Diözesen zu arbeiten. Sie unterstützen als Computer-Fachleute oder im Management ihre Diözesen, unterrichten als Englischlehrer in kirchlichen Bildungseinrichtungen oder unterstützen die Caritas auf verschiedenen Feldern. Oft setzen sie diese Tätigkeit in der Kirche auch danach fort. Das dritte Ziel, als katholische Laien die Gesellschaft mitzugestalten, war in Zeiten der Militärdiktatur praktisch nicht möglich. In einer sich öffnenden Zivilgesellschaft bieten sich heute dagegen christlichen Laien neue Möglichkeiten der Mitwirkung in Wirtschaft und Gesellschaft, für die sie durch das vom Bistum Regensburg und seinen Partnern ermöglichte Stipendienprogramm fachlich sehr gut qualifiziert sind.

Alle Veranstaltungen zur Birma/Myanmar:

 Der Vortrag „Mit Christus Brücken bauen nach Birma/Myanmar“ mit zahlreichen Fotos zeigt das Leben der katholischen Kirche, zu der nur 1 % der Bevölkerung gehören. Der Referent, der die letzten Jahre mehrmals verschiedene Teile des Landes und zahlreiche Diözesen besucht hat, berichtet vom Leben der Kirche unter diesen besonderen Verhältnissen und von der Arbeit, der von der Diözese Regensburg unterstützen früheren Studenten. Auch Impressionen aus dem Land, das sich nach der politischen Wende verstärkt dem Tourismus öffnen will, fehlen nicht. Die Swedagon Pagode in Yangon, die Tempelanlage in Bagan, das für uns unvorstellbar einfache Leben auf dem Land oder traumhafte Strände sind für Touristen Attraktionen in einem der ärmsten Länder der Welt.

 

Di 18.03.14, 19.30 Uhr: Bad Gögging, Kurhaus: Mit Christus Brücken bauen nach Birma/Myanmar

Mi 02.04.14, 19.00 Uhr:Saal an der Donau, Pfarrsaal: Mit Christus Brücken bauen nach Birma/Myanmar

Fr 04.04.14, 19.00 Uhr: Ihrlerstein, Pfarrsaal: Mit Christus Brücken bauen nach Birma/Myanmar

Di 24.06.14, 20.00 Uhr: Tegernheim: Mit Christus Brücken bauen nach Birma/Myanmar

Mi 05.11.14, 19.30 Uhr: Mietraching: Mit Christus Brücken bauen nach Birma/Myanmar

 

Referent:
Gregor Tautz, KEB im Landkreis Kelheim, Tel:.09443/91842-24 oder
mail: gtautz@keb-kelheim.de