News Bild Katholische Studentenverbindungen gratulieren ihrem Ehrenmitglied Benedikt XVI. - Der Cartellverband feiert einen großen Festkommers in Regensburg

Katholische Studentenverbindungen gratulieren ihrem Ehrenmitglied Benedikt XVI. - Der Cartellverband feiert einen großen Festkommers in Regensburg

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(pdr) Am vergangenen Samstagabend hat im Regensburger Antoniussaal ein Festkommers anlässlich des 85. Geburtstags von Papst Benedikt stattgefunden. Veranstalter war die Regensburger CV-Verbindung Rupertia. Der Cartellverband (CV) vereint knapp 130 katholische und nicht-schlagende Studentenverbindungen in der Bundesrepublik mit insgesamt 30.000 Mitgliedern.

Zum großen Festkommers am Samstag waren rund 150 Teilnehmer gekommen. Joseph Ratzinger wurde 1978 als Ehrenmitglied in die Rupertia aufgenommen, gerade als er sein Amt als Erzbischof von München und Freising angetreten hatte. Von 1969 bis 1977 hatte er als Professor Dogmatik in Regensburg gelehrt. Der Heilige Vater ist außerdem Ehrenmitglied in CV-Verbindungen in Eichstätt, München und Rom. Festredner während des Kommerses in Regensburg war Bischof Dr. Gerhard Ludwig Müller.

In seinem schriftlichen Grußwort verwies der Apostolische Nuntius in Deutschland, Erzbischof Dr. Jean-Claude Périsset, auf die Gemeinsamkeit zwischen dem Wahlspruch des ehemaligen Erzbischofs von München und Freising, Joseph Ratzinger („Mitarbeiter der Wahrheit“), und dem Wahlspruch der Rupertia („Immer dem Licht entgegen“). Bischof Gerhard Ludwig sprach in seiner Festrede über die grundfalschen Weltanschauungen des Nationalsozialismus und des Kommunismus. Der NS-Theoretiker Alfred Rosenberg habe das christliche Menschenbild als Kontrapunkt zum Nationalsozialismus bekämpft und das Christentum wegen seiner Mitleidsmoral verachtet. Es sei verdorben, weil es vom Judentum den Glauben an den personalen Gott übernommen habe, habe es damals geheißen. Der Diktator Stalin seinerseits habe eine eigene Religion ohne Gott geschaffen, der bald darauf Millionen Menschen zum Opfer gefallen sind. „Auch in diesem Weltbild trägt der Mensch keine Verantwortung vor dem personalen und dem lebendigen Gott“, sagte der Bischof.

Mit klaren Worten wandte er sich gegen den neuen aggressiven Atheismus heute, der sich organisiere und sich dezidiert gegen das Christentum wende. Mit seinem sozialdarwinistischen Gedankengut versuche er den Einfluss der Kirche in der Gesellschaft zurückzudrängen. „In Wirklichkeit aber ist der Mensch von Gott gewollt. Entgegen dem, was gesagt wird, hat der Mensch kein dumpfes Schicksal“, so Bischof Gerhard Ludwig.
Durch seine gläubig-katholische Erziehung sei Joseph Ratzinger in jederlei Hinsicht vor all diesen falschen Weltanschauungen bewahrt worden. So sei es auch kein Zufall, dass Joseph Ratzinger als Benedikt XVI. in seiner ersten Enzyklika „Deus Caritas est“ gleich davon handelt, dass Gott der Gott der Liebe ist und jeder Mensch von Gott ganz angenommen wird. Vor den Mitgliedern der katholischen Studentenverbindungen wandte sich Bischof Gerhard Ludwig deutlich gegen Materialismus, Säkularismus und Neoatheismus. Er hob vielmehr die Vernunftgemäßheit des christlichen Glaubens hervor, die dem Theologenpapst Benedikt XVI. ein ganz besonderes Anliegen ist.

Festkommerse des Cartellverbands hatten bereits 2010 in Eichstätt anlässlich des fünfjährigen Pontifikatsjubiläums sowie 2011 in Berlin anlässlich des Papstbesuchs in der Hauptstadt stattgefunden.