News Bild „Karfreitag ist zeitlich – Ostern ewig“ - Bischof Gerhard Ludwig würdigt verstorbenen Madrider Weihbischof

„Karfreitag ist zeitlich – Ostern ewig“ - Bischof Gerhard Ludwig würdigt verstorbenen Madrider Weihbischof

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(pdr) Bischof Dr. Gerhard Ludwig Müller hat am Karfreitag in seiner Predigt im Hohen Dom St. Peter in Regensburg während der Feier vom Leiden und Sterben Christi den Madrider Weihbischof Eugenio Romero Pose, einen guten Freund, der vor wenigen Tagen verstorben ist, gewürdigt. Er starb wenige Stunden vor der Bischofsweihe Monsignore Reinhard Pappenbergers. Am eigenen Leib habe Romero Pose Leiden und Sterben in tiefster mystischer Gleichgestaltung mit Jesus erlebt und überwunden. „Damit hat er gezeigt, dass das Wort vom Kreuz nicht zur Revolte gegen Gott treibt, sondern als Kraft Gottes erfahren werden kann“, erklärte der Regensburger Bischof.

Bischof Gerhard Ludwig ging auf das unausweichliche Leiden in der Welt ein. Es gebe zwei letzte gegensätzliche und nicht mehr vereinbare Reaktionen auf das Leiden. „Für die einen sind Leiden und Tod, Krankheit, Kriege und Schicksalsschläge der Fels des Atheismus, der Empörung und des Haders mit Gott“, so der Bischof. Manche unterstellten sogar den Repräsentanten der Kirche, sie hätten alles nur erfunden, um ihre Macht über die Menschen zu sichern.

In Wirklichkeit aber führe das geduldig und gläubig ertragene Leiden zur tiefsten Einheit mit Christus, „wenn wir unsere Leiden und Schmerzen und die Bitterkeit des Loslassens und Sterbens als die Leiden annehmen, die Christus schon zuvor für uns gelitten hat“. Der verstorbene Weihbischof nannte sein geistliches Testament angesichts des nahen Todes „Die Gnade der Krankheit“, berichtete Bischof Gerhard Ludwig.

Die Christen klagten zugleich über den Tod des Herrn und feierten sein Sterben als Sieg über den Tod. Dies sei deshalb möglich, weil Christus als das geschlachtete Lamm auf ewig die Herrschaft übernommen hat, so Bischof Gerhard Ludwig: „Karfreitag ist zeitlich – Ostern ewig.“ (ven)