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Meister bei der Handwerkskammer geehrt

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„Meister seines Fachs wird man nur, wenn man mit ganzer Leidenschaft seine Fähigkeiten ausbildet und seine Berufung findet“  betonte Bischof Rudolf Voderholzer bei der Verleihung der Meisterbriefe an die jahrgangsbesten Jungmeister. Für ihre Glanzleistungen in der Meisterprüfung ehrte die Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz am Freitag 21 junge Handwerksmeister des Jahrgangs 2015/2016 im Sparkassensaal in Straubing mit einer Ehrenurkunde samt Medaille.

 

Meister der Meister

„Sie haben Ihre Meisterprüfungen als Beste in Ihrem Beruf absolviert“, zollte der Präsident der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz Dr. Georg Haber den Absolventen seinen Respekt. Drei Meisterinnen und 18 Meister aus unterschiedlichen Handwerksbereichen wurde im feierlichen Rahmen der Meisterbrief ausgehändigt und dazu gratulierten zahlreiche Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Kirche. Darunter Bischof Rudolf Voderholzer, Kolping-Präses Stefan Wissel und Regionaldekan Jakob Hofmann. Bischof Rudolf beglückwünschte die 21 "Meister der Meister" als "Liebe frisch geprüfte und ernannte Meister und Meisterinnen". Mit einem Blick auf die nur wenige Meter neben dem Sparkassensaal stehende Basilika Sankt Jakob verwies der Regensburger Bischof auf die meisterlichen Arbeiten in vielen Handwerksberufen, die zum Bau aber auch zur derzeit stattfindenden Renovierung nötig sind.

 

Glück ist Nebenwirkung sinnvollen Tuns

In einer philosophisch-theologischen Reflexion blickte der Bischof auf die Bedeutung des Meisters als "Sieger und Lehrer". Dabei betonte er, dass kein Meister vom Himmel gefallen ist, sondern dass immer viel Fleiß dazu gehört. Die Berufsentscheidung sei eine der wichtigsten Entscheidungen im Leben. Dazu müsse die Berufung für den eigenen Beruf gefunden werden, eigene Charismen und Veranlagungen entdeckt werden. „Meister seines Fachs wird man nur, wenn man mit ganzer Leidenschaft seine Fähigkeiten ausbildet und seine Berufung findet“ resümierte der Bischof und meinte, wenn man dieser Berufung dann nachgeht, mache es glücklich. „Und Glück ist die Nebenwirkung eines sinnvollen Tuns, eines sinnvollen Lebens“, sagte er an die Meisterbesten gewandt. „Sie repräsentieren Ihr Handwerk. Sie können jungen Leuten ein Vorbild sein und es wird an Ihnen liegen, dass diese sagen `so möchte ich auch werden`, diesen Beruf möchte ich auch ergreifen.“ Dies sei eine schöne und verantwortungsvolle Dimension des Meisterseins, in einer mütterlichen und väterlichen Rolle. "Gott schütze und segne das ehrbare Handwerk" betonte Bischof Rudolf am Ende seines Grußwortes.

Die Auszeichnung der Meisterbesten fand im Vorfeld der alljährlichen zentralen Meisterfeier in der Straubinger Joseph-von-Fraunhofer-Halle statt, in der anschließend 1.100 Absolventen ihren Meisterbrief erhielten. Vorher wurde in der Basilika Sankt Jakob ein gemeinsamer ökumenischer Gottesdienst gefeiert.