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Katholisches Landvolk auf der Grünen Woche

Netzwerke wirken in Berlin

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Berlin, 25. Januar 2023.

Derzeit läuft die Internationale Grüne Woche (IGW) in Berlin auf vollen Touren, und diesmal wieder in Präsenz. Die IGW ist die Fach- und Verbrauchermesse zum Thema Landwirtschaft, bei der sich Konsumenten und Konsumentinnen sowie Produzenten treffen. Die renommierte Veranstaltung endet am kommenden Sonntag. Und zur „Halbzeit“ hat Bettina Locklair, Bundesgeschäftsführerin der Katholischen Landvolkbewegung Deutschland (KLB), am Dienstagnachmittag im Gespräch mit der Presse- und Medienabteilung der Diözese Regensburg, ein Zwischenfazit gezogen.

Die KLB Deutschland ist mit einem Stand auf dem Campus Ländliche Räume vertreten. In diesem Jahr sorgt das katholische Landvolk aus Rottenburg-Stuttgart für die Standbetreuung. Klimaschutz und die Kampagne „ACHTUNG: LEBEN! Vielfältig und großartig“ lauten die Themen, die transportiert werden.

Bürger, Verbraucher, Landwirte

Frau Geschäftsführerin Locklair sagt im Gespräch: „Die IGW ist insgesamt sehr gut besucht. Es ist viel los, denn die Menschen freuen sich, wieder in Präsenz da zu sein.“ Die IGW sei eine wunderbare Woche, die von einem Fachpublikum, aber auch von Bürgerinnen und Bürgern, Verbraucherinnen und Verbrauchern sowie von Landwirten besucht wird: „Hier kommen wir mit den Menschen ins Gespräch.“ Zu wie vielen Kontakten es konkret kommt? „Es gibt nur ganz wenige Pausen, in denen wir stehen und für wenige Augenblicke niemand ist da.“ Meistens ist etwas los, und zuallermeist viel, stellt B. Locklair fest.

Das Glücksrad zieht an

Am Stand der KLB findet sich ein „Glücksrad“ (von der Diözesangruppe Rottenburg-Stuttgart mitgebracht), welches B. Locklair als „echten Magneten“ bezeichnet. Er hilft, miteinander ins Gespräch zu kommen. Worum es bei solchen Gesprächen dann inhaltlich geht? „Gesprochen wird vieles zum Thema Kirche. Auch kritische Sichten werden geäußert, eben auch das, was in der Öffentlichkeit diskutiert wird.“ Dabei werde kein besonderer Unterschied zwischen katholisch und evangelisch gemacht.

Ökumenische Verbundenheit

Inhaltlich laufen die Gespräche allerdings auch zum Thema der Biodiversität und somit, wie sehr erwünscht, zu der Kampagne, an der sich alle Diözesanverbände beteiligen („ACHTUNG: LEBEN!“). Ein wichtiges Thema ist nicht zuletzt der Klimaschutz, sagt die Geschäftsführerin. Die KLB „ist seit vielen Jahren auf der IGW“. Die Standbetreuung durch eine Diözesangruppe findet dann jeweils komplett ehrenamtlich statt. Hier zeigt sich echtes Engagement, erklärt B. Locklair: „Mitglieder des Verbandes Katholisches Landvolk (so der Name der Diözesangruppe Rottenburg-Stuttgart) haben dafür eigens Urlaub genommen.“ Aus alter Verbundenheit kommt sogar ein Mitglied des „Evangelischen Dienstes auf dem Land“ (EDL). Die Organisation wurde im vergangenen Jahr aufgelöst, aber, wie zu ersehen ist, die Solidarität und ökumenischen Verbundenheit bleiben.

Wunderbarer Gottesdienst

Am Montag abend wurde bereits „ein ganz wunderbarer Gottesdienst in St. Ludwig Berlin gefeiert“, zu dem auch Mitglieder der KLB aus verschiedenen Ecken Deutschlands gekommen sind, schwerpunktmäßig aus Augsburg. Der Feier in Charlottenburg („Ludwigkirchplatz“) folgte eine zwanglose Begegnung, um, wie es hieß, „den Abend ausklingen zu lassen und erste Eindrücke von der IGW auszutauschen“. Die waren entsprechend positiv.  

Politische Prominenz

Zurück zum Stand. Zahlreiche politische Prominenz hat sich bisher sehen lassen. So waren der Bundeslandwirtschaftsminister, der Landwirtschaftminister aus Baden-Württemberg und der Vorsitzende der Agrarausschusses des Deutschen Bundestages schon da. „Es herrscht auch hier ein reges Kommen und Gehen“, schätzt Locklair die Lage ein. Aber nicht nur auf Deutschland beschränkt sind die Kontakte. Durch Vermittlung des Internationalen ländlichen Entwicklungsdienstes e.V. (ILD) kommt es zu diversen Begegnungen, etwa mit Freunden aus Uganda. Unschwer ist daran zu erkennen: „Die KLB-Netzwerke wirken.“ Prof. Dr. Veit Neumann, Bilder: KLB

Weitere Infos

Vorreiter Regensburg

In der zweiten Woche der Internationalen Grünen Woche (IGW) findet traditionell das Zukunftsforum Ländliche Entwicklung, eine zweitägige Konferenz des Bundeslandwirtschaftsministers, statt. In diesem Jahr steht der Klimaschutz im Mittelpunkt: „Land.Kann.Klima“. Auf dem Fachpodium „Vom Wissen zum Tun“, das die KLB Deutschland gemeinsam mit dem Katholischen Deutschen Frauenbund organisiert hat, wird unter anderen Christine Reitinger, Diözesanvorsitzende der KLB Regensburg, die Aktivitäten „der Regensburger“ aufzeigen. Stattfinden wird das Fachpodium am Donnerstag, 26. Januar.

Die KLB Regensburg ist der erste Verband im Bistum Regensburg, der auf dem Weg zur EMAS-Zertifizierung ist. Sie hat mit ihrem Geschäftsführer und ihrem Vorsitzenden zwei ausgebildete kirchliche Umweltmanager in den eigenen Reihen. Und sie implementiert mit dem Kurs „Klimafreundlich leben“ und seinen Spielleiterinnen den Klimaschutz in das tägliche Leben der Menschen. Christine Reitinger wird die spielerische Herangehensweise auf dem Fachforum darstellen und zeigen, was es braucht, um vom Wissen ins Tun zu kommen.

Ein Bericht über die Aktion folgt am kommenden Freitag, 27. Januar 2023.

KLB / vn