KLJB 2026 Herbst Bundesausschuss

KLJB Herbst-Bundesausschuss zeigt klare Kannte

für Demokratie, Gleichberechtigung und Zukunft


Regensburg, 19. Oktober 2026

Vertreterinnen und Vertreter der Katholischen Landjugendbewegung Deutschlands (KLJB) aus dem ganzen Bundesgebiet kamen zum Herbst-Bundesausschuss in Bonn zusammen. Im Mittelpunkt der Tagung standen richtungsweisende politische Beschlüsse zu Demokratie, Frauen in der Landwirtschaft und der Zukunft der Ländlichen Räume und Landwirtschaft. Damit setzt die KLJB klare Zeichen für eine offene Gesellschaft und lebendige ländliche Räume.

Klare Haltung gegen Rechtsextremismus

Mit dem Beschluss „Parteiverbotsverfahren gegen die AfD – jetzt!“ fordert der KLJB-Bundesverband die Bundesregierung, den Bundestag und den Bundesrat dazu auf, ein Verfahren zur Feststellung der Verfassungswidrigkeit der AfD beim Bundesverfassungsgericht einzuleiten. „Die AfD betreibt eine menschen- und demokratiefeindliche Politik, deren Ziele die freiheitliche demokratische Grundordnung beeinträchtigen. Das ist unvereinbar mit dem christlichen Menschenbild und der unantastbaren Würde jedes Menschen. Eine wehrhafte Demokratie muss jetzt handeln.“, erklärt KLJB-Bundesvorsitzender Jannis Fughe.

Frauen in der Landwirtschaft nachhaltig stärken

„Frauen leisten einen unverzichtbaren Beitrag für die Landwirtschaft und die Daseinsfürsorge in ländlichen Räumen. Sie führen Betriebe, übernehmen Verantwortung und engagieren sich ehrenamtlich.  Auch über das UN- Jahr der Landwirtin hinaus wollen wir uns für den Abbau von strukturellen Hürden einsetzen und die Arbeit von Frauen in der Landwirtschaft sichtbar machen.“, betont KLJB-Bundesseelsorgerin Lena Bowen. Die KLJB Deutschlands hat in diesem Jahr schon an unterschiedlichen Projekten anlässlich des Internationalen Jahres der Landwirtin mitgewirkt und möchte mit diesem Beschluss die Forderungen an die Politik und Gesellschaft deutlich machen.  Im Fokus stehen der gleichberechtigte Zugang zu Eigentum, die Finanzierung und die Besetzung von Leitungspositionen sowie eine stärkere soziale und rechtliche Absicherung von Frauen in der Landwirtschaft, auch die Anerkennung von Care-Arbeit und politische Mitbestimmung sind wichtige Faktoren des Beschlusses.

EU-Agrarpolitik zukunftsfähig gestalten

Mit ihrem Beschluss zur Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) nach 2027 fordert die KLJB eine GAP, die den Generationenwechsel fördert, kleinere und mittlere Betriebe stärkt und gesellschaftliche Leistungen für Klimaschutz, Umwelt und Tierwohl angemessen honoriert. Mindestens 6% der GAP-Mittel sollen künftig Junglandwirtinnen und -landwirten und Existenzgründerinnen und Existenzgründern zugutekommen. Gleichzeitig fordert die KLJB eine Stärkung der ländlichen Räume als attraktive Lebens- und Zukunftsorte. Für die Erreichung dieser Ziele braucht es eine ausreichende und verlässliche Finanzierung für Landwirtschaft und Ländliche Räume. „Die Zukunft der Landwirtschaft und die Zukunft Ländlicher Räume sind untrennbar miteinander verbunden. Die GAP nach 2027 muss deshalb junge Menschen in den Mittelpunkt stellen und ihnen echte Perspektiven eröffnen.“, erklärt KLJB-Bundesvorsitzende Isabel Rutkowsi.

Text und Bild: Katholische Landjugendbewegung KLJB

Weitere Infos

Die KLJB (Katholische Landjugendbewegung Deutschlands) ist ein Jugendverband mit bundesweit 70.000 Mitgliedern. Sie vertritt die Interessen Jugendlicher in ländlichen Räumen und engagiert sich für eine aktive und lebendige Kirche. Als engagierte Christinnen und Christen gestalten Jugendliche in der KLJB die Gesellschaft mit und treten für eine gerechte und zukunftsfähige Welt ein. Im Rahmen der MIJARC (Mouvement International de la Jeunesse Agricole et Rurale Catholique) setzt sich die KLJB auch weltweit für Solidarität und eine nachhaltige ländliche Entwicklung ein.



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