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„Kirche in Not“ finanziert Autos und Kleinbusse

Ukraine: Kirche benötigt Fahrzeuge für Hilfstransporte

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München/ Ukraine 23. September 2022

Das weltweite päpstliche Hilfswerk „Kirche in Not“ (ACN) erhält von seinen Projektpartnern in der Ukraine dringende Hilfsgesuche nach Transportautos. Diese werden benötigt, um humanitäre Güter zu verteilen oder Flüchtlinge zu transportieren. „Kirche in Not“ hat seit Beginn der russischen Invasion am 24. Februar bereits 29 Fahrzeuge für die kirchliche Nothilfe finanziert. Insgesamt hat das Hilfswerk den Einsatz der römisch-katholischen und der griechischkatholischen Kirche in der Ukraine für die Betroffenen des Krieges bislang mit mehr als fünf Millionen Euro unterstützt. Zu einem Schlüsselfaktor der Hilfe ist mittlerweile der Transport geworden, wie folgende Beispiele der Projektarbeit von „Kirche in Not“ zeigen:

Transport von Hilfsgütern in Stradch in der Westukraine. © KIRCHE IN NOT

Transport von Hilfsgütern in Stradch in der Westukraine. © KIRCHE IN NOT

Flüchtlingsunterkunft, Kinderheim, Seelsorge an der Front

Auch für die Ordensgemeinschaft der Pallottiner in Bilohirja, einer Kleinstadt zwischen Kiew und Lwiw, hat „Kirche in Not“ ein Fahrzeug finanziert. Derzeit halten sich in der Stadt und Umgebung etwa 2000 Vertriebene auf. Die Pallottiner haben ihr Kloster ebenfalls für Flüchtlinge geöffnet und inzwischen über 500 Menschen beherbergt. Aktuell leben dort 17 Mütter mit ihren Kindern. Auch hier sind tägliche Transport- und Versorgungsfahrten nötig.
Der Betrieb im kleinen Kinderheim, das die Pallottiner zusammen mit Missionsbenediktinerinnen betreiben, geht unvermindert weiter. Dort leben zehn Kinder. Sie können nicht mehr zu ihren Eltern zurück, da sie von ihnen misshandelt oder kaum versorgt wurden. Neu hinzugekommen ist ein 12-jähriger Junge aus der Region Donezk. Seine Eltern kamen bei einem Bombenangriff ums Leben. Auch die kleine Gemeinschaft im Kinderheim braucht regelmäßig ein Auto: Kinder müssen zum Arzt, oder es sind Behördenangelegenheiten zu erledigen.

Pallottiner und Missionsbenediktinerinnen in Bilohirja mit den Bewohnern des Kinderheims (Archivfoto). © KIRCHE IN NOT

Pallottiner und Missionsbenediktinerinnen in Bilohirja mit den Bewohnern des Kinderheims (Archivfoto). © KIRCHE IN NOT

Als wären das noch nicht genug Aufgaben, ist der Obere des Pallottinerklosters auch noch Seelsorger bei einer Hilfsorganisation. Er reist deshalb regelmäßig an die Frontlinie im Osten und Süden der Ukraine und hilft dabei, Menschen auf den Dörfern zu versorgen. Die Straßen dorthin waren schon vor dem Krieg in einem schlechten Zustand, nun sind sie teilweise völlig zerstört. Das alte Auto der Pallottiner erlitt bei einem Unfall einen Totalschaden. Seither war die Gemeinschaft trotz ihrer vielen Verpflichtungen ohne Fahrzeug. „Kirche in Not“ hat deshalb auch hier schnell mit einem Zuschuss geholfen. Hier wie andernorts kann der Einsatz der Kirche für Menschen in Not weitergehen.
„Kirche in Not“ hat seit Beginn des Ukraine-Krieges mehrere Hilfspakete aufgelegt, um die Arbeit von Priestern, Ordensfrauen und freiwilligen Helfern in Pfarreien, Flüchtlingslagern, Waisenhäusern und Altenheimen zu unterstützen.

Hilfstransport in der Nähe von Kiew. ©KIRCHE IN NOT

Titelbild: Kinder in Stradch in einem von „Kirche in Not“ finanzierten Kleinbus. © KIRCHE IN NOT
Text und Bilder: Kirche in Not

Weitere Infos

Helfen Sie den Menschen in der Ukraine mit Ihrer Spende – online unter: www.spendenhut.de oder auf folgendes Konto:

Empfänger: KIRCHE IN NOT
LIGA Bank München
IBAN: DE63 7509 0300 0002 1520 02
BIC: GENODEF1M05
Verwendungszweck: Nothilfe Ukraine