News Bild Landeskomitee-Vorsitzender Dr. Albert Schmid macht Antrittsbesuch bei Bischof Dr. Gerhard Ludwig Müller - „Als Christen ziehen wir uns nicht ins Schneckenhaus zurück, sondern nehmen Verantwortung wahr“

Landeskomitee-Vorsitzender Dr. Albert Schmid macht Antrittsbesuch bei Bischof Dr. Gerhard Ludwig Müller - „Als Christen ziehen wir uns nicht ins Schneckenhaus zurück, sondern nehmen Verantwortung wahr“

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(pdr) Der neugewählte Vorsitzende des Landeskomitees der Katholiken in Bayern, Dr. Albert Schmid, hat am Montagnachmittag einen Antrittsbesuch bei Bischof Dr. Gerhard Ludwig Müller in Regensburg gemacht. Der Bischof rief dazu auf, sich in seinem Glauben nicht auf den eigenen Kreis zu beschränken, sondern die Botschaft der Kirche zu dem Thema soziale Gerechtigkeit gerade in Zeiten der Weltwirtschaftskrise in die pluralistische Gesellschaft zu tragen. „Anstatt der weit verbreiteten Tendenz, immer gleich nach dem Staat zu rufen, wollen und sollen wir die Gesellschaft selber mittragen“, so der Bischof: „Als Christen ziehen wir uns nicht ins Schneckenhaus zurück. Wir bilden die größte gesellschaftliche Gruppe und nehmen unsere Verantwortung wahr.“

Albert Schmid, der dem langjährigen Vorsitzenden Helmut Mangold an der Spitze des Landeskomitees nachfolgt und im Bistum Regensburg beheimatet ist, betonte die Tatsache, dass es allein in Bayern rund eine Million Gläubige gibt, die in katholischen Vereinen und Verbänden ehrenamtlich engagiert sind. Im Bistum Regensburg liege die Zahl der Ehrenamtlichen besonders hoch, so Schmid. Er sprach sich dafür aus, das Thema der Kirche und des Glaubens nicht auf zweit- und drittrangige Fragestellungen zu reduzieren, wie dies bedauerlicherweise häufig in der Öffentlichkeit geschehe.

Angesichts der Tatsache, dass der Kandidat für den Vorsitz des Zentralkomitees der deutschen Katholiken nicht das gemäß Satzung erforderliche Maß an Zustimmung durch die Bischöfe erreicht habe, sagte Schmid: „Bei uns ist es so, dass die Bischöfe in allen wichtigen Personalfragen ein gewichtiges Wort mitzureden haben.“ Er freue sich, dass sich die bayerischen Bischöfe in einem sehr positiven Sinn für ihn, Schmid, ausgesprochen haben. Seit dem Jahr 2000 wirkt der Sozialdemokrat als Präsident des Bundesamtes für Migration in Nürnberg.