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Zur Neuigkeit
Märtyrer des Monats: Bartolomé Blanco Márquez vor 90 Jahren erschossen
Linke Milzen töteten katholischen Gewerkschafter
Frankfurt / Regensburg, 1. Oktober 2026
Bartolome Márquez verweigerte den Kriegsdienst in den linken, sich selbst „republikanisch“ nennenden Milizen; er tat dies aus Gewissensgründen, die in seinem Glauben wurzelten. Der erst 21-Jährige wurde daraufhin festgenommen und am 24. September ins Gefängnis der Stadt Jaén verlegt, die auch von diesen Kräften kontrolliert wurde. Im Schnellverfahren bekannte er sich unerschütterlich zu seinem Glauben. Das Gericht verurteilte ihn zum Tode. Am 2. Oktober 1936 durchsiebten die Kugeln eines Erschießungskommandos seinen Körper.
Bartolomé Blanco Márquez kam am 25. November 1914 in Pozoblanco im Norden Andalusiens in einer Arbeiterfamilie zur Welt. Als Bartolomé erst drei Jahre alt war, erkrankte seine Mutter an der Spanischen Grippe und verstarb daran. Im Alter von zwölf Jahren verlor der Junge auch noch seinen Vater. So kam es, dass Bartolomé bei Onkel und Tante aufwuchs. Frühzeitig verließ er die Schule, um das Handwerk des Stuhlmachers zu erlernen, das sein Onkel ausübte. Mit 16 Jahren kam er im Oratorium der örtlichen Salesianer Don Boscos unter, wo er sich als arbeitender Jugendlicher weiterbilden konnte. Dort erwies sich Bartolomé als lerneifrig und schon bald darauf war er als Katechet im Einsatz. Mit bereits 18 Jahren wurde er für das Amt eines Sekretärs in der Katholischen Aktion ausgewählt. Es dauerte nicht lange, bis er auf höheren Ebenen dem Arbeiterapostolat diente, zum Delegaten der katholischen Gewerkschafter berufen wurde und schließlich international mit katholischen Arbeiterorganisationen aus Frankreich, Belgien und den Niederlanden zusammenarbeiten durfte.
Der Weg zum Blutzeugnis
Am 17. Juli 1936 begann der Militärputsch gegen die Zweite Spanische Republik. Márquez leistete zu der Zeit Militärdienst in der Stadt Cádiz, die die Putschisten sehr früh unter ihre Kontrolle brachten. Sein Heimatort Pozoblanco hingegen stand während des Bürgerkriegs loyal zur Republik. Erst Ende März 1939 wurde der Ort schließlich von den Streitkräften Francisco Francos eingenommen. Am 18. August 1936 befand sich Márquez in Pozoblanco, wohin er wohl arglos zurückgekehrt war. Dort verweigerte den Kriegsdienst in den nunmehr linksextrem unterwanderten republikanischen Milizen; er tat dies aus Gewissensgründen, die in seinem Glauben wurzelten. Der erst 21-Jährige wurde daraufhin festgenommen und am 24. September ins Gefängnis der Stadt Jaén verlegt, die auch von linken Kräften kontrolliert wurde.
Im Schnellverfahren bekannte er sich unerschütterlich zu seinem Glauben. Das Gericht verurteilte ihn zum Tode. Am 2. Oktober 1936 verließ er barfuß seine Zelle, um Christus ähnlicher zu sein, wie er bekannte, küsste noch seine Handschellen und wandte sich dem Erschießungskommando zu: „Wer für Christus stirbt, muss dies mit dem Gesicht nach vorne und mit entblößter Brust tun. Es lebe Christus, der König!“ So lauteten seine letzten Worte, bevor die Kugeln Bartolomé Blanco Márquez durchsiebten.
Das Ausmaß des Roten Terrors im Spanischen Bürgerkrieg von 1936 bis 1939 war gewaltig: Er gilt als die größte und blutigste antiklerikale Verfolgung auf europäischen Boden. Allein 6.832 katholische Bischöfe, Priester, Seminaristen und Ordensleute fielen den oftmals erschreckend brutalen Gewalttaten zum Opfer, zudem noch viele Laien, die sich offen zu ihrem katholischen Glauben bekannt hatten. Viele von ihnen wurden einfach nur verdächtigt, die Rebellion des Militärs zu legitimieren oder gar aktiv zu unterstützen. Die radikal-säkulare Religionspolitik unter Premierminister Manuel Azaña, ab Mai 1936 dann Präsident, hatte zu einer unüberwindbaren Spaltung beigetragen. Darüber hinaus gab es noch die Opfer der nationalistischen Seite, Christen, die sich eindeutig nicht durch diese Kräfte vereinnahmen ließen und unerschrocken bis in den Tod ihrem Glauben treu blieben.
Tausende Märtyrer
Die katholische Kirche begann während des Pontifikats Johannes Pauls II., sich mit vielen Blutzeugen aus der Phase des Spanischen Bürgerkriegs intensiv auseinanderzusetzen. Dieser Papst war persönlich Zeitzeuge zweier totalitärer Schreckensherrschaften und wohl daher besonders dem Gedenken an die Märtyrer dieser Despotien zugewandt. Seit Ende der achtziger Jahre stellte Rom nun spanische Märtyrer der Zeit ab 1936 als Glaubensvorbilder vor. Es kam schließlich zu kirchlichen Feiern der Superlative: Am 28. Oktober 2007 die bis dahin größte Seligsprechung der Kirchengeschichte von 498 spanischen Märtyrern. Bartolomé Blanco Márquez war eines dieser Opfer.
Am 13. Oktober 2013 wurde diese Feier noch durch eine Erhebung von weiteren 522 Märtyrern „zur Ehre der Altäre“ übertroffen. Und dies sind lediglich zwei Beispiele der Anerkennung durch Rom. Der Bürgerkrieg begann vor 90 Jahren und in den ersten Monaten geschahen wohl die meisten der Martyrien aus dieser Phase der spanischen Geschichte. An dieser Stelle werden künftig noch weitere Beispiele von Blutzeugen aus jener Zeit vorgestellt.
Michaela Koller
(sig)




