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Zur Neuigkeit
Katholischer Männerverein Nabburg feiert mit Bischof Rudolf 125-jähriges Jubiläum
Aktives Engagement in Pfarrei und Öffentlichkeit
Nabburg, 21. September 2025
Unter dem Motto „Mit Volldampf in die Zukunft“ beging der Katholische Männerverein St. Josef am Sonntag sein 125-jähriges Bestehen. Der festliche Tag verwandelte den Ortskern von Nabburg in eine große Jubiläumsbühne. Mit bunten Fahnengirlanden, gelb-weißen Kirchenfahnen und einem eindrucksvollen Festzug, angeführt von der Jugendkapelle unter der Leitung von Markus Ferstl, begann die Feier. Mehr als 50 Ministranten begleiteten gemeinsam mit zahlreichen Geistlichen und Fahnenabordnungen den Einzug in die Pfarrkirche – ein Bild, das Bischof Dr. Rudolf Voderholzer große Freude bereitete.
Der Festgottesdienst wurde vom Bischof von Regensburg geleitet, der in der Bayerischen Bischofskonferenz auch Beauftragter für die Männerseelsorge ist. Am Altar standen ihm Domvikar Dr. Christian Schulz, Beauftragter für Erwachsenenbildung und Männerseelsorge in der Diözese Regensburg, Pfarrvikar Pater Vinzenz Schlosser, Pater Rektor Lukas Temme CP (Passionisten Schwarzenfeld), Pfarrer i.R. Gottfried Rotter sowie Gemeindereferent Thomas Kern zur Seite. Lektorin Petra Koch und Walter Elberskirch trugen die Lesungen vor, Stadtpfarrer Hannes Lorenz verkündete das Evangelium.
Predigt über das Gleichnis vom klugen Verwalter
Im Zentrum der Predigt von Bischof Voderholzer stand das Sonntagsevangelium mit dem Gleichnis vom „klugen Verwalter“ (Lk 16,1-13). Dieses Beispiel, so der Bischof, sei zunächst provokant, da Christus einen „ungerechten Verwalter“ lobe. Entscheidend sei jedoch nicht das kriminelle Handeln, sondern die Klugheit, mit der der Verwalter die kurze ihm verbleibende Zeit nutzte, um seine Zukunft zu sichern. „Die Kinder dieser Welt sind unter ihresgleichen klüger als die Kinder des Lichts“, zitierte der Bischof und erklärte, dass gerade Gläubige gefordert seien, ihren Glauben mit ebenso großem Einsatz zu vertreten wie andere ihre weltlichen Interessen.
Rückblick auf die Gründung des Vereins
Der Bischof ging auch auf die Entstehungszeit des Vereins ein. In den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg und im Zuge der Industrialisierung habe die Arbeiterschaft unter sozialen Spannungen und Verarmung gelitten. „Es war eine große Herausforderung für die Männer, aus dem Glauben heraus ihren Mann zu stehen“, so Bischof Voderholzer. Wesentlich sei damals wie heute die Vertiefung des Glaubenslebens, die Glaubensweitergabe in der Familie und das aktive Engagement in Pfarrei und Öffentlichkeit. Auch Geselligkeit und Gemeinschaft seien unverzichtbar. „Gäbe es den Katholischen Männerverein noch nicht, dann müsste man ihn gründen“, stellte der Bischof fest und betonte die hohe Aktualität der Vereinsarbeit, die den Vorgaben des Zweiten Vatikanischen Konzils entspreche. Als Beauftragter der Männerseelsorge der Bayerischen Bischofskonferenz zeigte sich der Bischof besonders stolz, dass der größte und lebendigste Männerverein hier im Bistum Regensburg beheimatet ist.Besonders hob er hervor, dass die Zielsetzung des Vereins – Glaube, Gemeinschaft und gesellschaftliches Engagement – heute aktueller sei denn je. Im Anschluss an den Pontifikalgottesdienst zog die Festgemeinde zum Jugendwerk, wo ein gemeinsames Mittagessen mit dem Bischof sowie gesellige Begegnungen den Jubiläumstag abrundeten.
Text und Fotos: Elisabeth Dobmayer
(jas)









