News Bild Kloster Metten: Bischof Rudolf Voderholzer weiht Frater Gregor Schuller zum Diakon

Kloster Metten: Bischof Rudolf Voderholzer weiht Frater Gregor Schuller zum Diakon

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Bischof Rudolf sprach über den Dienst des Dienens im Diakonat am Beispiel der ausgewählten Schrifttexte, als er Frater Gregor Franz Schuller OSB durch Handauflegung und Gebet zum Diakon weihte. Große Freude herrschte dabei in der Pfarr- und Klosterkirche Metten (Landkreis Deggendorf). In einem feierlichen Gottesdienst nahm der Diözesanbischof dem Kandidaten aus der Benediktinerabtei Metten zu Beginn das Gehorsamsversprechen ab, weihte ihn durch Handauflegung und Gebet zum Diakon und überreichte ihm nach dem Anlegen von Stola und Dalmatik das Evangeliar.

Eintritt in besonderen Dienst der Kirche

Ein langer Zug aus Ministranten, Seminaristen, Alumnen, Diakonen, Benediktinern und Priestern bewegte sich gemeinsam mit Frater Gregor Schuller OSB, Bischof Rudolf und Abt Wolfgang Hagl OSB  zum Presbyterium. Nach dem liturgischen Gruß des Bischofs erfolgte die Vorstellung und Erwählung des 31jährigen Weihekandidaten Frater Gregor Franz Schuller durch Abt Wolfgang Hagl. "Wir dürfen in dieser Stunde miterleben, wie Sie als Mitglied des Mönchstums nun auch in den besonderen Dienst der Kirche treten" sprach Bischof Rudolf zu Beginn seiner Homilie den Weihekandidaten direkt an. Es gehe um etwas Großes bei der Diakonenweihe, denn der Diakon werde von Anfang der Kirche an als Diener und Helfer gesehen. Dies hätten heute die besonders ausgewählten Schrifttexte von Lesung und Evangelium unterstrichen. So sei die allseits bekannte Parabel vom Barmherzigen Samariter eine Antwort Jesu auf die Frage, was man tun muss, um das Reich Gottes zu erlangen. "Der Samariter erweist sich als der Nächste dessen, der unter die Räuber fiel" betonte der Bischof und berichtete, dass er erst kürzlich auf der Strecke zwischen Jericho und Jerusalem mit den Domspatzen unterwegs war: "Und wer dort unter die Räuber fällt, braucht schon viel Glück, dass ihm jemand hilft".

Menschen den Himmel offen halten

Der Samariter half, er scheute nicht das Blut des Verletzten und auch nicht den Staub der Straße. Bischof Rudolf bat um Aufmerksamkeit, wer unsere Hilfe brauche am Straßenrand, im Alltag. Zuwendung und Hilfe habe auch der Kämmerer aus Äthiopien in der Lesung aus der Apostelgeschichte erhalten. Das Dienen der Kirche werde hier beispielhaft gezeigt, als der Gottesfürchtige die weite Reise nach Jerusalem machte und bei der Rückkehr dem aufmerksamen Philippus begegnete. Dieser hörte ihn in der Bibel die Texte von Jesaja lesen und bemerkte, dass er nicht allzu viel davon verstand. So erklärte Philippus, einer der ersten sieben Diakone der Kirche, dem Wallfahrer wer Jesus von Nazareth war. "Dem Kämmerer ging ein ganz neues Licht auf und er fragte nach der Taufe" erläuterte Bischof Rudolf. Noch während der Reise wurde der Mann getauft, der weite Weg hatte sich gelohnt und er durfte Jesus und seine Heilsgeschichte als einer der ersten Missionare nach Äthiopien tragen. Das Dienen, den Menschen etwas schenken umfasse vieles, darunter Hilfe für Obdachlose, Menschen den Himmel offen halten, zum Wasser der Taufe zu führen.

Christus ist unser aller barmherziger Samariter

Das alles seien besondere Aufgaben des Diakons und Frater Gregor habe noch etwas Besonderes: durch sein Musiktalent und sein Kirchenmusikstudium könne er die Menschen auch durch die Musik erreichen. Desweiteren sei er durch das Theologiestudium befähigt, den Menschen die Bibel, das Wort Gottes nahe zu bringen. Bischof Rudolf blickte abschließend noch einmal auf den Barmherzigen Samariter, in dem sich Jesus auch selbst sieht und der "unter die Räuber gefallene" die ganz Menschheit ist, die den Dienst des barmherzigen Samariters benötigt. "Christus ist unser aller barmherziger Samariter, der uns aufhebt, der uns heilt, der uns liebt, der uns zum Tisch der Eucharistie einlädt und das Bußsakrament spendet" resümierte der Bischof. Dem Weihekandidaten wünschte er, dass er sich immer wieder von Christus berühren lassen soll als barmherziger Samariter. Er selbst dürfe nun als Diakon und Mönch dienen. Die Diakonenweihe sei die erste Stufe des Weihesakramentes und auch ein Priester oder Bischof bleibe Diakon, es sei die Basis des Priestertums, alle anderen Weihen bauen darauf auf. Nun möge er sich vom Gebet aller einhüllen lassen und von Christus als neuer Diakon aufrichten lassen.        

Während der Heiligenlitanei lag der künftige Diakon ausgestreckt auf dem Boden, während Bischof Rudolf und die ganze versammelte Gemeinde kniend beteten. Die Umarmung des neu geweihten Diakons durch den Bischof und dem anwesenden Diakon beendete die Weiheliturgie. Emotional berührt, nahm Diakon Frater Gregor Franz Schuller anschließend seinen neuen Platz am Altar ein und übernahm die Aufgabe des Diakons bei der Eucharistiefeier, der Bischof Rudolf vorstand. Die musikalische Gestaltung des Festgottesdienstes hatte eine besondere Note. Es wirkte mit die Choralschola der Benediktiner unter der Leitung von P. Athanasius Berggold OSB, der Kammerchor des Sankt Michaels Gymnasiums und der Kirchenchor Sankt Michael unter der Leitung von Christoph Liebl.