News Bild Mehr als 60 junge Gläubige empfangen heiliges Sakrament der Firmung

Mehr als 60 junge Gläubige empfangen heiliges Sakrament der Firmung

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Minutenlanges Glockengeläut von der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt kündete am Samstagvormittag des 29. Oktober in Schwarzenfeld ein besonderes Ereignis an: Diözesanbischof Rudolf Voderholzer war gekommen, um 37 Buben und 28 Mädchen aus der Pfarreiengemeinschaft Schwarzenfeld – Stulln das Sakrament der Firmung zu spenden. Den musikalischen Part der Feierlichkeit, gestalteten der Kath. Kirchenchor und die Gruppe „con Takt“ unter der Gesamtleitung von Michael Koch, die gleich nach dem Einzug mit den Gläubigen in das Lied „Wer glaubt ist nie allein“ einstimmten.

Nach den Begrüßungsworten von Pfarrer Heinrich Rosner sagte der Bischof „Jetzt sind wir alle da, um eine entscheidende Wegstrecke abzuschließen und eine neue zu gewinnen“. Der Bischof wies auf das dominante Rot, der „heutigen“ Gewandung der Priester hin und sagte: „Das sei kein politisches Bekenntnis sondern ein Glaubensbekenntnis. Rot steht für Feuer, für Liebe, für den Heiligen Geist. Und dass ihr begeisterte junge, frohe, überzeugte Christen werdet und für Jesus Christus einsteht. Das ist mein persönlicher Wunsch und meine Bitte, die ich verknüpfe mit dem Sakrament der Firmung.“ Mit eindringlichen Worten wandte sich der Bischof bei der Predigt an die Jugendlichen:

„Es ist 11 oder 12 Jahre her, da haben euch eure Eltern zu diesem Taufstein gebracht oder auch in einer anderen Kirche. Vielleicht habt ihr in der Vorbereitung auch über eure Taufe gesprochen. Da gibt es immer wieder Stimmen, die sagen: Eigentlich geht das ja gar nicht, dass man bei so etwas Wichtigem, wie bei der Taufe, nicht gefragt wird. Nun, so berechtigt dieser Einwand ist, so sehr müssen wir doch bedenken, dass Eltern für ihre neu geborenen Kinder vieles entscheiden. Sie wählen nach bestem Wissen einen Namen aus unter Berücksichtigung der Familientradition, den Namen, mit dem du ein Leben lang unterschreiben wirst, deinen Wohnort an dem du aufwächst, den Kindergarten, die Grundschule, alles das haben deine Eltern nach bestem Wissen und Gewissen für dich entschieden. Etwas so Persönliches, so Intimes wie deine Muttersprache hast du dir auch nicht selbst ausgesucht, womit du deine Gefühle zum Ausdruck bringst. Die Sprache ist dir von den Eltern sozusagen in die Wiege gelegt.

Vieles also wird für die Kinder erst einmal nach bestem Wissen und Gewissen vorentschieden. Eure Eltern haben damals gesagt, uns ist der Glaube, die Zugehörigkeit zu Jesus Christus so wichtig, wir wollen, dass unser Kind hineinwächst in die Kirche. Aufrichtigen Dank, dass Sie diese Entscheidung für ihre Kinder getroffen haben“! Bevor der Bischof zum Akt der Firmspendung schritt sagte er: „Jetzt wird es ernst, wenn wir gemeinsam unseren Glauben bekennen und ich bitte euch den Glauben laut zu bekennen“. Während des Glockenrufs wurde in Stille das Kommen des Heiligen Geistes erfleht. Sodann sprach der Bischof zum ersten Firmling: „Andreas, sei besiegelt durch die Gabe Gottes den Heiligen Geist. Der Friede sei mit dir“. Dabei salbte er ihn mit Chrisam und legte ihm die Hand auf.