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Ökumenisches Gebet für die Opfer von Berlin

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Anlässlich des gewaltsamen Attentats auf einem Weihnachtsmarkt im Zentrum von Berlin, bei dem am Montag 12 Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt wurden, veranstaltete die katholische und evangelische Kirche von Regensburg am Dienstag Abend eine ökumenische Gebetsstunde in der evangelischen Neupfarrkirche in der Regensburger Altstadt. Das Gebet und Gedenken für die Opfer des Anschlags, deren Angehörige und für den Frieden stand dabei im Mittelpunkt.

Gestern sei das passiert, wovor sich so viele Deutsche seit langem gefürchtet hätten, erklärte der evangelische Regionalbischof Dr. Hans-Martin Weiss in seiner Begrüßung. Zur gleichen Stunde wie die Regensburger in der Neupfarrkirche kämen auch die Berliner Christen zusammen, um für die Toten und Verletzten zu beten, so Weiss. „Wir wollen mit Ihnen zusammen nachdenklich und traurig sein und uns von den Worten Jesu Christi trösten lassen“, so das Appell des Regionalbischofs an die Regensburger.

 

Das Unbegreifliche begreifen

Dies sei sicherlich nicht die Stunde großer Predigten und Ansprachen, sondern die Stunde des bedrückten Schweigens, der Trauer, des Mitfühlens. Das Herzstück des heutigen Gebetes solle Raum für diese Trauer geben, solle Raum geben, Nachdenken zu können und Raum für das Gebet, so der Leiter des Referats Seelsorge im Bistum Regensburg, Domkapitular Thomas Pinzer: „Wir möchten Sie einladen zu einem Schweigen. Schweigend zu gedenken, zu allererst der Opfer, die ihr Leben verloren haben. Vor allem aber auch der Angehörigen, die mit diesem Schmerz und der tiefen Trauer fertig werden müssen. Zum Gedenken all jener, die jetzt noch um ihr Leben kämpfen müssen. Die verletzt sind; die vielleicht ihr Leben lang gezeichnet sein werden an Leib und Seele. Wir wollen Raum geben, zu gedenken und zu danken all den Helfern, die vor Ort waren; die sicherlich auch schreckliche Bilder haben ansehen müssen - aber die geholfen haben. Sie waren vielen Menschen eine große Hilfe. Wir wollen Zeit und Raum geben, derer zu gedenken, die nun Rede und Antwort stehen müssen; die erklären müssen; die den Menschen helfen müssen, dieses Unbegreifliche zu begreifen“, so Domkapitular Thomas Pinzer.

 

Vor dem abschließenden Segen dankte Oberbürgermeister Joachim Wolbergs den beiden Kirchen von Regensburg, dass diese den Menschen in dieser schweren Stunde einen Raum gegeben haben, um das zu verarbeiten was in Berlin geschehen sei. Wolbergs stellte die Frage, was dies für eine Welt geworden sei, in der wir leben. „Die Taten machen traurig, hilflos aber auch wütend. Deshalb gehörten die Gedanken aller in diesen Stunden den Opfern und Angehörigen“, hob der Oberbürgermeister hervor.