mädchen steht an stranpromenade

missio München und das Bistum Regensburg besuchen Projektpartner in Madagaskar

Wo Kirche den Staat ersetzt


München/Regensburg/Antananarivo, 15. April 2026

 Mehr als Dreiviertel der Bewohner Madagaskars leben unter prekären Umständen. Nur etwa die Hälfte der Menschen hat Zugang zu Strom. Extreme Armut und schlechte Infrastruktur verhindern Bildung, was oft gerade Kinder zur Arbeit zwingt. Für zusätzliche Not sorgen die Folgen des Klimawandels, wie Dürren und Zyklone. Die katholische Ortskirche steht an der Seite der Menschen, oft als einzige verlässliche Institution in einem höchst instabilen Staat. 

Bis 25. April besucht derzeit ein Team des internationalen katholischen Hilfswerks missio München gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern des Bistums Regensburg mit Bischof Rudolf Voderholzer Projektpartnerinnen und Projektpartner von missio im Inselstaat vor der afrikanischen Ostküste. Die Delegationsreise unter der Leitung von missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber macht sich ein Bild von den großen Herausforderungen und von der wichtigen Arbeit der Kirche vor Ort. 

Zentrale Themen sind die Menschenrechte auf Bildung, auf Schutz und Würde, sowie Perspektiven im Kampf gegen die Folgen des Klimawandels. So besucht die Delegation unter anderem eine abgelegene Buschschule im Hochland und wird Einblicke bekommen in den Einsatz der Kirche in einem der größten Gefängnisse des Landes, wo bereits Kinder inhaftiert sind. Wie schnelle Nothilfe greift, erfährt die Gruppe in Toamasina. Erst im Februar hatte ein Zyklon weite Teile der Region zerstört. Das Bistum Regensburg unterstützte die Akuthilfe über missio mit 50 000 Euro. 

„Ich freue mich auf die Begegnungen, gerade auch mit den missio-Partnern, die unermüdlich im Einsatz sind für ihre Nächsten“, sagt Regensburgs Bischof Rudolf Voderholzer zum Start der Reise. „In einem Land wie Madagaskar zeigt sich, wie zentral das Engagement der katholischen Kirche an den Rändern dieser Welt ist.“ 
missio-Präsident Monsignore Huber: „Unsere Partnerinnen und Partner machen unter schwierigsten Umständen eine Zukunft möglich. Sie geben Hoffnung, Halt und Orientierung. Mehr denn je müssen wir diese Arbeit sehen, sie würdigen und besonders auch unterstützen. Gerade in Zeiten der Konflikte und Krisen ist es an vielen Orten die Kirche, die bleibt und den Unterschied macht.“

Die Delegationsreise bereitet den Monat der Weltmission im Oktober vor, die größte Solidaritätsaktion der Katholiken weltweit. 2026 rückt missio München die prekäre Situation der Menschen in Madagaskar in den Mittelpunkt. 
Der Sonntag der Weltmission, der bundesweite Abschluss des Monats der Weltmission, wird in diesem Jahr im Bistum Regensburg gefeiert, am 25. Oktober 2026.

Alle Infos unter www.weltmissionsmonat.de

Text: missio München
(jas)



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