News Bild Mehr Zeit für die Seelsorge am Menschen – Regensburger Dienstleistungsmodell entlastet von der Verwaltung

Mehr Zeit für die Seelsorge am Menschen – Regensburger Dienstleistungsmodell entlastet von der Verwaltung

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Priester im Bistum Regensburg werden von administrativer Arbeit entlastet, damit sie ihre Zeit als Seelsorger für die Menschen einsetzen können. Der Priesterrat der Diözese Regensburg begrüßte am Dienstag in Haus Werdenfels das Regensburger Dienstleistungsmodell, das sie von Verwaltungstätigkeiten entlasten soll. Der Sprecher des Priesterrats, Dekan Johann Ammer aus Pilsting, sagte: „Bisher sind zwei Bereiche erfasst, die Verwaltung von Kinderbetreuungseinrichtungen und die Betreuung von Baumaßnahmen. Beide Arbeitsfelder können die Pfarreien vollständig an Dienstleister delegieren. Kein Pfarrer muss mehr seine Zeit damit verbringen, Baufirmen zu koordinieren oder Personalprobleme im Kindergarten zu lösen. Wir müssen diesen Weg mutig weitergehen und ausbauen.“

Das Bistum Regensburg hat 400 Kindertagesstätten in pfarrlicher Trägerschaft. Bereits in 70 dieser Einrichtungen hat der Diözesan-Caritasverband die Verwaltungsaufgaben übernommen. Bei dem Regensburger Dienstleis-tungsmodell geht es um die inhaltlichen Schwerpunkte Personalwesen, Finanzwesen und Organisation der Kindertagesstätte. Für die Pfarrer bedeutet das: Sie werden weitgehend entlastet von administrativen Aufgaben, bleiben aber weiterhin verantwortlich für die Einrichtung. Beim Diözesan-Caritasverband sind zehn Geschäftsführer in Voll- oder Teilzeit beschäftigt. Ein Teil der Geschäftsführer kann eine pädagogische Qualifikation und Ausbildung vorweisen, ein anderer eine betriebswirtschaftlich-administrative. Die Pfarrer müssen sich auch nicht mehr als Bauunternehmer betätigen. Muss die Pfarrkirche renoviert oder ein neues Pfarrheim gebaut werden, können sie im Bistum Regensburg die gesamte Last der Durchführung abgeben. Als Dienstleister steht das Katholische Bau- und Siedlungswerk der Diözese Regensburg bereit. Seine Baufachleute tragen die kaufmännische und technische Baubetreuung. Sie schreiben aus, werten Angebote aus, koordinieren die unterschiedlichen Gewerke, übernehmen die Qualitätsüberprüfung und Abnahme und sorgen für die Einhaltung der Budgets.

Dekan Johann Ammer, Sprecher des Priesterrats, erklärte: „Ich kann mir vorstellen, dass wir Pfarrer um noch weitere Bereiche unserer Verwaltungsaufgaben entlastet werden. Ich denke an die Friedhofsverwaltung, den Bereich der Seniorenheime oder das Personalwesen. Den Vorteil des Dienstleistungsmodells sehe ich vor allem in dem gezielten Einsatz der Dienstleister. Als Pfarrei bleiben wir Herr des Geschehens und können alle wesentlichen Entscheidungen treffen. Ich wünsche mir, dass das Bistum Regensburg sich mit einem höheren Prozentsatz an den Kosten dieser Entlastung beteiligt.“

Während der Tagung des Priesterrats sprach die Religionsphilosophin Prof. Dr. Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz über Leib und Liturgie bei Romano Guardini.

Dekan Johann Ammer, Sprecher des Priesterrats, hebt die Bedeutung des Regensburger Dienstleistungsmodells hervor: