News Bild Kirchenräume gestalten – Bischof Voderholzer besuchte die Kunstkommission im Bistum Regensburg

Kirchenräume gestalten – Bischof Voderholzer besuchte die Kunstkommission im Bistum Regensburg

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Seit 2013 hat der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer zehn Altäre geweiht. Jüngst kam es in der Basilika Waldsassen dazu. Die Gestaltung von Altären war auch Thema bei der vergangenen Sitzung der Kunstkommission der Diözese Regensburg, an der der Bischof teilgenommen hat.  

 

Der Altar aus der Perspektive der Religionsgeschichte

Dr. Rudolf Voderholzer hob die Bedeutung von solchen Altären hervor, an deren Gestaltung die Entwicklung der Opfertheologie nachvollzogen werden kann. Ursprünglich waren Altäre Orte des Schlachtopfers. Im Opfer der heiligen Messe aber werden am Altar die Gaben von Brot und Wein in Christi Leib und Blut gewandelt. Altäre, deren steinernes Fundament sich aus dem Boden heraus erhebt und die von der Mensa, der Tischplatte, bedeckt werden, machen diesen Wandel deutlich und sollten künftig verstärkt Berücksichtigung finden.

 

Hausmadonnen, Heiligenfiguren und Apostelleuchter

Des Weiteren ging Bischof Voderholzer auf die Bedeutung von Hausmadonnen und Heiligenfiguren an Außenfassaden ein. Es sei wichtig, dass kirchliche Gebäude nach außen hin als solche erkennbar sind. Gerade im Obermünsterviertel könne man beim Spaziergang die Heiligen im Halbminutentakt grüßen. Doch das ist längst nicht mehr in allen Stadtgebieten so. Besonders bedauerlich sei es, wenn Figuren bei Sanierungsarbeiten als nicht mehr zeitgemäß beurteilt und entfernt werden.  

Ein besonderes Augenmerk legte der Bischof zudem auf die Anwesenheit von Apostelleuchtern in Kirchenräumen.

 

Dem Heiligen einen sichtbaren Ausdruck verleihen – die Aufgabe der Kunstkommission

Die Kunstkommission im Bistum Regensburg setzt sich zusammen aus Vertretern der Bereiche Architektur, Kunst, Liturgie, Kirchenmusik und Finanzen. Sie plant und beurteilt Veränderungen in und Neugestaltungen von Kirchenräumen. Die Neuerungen und Projekte haben das Ziel, die Gotteshäuser würdevoll zu gestalten und weiterhin lebendig zu halten.