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Jugendpfarrer befürwortet Freizeitmaßnahmen in den Sommerferien

Zeltlager nach dem Lockdown notwendig

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Kinder und Jugendliche leiden am meisten unter den coronabedingten Einschränkungen. Darüber sind sich viele Experten einig. Kindertageseinrichtungen konnten nicht öffnen, für das Homeschooling fehlten oftmals die digitale Ausstattung und Eltern, die sie beim Lernen unterstützen konnten. Aber vor allem auch auf Spiel und altersgemäße Freizeitbeschäftigung mussten Kinder und Jugendliche weitgehend verzichten, weil über Monate Abenteuerspielplätze oder Freizeiteinrichtungen geschlossen waren.
Beim Bischöflichen Jugendamt der Diözese Regensburg gehen in diesen Tagen unzählige Anfragen von Pfarreien und Jugendverbänden ein: „Können wir planen? Ist ein Zeltlager oder ein Wochenende in einem Selbstversorgerhaus mit den Auflagen der Bayerischen Staatsregierung zu vereinbaren?“ Jugendpfarrer Domvikar Christian Kalis hat eine entschiedene Antwort:

 

Zeltlager und Ferienfreizeiten können geplant werden

Jugendbildungs- und –freizeitmaßnahmen sind nicht nur möglich, sondern sogar notwendig. "Als anerkannter Träger der freien Jugendhilfe nach dem SGB VIII ist es unser gesetzlicher Auftrag, entsprechende Angebot zu unterbreiten! Obendrein werden hier natürlich christliche Werte praktisch vorgelebt: Fürsorge und Rücksicht, Verantwortungs­bewusstsein und Teamfähigkeit sind integrale Bestandteile unserer kirchlichen Jugendarbeit. Die Teilnahme an den beliebten Zeltlagern ist für die Kinder und Jugendlichen, für Ministrantinnen und Ministranten eine Bereicherung fürs Leben“, weiß der Diözesanjugendpfarrer aus eigener Erfahrung. „Wir gehen zuversichtlich davon aus, dass Anfang Juli, wenn eine neue Infektionsschutzmeldeverordnung beschlossen wird, keine weiteren Einschränkungen in diesem Bereich notwendig werden“, so Kalis.

Allerdings braucht es trotzdem Vorsichtsmaßnahmen: Dazu zählt ein negativer Corona-Test vor der Anreise, um gewährleisten zu können, dass sich auf dem Platz niemand befindet, der vom Virus infiziert ist. Anschließend ist entscheidend, dass die Kinder- und Jugendlichen stets unter sich bleiben und so gewissermaßen eine große Quarantäne-Gruppe der Nicht-Infizierten entsteht. Auf den Elternbesuchstag oder nächtliche „Überfälle“ sollte in diesem Jahr aus hygienischen Gründen verzichtet werden.

BDKJ-Kinderzeltlager am Voithenberg findet statt

Viele kommunale Kreisverwaltungen unterstützen die Bemühungen der Jugendverbände und Pfarreien, in den Sommerferien Zeltlager und Jugendbildungs- bzw. -freizeitmaßnahmen anzubieten. Das große BDKJ-Kinderzeltlager am Voithenberg wird in den ersten drei Wochen der Sommerferien für jeweils sechs Tage 100 Kinder aufnehmen. Die Verantwortlichen erarbeiten Hygiene- und Schutzkonzepte, orientieren sich an den Empfehlungen des Bayerischen Jugendrings (www.bjr.de/corona), die wiederum mit dem Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales abgesprochen sind. Sie begleiten Kinder und Jugendliche durch erfahrene Betreuer und mit pädagogischen Angeboten. Alle Haupt- und Ehrenamtlichen haben in den vergangenen Wochen durch eine entsprechende Priorisierung bereits einen vollständigen Impfschutz erworben.

Zeltlager Bistum Regensburg

Weitere Infos

Empfehlungen des Bayerischen Jugendrings:
www.bjr.de/corona

Jugendarbeit und Corona:
BDKJ Bayern