News Bild Katholische Erwachsenenbildung im Bistum Regensburg initiiert Sprachkurse für Geflüchtete aus der Ukraine
Katholische Erwachsenenbildung im Bistum Regensburg initiiert Sprachkurse für Geflüchtete aus der Ukraine

KEB hilft Menschen aus der Ukraine

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Immer mehr Menschen aus der Ukraine kommen in Regensburg an. Gerade Frauen mit ihren Kindern bringen sich vor dem Krieg in Sicherheit. Um den Geflohenen das Ankommen und das Leben zu erleichtern, werden spezielle Sprachkurse benötigt. Der Bedarf an niedrigschwelligen Angeboten zum Einstieg in den Spracherwerb ist groß. Hier hilft die Katholische Erwachsenenbildung im Bistum Regensburg. „Als erfahrener kirchlich und staatlich anerkannter Bildungsträger, haben wir schnell Angebote für geflüchtete Frauen und Kinder aus der Ukraine auf die Beine gestellt“, so Prof. Dr. Klaus Unterburger, 1. Vorsitzender der Katholischen Erwachsenenbildung in der Stadt Regensburg e.V. (KEB).

 

Sprachkurse mit Kinderbetreuung

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: In der Pfarrei St. Bonifaz und in der Jüdischen Gemeinde Regensburg laufen bereits die Sprach-Cafés „Communio“ für geflüchtete Menschen. In der Pfarrei Heilig Geist finden drei Frauensprachkurse mit Kinderbetreuung statt. Ein weiteres Sprach-Café „Communio“ startet Anfang Juni in der Pfarrei St. Anton. „Solche Angebote können wir natürlich nur zusammen mit Kooperationspartnern auf den Weg bringen“, verdeutlicht Roland Preußl, geschäftsführender Bildungsreferent der KEB. Diese wurden in CampusAsyl e. V., der Professur für „Deutsch als Zweitsprache“ und der Professur für Mehrsprachigkeit mit Schwerpunkt Deutsch als zusätzliche Sprache an der Universität Regensburg, der Katholischen Hochschulgemeinde, den genannten Mitgliedspfarreien sowie der Jüdischen Gemeinde in Regensburg gefunden. Gefördert werden alle Maßnahmen durch den Caritasverband für die Diözese Regensburg e. V.

Module zum Umgang mit traumatisierten Jugendlichen

Bereits in den Startlöchern steht ebenfalls das Projekt „AUF“. Mit den Dozenten der Universität Prof. Dr. Rupert Hochholzer und Juniorprofessorin Dr. Evghenia Goltsev werden gerade die letzten Vorbereitungen zum Beginn eines wissenschaftlich begleiteten Projektes zur Förderung der Mehrsprachlichkeit bei geflüchteten Jugendlichen getroffen. Hier treffen sich dann ab Mitte Juni drei Kleingruppen. Dabei erhalten Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren ein kostenloses Angebot, die deutsche Sprache zu erlernen. Angehende Lehrkräfte der Universität Regensburg werden in Zusammenarbeit mit geflüchteten Studierenden oder aktiven Lehrkräften aus der Ukraine, die die deutsche Sprache bereits beherrschen, systematische und wissenschaftlich begleitete Sprachförderung anbieten. „Hier wird die Möglichkeit geboten, die alltagsnahe Kommunikation auf Deutsch zu üben. Außerdem sind in der Konzeption auch Module zum Umgang mit traumatisierten Jugendlichen, Gesprächsführung in Konfliktsituationen sowie Ansätze aus der Psychotherapie nach Viktor E. Frankl geplant“, erklärt Iva Zulj, die das Projekt als Schnittstelle von KEB zur Universität Regensburg betreut. Interessierte Jugendliche treffen sich am 14. Juni, ab 16 Uhr im Diözesanzentrum, Obermünsterplatz 7.

 

Titelbild: © crazymedia - Fotolia.com

Foto Schulungssituation: Roland Preußl