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Junge Menschen mit Behinderung zentrales Thema der Woche für das Leben 2024

Sie alle sind die Generation Z(ukunft)

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Regensburg, 30. Januar 2024

Vom 13. bis 20. April findet die ökumenische Woche für das Leben statt, die die Lebenswirklichkeiten junger Menschen mit Behinderung in den Mittelpunkt stellt – dieses Jahr zum letzten Mal im bekannten Format.

Diesjähriges Motto der Woche für das Leben ist „Generation Z(ukunft): Gemeinsam. Verschieden. Gut.“ Damit wird der Fokus auf das Leben und die Teilhabe von Menschen mit Behinderung gelegt. Evangelische und katholische Kirche haben sich mit der Einrichtung der Woche für das Leben vor 30 Jahren den Schutz menschlichen Lebens auf die Fahnen geschrieben. Von Beginn gehörte auch die gerechte Teilhabe aller Menschen dazu, die ein zentrales Thema der christlichen Botschaft ist. Die kommende Woche für das Leben vom 13. bis 20. April schlägt damit eine Brücke zu den eigenen Anfängen.

„Erwachsenwerden bedeutet, sich abzunabeln von den Eltern, erste berufliche Weichen zu stellen, vielleicht in eine eigene Wohnung zu ziehen“, so die Erklärung des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Georg Bätzing, und der amtierenden Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland, Bischöfin Kirsten Fehrs. „Umbrüche, die jeden Menschen herausfordern. Für Jugendliche und junge Erwachsene mit Behinderung kann dieser Lebensabschnitt mit noch viel größeren Hürden verbunden sein – weil der junge Mensch mit Behinderung möglicherweise keinen Ausbildungsplatz findet, eine barrierefreie Wohnung benötigt oder ihm die Selbstbestimmung abgesprochen wird.“

Teilhabe muss für jeden möglich sein

Bischöfin Fehrs und Bischof Bätzing betonen weiterhin: „Nach unserem christlichen Verständnis ist es unsere Aufgabe, jedem und jeder eine umfassende gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen. Und wenn die Bedürfnisse, Sorgen und Wünsche junger Menschen mit Behinderung in unserer Gesellschaft nicht gesehen und berücksichtigt werden, ist es auch an uns, diese sichtbar zu machen und mit all unserer Kraft für weniger Barrieren zu sorgen. Ganz im Sinne einer inklusiven christlichen Kirche.“

Auftakt am Rhein

Die bundesweite Auftaktveranstaltung der Woche für das Leben ist am 13. April 2024 im Sankt Vincenzstift (Aulhausen) in Rüdesheim am Rhein. Das Vincenzstift ist eine katholische Einrichtung für Menschen mit Behinderungen, die hier unter anderem verschiedene Wohnformen, Schulen, Werkstätten und vieles mehr finden. Die Marienkirche des Sankt Vincenzstifts ist bekannt für ihre inklusive Kunst. Hier wird ein ökumenischer Gottesdienst mit anschließendem Begegnungsfest auf dem Gelände des Sankt Vincenzstifts gefeiert.

Letztes Mal im alten Format

Die Woche für das Leben besteht jetzt seit über 30 Jahren: Zeit für eine Überarbeitung. Die großen christlichen Kirchen haben sich drei Jahrzehnte lang mit der Woche für das Leben gemeinsam für die Anerkennung der Schutzwürdigkeit des menschlichen Lebens in all seinen Phasen eingesetzt. Um das Konzept fit für die Zukunft zu machen, haben beide Kirchen eine Evaluation in Auftrag gegeben. Die Auswertung hat ergeben, dass das Format zwar jahreslang sehr erfolgreich war, aber angepasst werden muss, denn nur so können Menschen auch in Zukunft erreicht werden.

Das bisherige Format der Woche für das Leben wird heuer das letzte Mal stattfinden. Ab dem nächsten Jahr wird es eine neue Struktur geben, in der sich die katholische und evangelische für den Schutz menschlichen Lebens einsetzen wollen. Wie diese schlussendlich aussehen wird, daran wird derzeit gearbeitet.

Text: Katharina Winterlich

Plakat mit zwei Jungen Menschen, Logo

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