News Bild Kloster Mallersdorf feierte Ordenspatrozinium – Pontifikalamt mit Bischof Gerhard Ludwig

Kloster Mallersdorf feierte Ordenspatrozinium – Pontifikalamt mit Bischof Gerhard Ludwig

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Das Kloster Mallersdorf, Mutterhaus der Armen Franziskanerinnen von der Heiligen Familie seit 1869, konnte am Fest der Heiligen Familie das Patrozinium der Ordensgemeinschaft mit einem Familienfest feiern. Dazu war Bischof Gerhard Ludwig Müller gekommen, der die Heilige Familie als leuchtendes Vorbild bezeichnete, durch die auch die große Familie Gottes gerade in diesen Weihnachtstagen besonders gefeiert werde.

Im weihnachtlichen Festschmuck empfing die Klosterkirche Mallersdorf am Fest der Heiligen Familie ihre Besucher. Nach dem feierlichen Einzug der Geistlichkeit und der Ministranten sprach Superior Dr. Wilhelm Gegenfurtner einen herzlichen Willkommensgruß an Bischof Gerhard Ludwig. Gemeinsam könne in der Mutterhauskirche das Hauptfest der Ordensgemeinschaft gefeiert werden. Dass dazu der Diözesanbischof persönlich gekommen sei, zeige die Verbundenheit, welche die Schwestern sehr zu schätzen wissen. „Die Schwestern geben diese Verbundenheit zurück, in dem sie für den Bischof und die Anliegen der Diözese beten“ versicherte der Superior.


In seiner Predigt zeigte Bischof Gerhard Ludwig Müller auf die Heilige Familie mit Jesus, seiner Mutter Maria und seinem Ziehvater dem Zimmermann Josef von Nazareth. Sie seien ein Vorbild für die Familien, aber auch für die Ordensgemeinschaften. Der Bischof berichtete anschließend den Schwestern von der Aussendung der Sternsinger in Weiden, bei der 1.400 Jungen und Mädchen auf den Weg in die Häuser der Pfarreien geschickt wurden. Sie würden nun in der Diözese für Hilfsbedürftige in Nicaragua sammeln. „Die Kinder lernen so Verantwortung zu übernehmen an den Freuden und Lasten der ganzen Welt“ resümierte der Regensburger Oberhirte. Hier würde sich die große Familie Gottes zeigen: als Söhne und Töchter Gottes, aber auch als Brüder und Schwestern untereinander. Beim persönlichen Handschlag, mit dem er jeden einzelnen Sternsinger begrüßte, habe er in viele offene Gesichter der Kinder und Jugendlichen blicken können. In ihren Familien, der Urzelle des Lebens, würden Kinder von Anfang an das Angenommensein spüren und in der Liebe von Vater und Mutter heranwachsen. Dies sei die beste Chance, in die Gemeinschaft der Menschen im Volk und Staat hineinzuwachsen und mitaufzubauen. Er betonte auch, dass die Familie als Urmodell des Verhältnisses der Menschen und Gottes zueinander gesehen werden kann. „Die Kirche ist der Raum des brüderlichen und schwesterlichen Zusammenlebens“.

Als Urbild bezeichnete der Bischof die Heilige Familie: Gott sei als kleines hilfloses Wesen zu den Menschen gekommen. Genauso klein wie alle anderen Menschen auch mit dem Beginn des Menschseins vom Mutterleib an, später angewiesen auf die Hilfe seiner Eltern und so Hinwachsen können in die Gemeinschaft. So wie Maria eine liebevoll umsorgende Mutter und Josef der treusorgende Pflegevater gewesen sei, dürfe die Kirche als Mutter vieler Kinder gesehen werden. Speziell die Ordensgemeinschaften würden in einem besonderen Dienst am Gemeinwohl stehen und die mütterliche Liebe der Kirche, die väterliche Sorge Gottes und das geschwisterliche Miteinander weitergeben.

Predigt des Bischofs im Wortlaut