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Kunst.Preis zum vierten Mal ausgeschrieben

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Der Kunst- und Gewerbeverein Regensburg e. V. und die Katholische Jugendfürsorge der Diözese Regensburg e. V. haben den Kunst.Preis zum vierten Mal aus-geschrieben.  Der Wettbewerb hat sich zu einer wichtigen Ausstellung in der Kunst-szene entwickelt, die niemand mehr missen möchte. Die vielfach ausgezeichnete Schriftstellerin Eva Demski ist Patin des Kunst.Preises: "Dieser Wettbewerb ist ein Grund zur Vorfreude. … Es wird wieder eine Menge zu entdecken geben, was den Augen der Kunstliebhaber ohne dieses öffentliche Ereignis verborgen bliebe."

Der Wettbewerb richtet sich an volljährige Personen, die in Niederbayern oder in der Oberpfalz leben, sich künstlerisch betätigen und nach den gesetzlichen Regelungen als "geistig behindert" gelten. Bis zum 1. April 2016 können Künstlerinnen und Künstler ihre Originalarbeiten einreichen. Im Mittelpunkt stehen Werke aus den Bereichen Malerei, Grafik, Fotografie, Skulptur, Plastik und Objekt. Eine achtköpfige Jury von Fachleuten aus Kunst und Kultur sichtet an zwei Tagen alle eingegangenen Arbeiten, um zu entscheiden, welche in der Ausstellung zu sehen sein werden und wer die drei Preisträgerinnen/Preisträger sind. "Wir bitten alle, die zur Teilnahme berechtigt sind, sich zu bewerben – auch die Künstler und Künstlerinnen, die vielleicht bei einem früheren Kunst.Preis nicht berücksichtigt werden konnten", unterstreicht Michael Eibl, Direktor der KJF und Jurymitglied, den Aufruf. "Sie machen wunderbare, großartige Werke, auf die wir uns schon sehr freuen", ergänzt Dr. Rudolf Ebneth, Vorstandsmitglied im Kunst- und Gewerbeverein und ebenfalls Mitglied der Jury.

Der Kunst.Preis vermittelt eine ganz andere Welt.

Der Kunst.Preis in der vierten Runde … Kennt man das nicht alles langsam schon so in etwa? Die Jury verneint entschieden. "Das Potenzial, das in den eingereichten Arbeiten zu sehen ist, überrascht immer wieder. Auch schwerst behinderte Künstler, die sich zum Beispiel nicht über die Sprache ausdrücken können, haben ihren Platz gefunden, werden besonders gesehen und beeindrucken enorm", stellt Edmund Klingshirn, Behindertenbeauftragter des Landkreises Kelheim, fest. Die Künstlerin und Heilpädagogin Renate Höning kann das nur bestätigen: "Der Kunst.Preis wird immer spannender. Die Künstlerinnen und Künstler beeindrucken insbesondere dadurch, dass sie sich nicht von irgendeiner Mode beeinflussen lassen. Sie bleiben unbeirrbar bei sich." Die Vielfalt, so alle Jurymitglieder übereinstimmend, sorge jedes Mal wieder für Überraschungen. "Interessant ist auch, wie sich Kunstschaffende, die sich schon öfter beteiligt haben, entwickeln, zum Beispiel an einem – ihrem – Thema über einen längeren Zeitraum arbeiten und dieses in ihren Werken zunehmend verdichten", legt Wilma Rapf-Karikari, Galeristin und Geschäftsführerin des KartenhausKollektivs, dar. Alfred Böschl, Künstler und Mitglied im Kunst- und Gewerbeverein, fasziniert die Unbekümmertheit, wie Künstlerinnen und Künstler mit einer so genannten "geistigen Behinderung" auf ein Thema zugingen, "da könnte man manches Mal direkt neidisch werden".

Der Kunst.Preis hat viel in Bewegung gesetzt.

Als das größte Plus sehen die Veranstalter und die Jury die Kontinuität, die für den Kunst.Preis geschaffen werden konnte. Das gibt Beständigkeit und den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen sicheren Raum, sich künstlerisch weiterzuentwickeln. Der Wettbewerb findet alle zwei Jahre statt und bleibt nicht ohne Auswirkung. Der Kreis der Menschen, die diese Kunst begeistert, wächst. Die Werke üben eine Anziehungskraft aus, die Eva Demski, Patin des Kunst.Preises und dieses Mal auch Mitglied der Jury, treffend in Worte fasst: "Die Liebe zu dieser Art von Kunst und das Leben mit ihr ist eine wunderbare Erfahrung von Freiheit. Nicht Auktionserlöse oder Kritikerkniefälle zählen, sondern nur das Ich des Betrachters und das des Künstlers. Und die direkteste Verbindung zwischen beiden, die Begeisterung. Bei mir zuhause hängen fünfundzwanzig dieser Werke. Ich sehe sie jeden Tag anders. Sie nutzen sich nicht ab, sie werden immer vielfältiger. Freuen Sie sich auf diesen besonderen Kunstwettbewerb und seien Sie schaulustig."

Dr. Rudolf Ebneth bestätigt stellvertretend für die gesamte Jury, dass man eine ganz andere Welt kennenlerne, eine Art zu denken, die einen selbst wieder beflügle: "Die Werke laden ein, in die Tiefe zu gehen."

Sich beteiligen lohnt sich!

Die ausgewählten Arbeiten sind vom 20. Mai bis 3. Juli 2016 in den Räumen des Kunst- und Gewerbevereins Regensburg zu sehen. Dazu gibt es einen eigenen, hochwertig gestalteten Ausstellungskatalog. Insgesamt drei Preisträger/ Preisträgerinnen erhalten Geldpreise; der 1. Preis ist mit 1.000 Euro dotiert, der 2. Preis mit 500 Euro und der 3. Preis mit 300 Euro. Die Ausstellung ist anschließend auch noch im Zentrum Bayern Familie und Soziales Regionalstelle Oberpfalz sowie in der Regionalstelle Niederbayern zu sehen.

Interessierte Künstlerinnen und Künstler werden gebeten, ihre Arbeiten am 1. April 2016 in der Zeit von 10 bis 17 Uhr in Haus Hemma, Oberländerstraße 1, 93051 Regensburg abzugeben.

Anfragen und weitere Informationen zu den Teilnahmebedingungen sind erhältlich bei:

Katholische Jugendfürsorge der Diözese Regensburg e. V.
Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Orleansstraße 2 a
93055 Regensburg
Telefon: 0941 79887-220
E-Mail: presse@kjf-regensburg.de