News Bild Kampf den Wasserflecken: Erlös des Benefizkonzert „Brücken bauen“ für Haus Mutter+ Kind

Kampf den Wasserflecken: Erlös des Benefizkonzert „Brücken bauen“ für Haus Mutter+ Kind

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2.500 Euro betrug die Summe, die Bernadette Dechant, die stellvertretende Landesvorsitzende des Bayerischen Elternverbandes e. V., und Max Harreiner, Vorstand der Stiftung „Für junge Menschen! Kirchliche Kinder- und Jugendhilfe“, dem Haus Mutter+ Kind im Prinzenweg übergeben konnten. Die Bleibe für acht junge alleinerziehende Mütter ist dringend sanierungsbedürftig, ein Projekt, das der Träger der Stätte, die Katholische Jugendfürsorge Regensburg, nun in Angriff nehmen will. Zustande gekommen ist der Spendenbetrag beim Benefizkonzert der Jugendfürsorge „Brücken bauen“ im Juni.

„Das hier sind Wasserflecken, die von der Dusche im ersten Stock durchkommen. Da liegen die Stromleitungen offen. Hier blättert auch wieder alles wegen der Feuchtigkeit von der Wand ab, obwohl wir das Zimmer gerade erst hergerichtet haben.“ Die Bilanz der Sozialpädagoginnen fällt ernüchternd aus, wenn sie sich ihre Räumlichkeiten im Prinzenweg so anschauen. Manche der Kabel stellen eine regelrechte Gefahr dar, das dauerhafte Wohnen in Feuchtigkeit und Schimmel kann seine Wirkung unter Umständen erst später in Form von Allergien zeigen. Hier werden derzeit neun junge alleinerziehende Mütter betreut, die ungewollt schwanger wurden und sich trotzdem für das neue Leben entschieden haben, - und hier wird nun auch der Kampf gegen die Nässe in den Wänden, lecke Rohre und alte Leitungen aufgenommen. Die Katholische Jugendfürsorge als Träger des Hauses wirs ab dem Herbst mit der Sanierung beginnen.
Dies ist auch eines der Hauptanliegen der Stiftung der Jugendfürsorge „Für junge Menschen!“. Bei dem Benefizkonzert „Brücken bauen“ im Juni kamen dabei 2.500 Euro zusammen, die auch in die baldige Baustelle fließen sollen. „Es geht um die bestmögliche Förderung der Kinder von Anfang an“, fasst Bernadette Dechant, stellvertretende Vorsitzende des Bayerischen Elternverbandes und Hauptorganisatorin des Benefizkonzertes, zusammen, weswegen ihr das Haus Mutter + Kind am Herzen liegt. Gemeinsam mit Max Harreiner, dem Vorstand der Stiftung, und Stiftungsrat Michael Eibl übergab sie keinen Scheck, sondern ein Modellhaus als Sinnbild für eine bessere Wohnzukunft an die Einrichtungsleiterin Cornelia Braun-Vilsmeier.
Dass das Angebot für junge Mütter mit materiellen, sozialen und emotionalen Schwierigkeiten dringend von Nöten ist, zeigen die Anfragezahlen, die im Büro der beschäftigten Sozialpädagoginnen eingehen. „2004 waren es insgesamt 68 Anfragen, heuer sind wir bislang schon bei 50 Anfragen“, erklärt Thea Jakob, die mit Kollegin Elisabeth Schrettenbrunner-Peßler und einer Jahrespraktikantin die Chefin unterstützt. Nur so wird es möglich, den betreuten Frauen fast 12 Stunden täglich zur Seite zu stehen. In einem Drei-Stufen-Modell mit Intensiv- und Stabilisierungsphase im Haus sowie einer nachsorgenden Betreuung will man die Frauen auf ein selbständiges Leben zusammen mit ihren Kindern vorbereiten. „Im Schnitt bleiben die Frauen hier etwa ein Jahr. Das läuft alles auf freiwilliger Basis“, sagt Jakob.
Die jungen Mütter, die derzeit ihre Heimat im Prinzenweg haben, sind gespannt, wie sich ihr Heim verändern wird. Und ein wenig neidisch sind sie auch, denn wenn alles fertig ist, werden hier bereits wieder andere Frauen nach ihren Babys sehen. Aber sie werden trotzdem wieder kommen, spätestens bei einem der Ehemaligentreffen.
„Für junge Menschen!“

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