News Bild Leuchtturm der Inklusion: Richtfest beim Erzbischof Buchberger Zentrum in Straubing

Leuchtturm der Inklusion: Richtfest beim Erzbischof Buchberger Zentrum in Straubing

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Die Inklusion behinderter Kinder und Jugendlicher voranbringen zu wollen - das beteuern viele. Wenn es jedoch darum geht Worten auch Taten folgen zu lassen – dann wird es meist schon etwas überschaubarer. Nicht so bei der Katholischen Jugendfürsorge des Bistums Regensburg (KJF). Dort setzt man sich hochmotiviert und professionell für Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung ein – wie zum Beispiel im Erzbischof Buchberger Zentrum in Straubing.

 

Renovierungsarbeiten Mitte 2019 abgeschlossen

Das Erzbischof Bucherberger Zentrum ist momentan eine riesengroße Baustelle. Denn bis Mitte 2019 soll die von der Katholischen Jugendfürsorge des Bistums Regensburg geleitete Einrichtung zuerst grundsaniert – und dann Heimat für verschiedenste inklusionsfördernde Einrichtungen der KJF werden. Nach dem Hammerschlag im November 2016, der den Beginn einer umfangreichen Bau- und Sanierungsmaßnahme markierte, feierten KJF-Direktor Michael Eibl, der Leiter der KJF-Nebenstelle in Straubing Robert Reuß und die beteiligten Einrichtungsleitungen Peter Weiß sowie Klaus Welsch mit prominenten Gästen nun das Richtfest. Die Devise für das Bauprojekt lautet: „Gemeinsam anpacken für ein inklusives Miteinander im Herzen Straubings!“

„Schön, dass wir zum Richtfest wieder alle zusammenkommen“, freute sich KJF-Direktor Michael Eibl. Er begrüßte herzlich alle Gäste, darunter auch die Ehrengäste Bürgermeisterin Maria Stelzl, Bezirksrätin und Behindertenbeauftragte Hannelore Langwieser, den stellvertretenden Landrat Franz-Xaver Eckl und MDL Hans  Ritt. Sie alle steuerten ein Grußwort bei. Ebenfalls unter den Gästen vertreten waren das ausführende Architekturbüro Knipl, Pracht und Partner aus Schwandorf mit Architekt Siegfried Knipl, das Bauunternehmen Schraufstetter GmbH & Co. KG aus Regenstauf sowie die Projektanden Loibl GmbH & Co.KG aus Stallwang und die Zimmerei Haller Holzbau Gmbh aus Plenting. Den Richtspruch verkündete deren Juniorchef Stefan Haller.

Das Erzbischof Buchberger Zentrum: Ein Vorbild für die Inklusion

Schon immer war das heutige Erzbischof Buchberger Zentrum ein Ort der Begegnung, des Miteinanders, der Bildung und Förderung. Es wurde als Bischöfliches Studienseminar 1885 vom Regensburger Bischof Ignatius von Senestrey gegründet. Nachdem die Bischöfliche Administration Anfang der 1990er Jahre die Schließung der Einrichtung wegen rückläufiger Schülerzahlen beschloss, erwarb die KJF unter Federführung ihres damaligen Direktors Prälat Dr. Josef Schweiger Gebäude und Gelände. 1995 begann Schulleiter Klaus Welsch dort mit zwei Klassen. 1999 zogen die Wohngemeinschaften St. Hildegard ein.

Heute beherbergt das Haus die Papst-Benedikt-Schule, ein Förderzentrum mit Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung, das zugehörige inklusive Kinderhaus und die Tagesstätte sowie die Wohngemeinschaften St. Hildegard. Und wenn das rd. 10 Millionen-schwere Bauprojekt auf einer Bruttogeschossfläche von 4.450 m² abgeschlossen ist, dann befinden sich im sogenannten Berlinger-Bau außerdem eine Heilpädagogische Tagesstätte, Förder- und Fachräume, Räume für Beratungen und die Verwaltung, ein integrativer Kindergarten/-krippe sowie eine Wohngruppe für 13 Bewohnerinnen und Bewohner mit einer Körperbehinderung. Weitere 4 Wohnplätze für diesen Personenkreis entstehen im Kapellenbau. Ebenfalls im fünfgeschossigen Kapellenbau wird eine Tagesbetreuung für 20 ältere Menschen (kurz: TENE) mit einer Behinderung angesiedelt. In den unteren zwei Geschossen des Kapellenbaus befinden sich Speisesaal und Küche für die Tagesstätte sowie Räume für die Nebenstelle/Ambulante Hilfen der KJF in Straubing mit ihrem Leiter Robert Reuß und die Gesamtverwaltung.

 

Kosten liegen bei rund 10 Millionen Euro – für die Menschen

Zu den ursprünglich kalkulierten Gesamtkosten in Höhe von 10.056.085 Euro für den Umbau und die Erweiterung haben sich Mehrkosten in Höhe von 120.000 Euro ergeben. Hintergrund dafür ist, dass bei den Abbrucharbeiten ein überdimensionierter Ringanker entdeckt wurde, der zurückgebaut werden muss. Zuwendungsgeber sind der Bezirk Niederbayern, die Regierung von Niederbayern und das Sozialministerium sowie die Stadt Straubing in jeweils unterschiedlichen Anteilen für die unterschiedlichen Nutzungsarten. Die Regierung von Niederbayern und das Sozialministerium tragen 3.622.926 Euro, der Bezirk Niederbayern 988.314 Euro und die Stadt Straubing 267.783 Euro der Kosten 1.991.459 Euro werden als Darlehen finanziert und 3.453.386 Euro bringt die KJF als Eigenmittel ein. Für einen Meditationsraum sind 115.443 Euro im Finanzierungsplan enthalten. Für die auf dem Gelände als Übergangslösung aufgestellten Container entstehen der KJF weitere Kosten in Höhe von 750.000 Euro.