News Bild Mantrasingen in der Krypta von St. Emmeram beim Taizégebet zur Wolfgangswoche

Mantrasingen in der Krypta von St. Emmeram beim Taizégebet zur Wolfgangswoche

Home / News

Jedes Jahr zur Wolfgangswoche findet in der Krypta von St. Emmeram Regensburg ein Taizégebet statt. Organisiert wird dieses alljährlich vom Bischöflichen Jugendamt der Diözese Regensburg und der Katholischen Jugendstelle Regensburg-Stadt, in enger Zusammenarbeit mit Jugendpfarrer Thomas Helm. Heuer war das Taizégebet am 22. Juni.

Das Taizégebet nimmt schon seit Langem einen traditionellen Platz in der Wolfgangswoche der Diözese Regensburg ein, erklärt Jugendpfarrer Helm. Es ist ein meditativer Abschluss des Tages, der durch Singen und Beten zur gemeinsamen Stille, zur inneren Einkehr führt. Gesungen werden beim Taizégebet Mantras: Einfache "Klangkörper", die sich durch repetitives Rezitieren im eigenen Bewusstsein manifestieren sollen. Die Mantras bei der Wolfgangswoche wurden auf Lateinisch, in deutscher als auch in englischer Sprache gesungen. Mit ihnen soll sich "die Glaubenswahrheit einprägen", so Helm. Der Jugendpfarrer hat das Taizégebet auch im Priesterseminar eingeführt, dort findet es einmal im Monat statt.

 

Ruhe und Zuversicht

Die Atmosphäre der unterirdisch liegenden Wolfgangskrypta hat das Taizégebet zusätzlich zu einem Erlebnis der Ruhe und Ausgeglichenheit gemacht. Dafür sorgte auch die Band "Omnes Gentes" mit Gitarrenbegleitung zu den Gesängen. Kinder, viele Jugendliche und Erwachsene fanden sich ein, um gemeinsam zu feiern. Im Ohr geblieben ist dabei sicherlich vielen das letzte Mantra:

"Meine Hoffnung und meine Freude,
meine Stärke, mein Licht,
Christus, meine Zuversicht,
auf dich vertrau ich und fürcht mich nicht,
auf dich vertrau ich und fürcht mich nicht."

 

Das Taizégebet wirkt nach

Mit dieser Zuversicht und einem Gefühl der inneren Ausgeglichenheit ging es dann nach Hause, anders als bisher: Normalerweise steht nach dem Taizégebet ein Zusammenkommen für alle an. Für die anwesenden Mitarbeiter des Bischöflichen Jugendamtes und der katholischen Jugendstelle hieß es stattdessen "Abrissparty". Mit einem letzten Abend in den bisherigen Räumen des Diözesanzentrums Obermünster feierten sie gemeinsam den Umzug in die neuen Räume im ehemaligen evangelischen Krankenhaus am Emmeramsplatz. Das schöne Wetter und das Bürgerfest vor den Toren der Krypta boten für die Gäste jedoch viele Möglichkeiten, den Abend noch weiter gemeinsam ausklingen zu lassen.